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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Barbara Kessler-Kötting

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Barbara Kessler-Kötting (* etwa 1931), verheiratet mit Peter Kessler, ist Glasmalerin.


Anschrift

Marktstraße 24

Remagen

Kontakt

Telefon 02642 23311

Vita

Ihre erste Begegnung mit dem Kunsthandwerk der Glasmalerei hatte Barbara Kessler im Jahr 1950. Damals wurden in der väterlichen Malerwerkstatt die Kirchenfenster der Katholischen Pfarrkirche „St. Peter und Paul“ Remagen von einem Kunstglaser erneuert. Dies faszinierte die junge Barbara so sehr, dass sie ihren ursprünglichen Plan, Musikerin zu werden, aufgab und stattdessen in der Rheinbacher Glasfachschule eine dreijährige Ausbildung begann.[1]


Nachdem sie ihre Gesellenprüfung abgelegt hatte und eine Arbeitsstelle suchte, bekam sie nicht nur einmal zu hören: „Frauen bringen den Betrieb durcheinander!“ Schließlich fand sie in Innsbruck eine Stelle. Dort war sie allerdings allein unter Männern. Von ihrem Arbeitslohn konnte sie allerdings nicht leben, denn 70 Pfennig Reinverdienst pro Stunde reichten gerade einmal fürs Essen und ein Zimmer. Sie gab jedoch nicht auf und fand so bei der „Luzerner Glasmalerei“ in der Schweiz eine besser bezahlte Stelle. Barbara Kessler blieb zweieinhalb Jahre. Dann zog sie weiter zu einer Firma nach Küsnacht, wo sie mit vielen Künstlern zusammenarbeiten und auch eigene Entwürfe machen durfte. Dort blieb sie sechs Jahre. Während dieser Zeit lernte sie auch ihren späteren Ehemann kennen, ebenfalls vom Glasfach.

Dann kam der Entschluss zur Selbstständigkeit: Endlich eigene Ideen in der eigenen Werkstatt verwirklichen! Zuhause in Remagen übernahm sie die inzwischen leer stehende Werkstatt ihres Vaters und richtete sie ein. Dazu musste Barbara Kessler die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Köln ablegen: ein Glasbild und ein großes Mosaik. 1969 kam Peter Kessler nach Deutschland und die beiden heirateten. Die Werkstatt erlebte einen Aufschwung, es gab zahlreiche private Auftragsarbeiten und Sonderanfertigungen. Auch in Maria Laach wurden ihre Werke ausgestellt und verkauft.

Im Sommer 2017 wird Barbara Kessler ihre Glaskunstwerkstatt, die sie zusammen mit ihrem Mann Peter 50 Jahre lang in Remagen führte, schweren Herzens auflösen.

Im Dezember 2016 übergab sie ihr Meisterstück an die Grundschule "St. Martin" Remagen – im Rahmen eines kleinen Festakts, bei dem sich die Klassensprecher und Klassensprecherinnen der Künstlerin mit Briefen, Bildern, warmen Worte und selbst gebackenen Kekse bedankten. Schulleiterin Anjo Närdemann bedankte sich im Namen der gesamten Schulgemeinschaft mit Blumen für das Glasbild, das im Treppenhaus der Schule bereits seinen Platz gefunden hatte. Es trägt den Titel „Rheinisches Brauchtum“ und stellt St. Martin zu Pferd dar, Kinder beim Laternenumzug, ein Winzerfest und den Karneval. 120 Arbeitsstunden wendete die Künstlerin im Jahr 1972 auf, um ihr Meisterstücks anzufertigen.

Mandat

Seniorenbeirat der Stadt Remagen (2014-2019)[2]

Fußnoten

  1. Quelle: Grundschule St. Martin Remagen – Glasmalerin Barbara Kessler übergibt ihr Meisterstück – Das Glasbild hat im Treppenhaus der Schule einen besonderen Platz erhalten, blick-aktuell.de vom 17. Dezember 2016
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 16. Oktober 2014