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Blankartsmühle (Ahrweiler)

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Die im 13. Jahrhundert gebaute Blankartsmühle an der Straße Auf der Rausch in Ahrweiler, auch Marktmühle und Pfahls-Mühle genannt, war einst eine Getreidemühle. Während des gesamten Mittelalters war die Mühle im Besitz der Ritter von Blankart.[1] Seit einem Umbau im Jahr 2006 wird das Haus von seinen neuen Eigentümern Volker Esch und Nicole Schauten bewohnt. Mit dem Mühlrad wollen sie in absehbarer Zeit ein Stromgenerator antreiben.[2] Über der Eingangstür befindet sich ein barockes Wappen von Dalwigk-Lichtenfels: im silbernen Felde zwei, unten durch einen Kolben verbundene, nach oben auswärts gebogene Hirschgeweihe. Jede äußere Geweihseite ist mit zwei weißen (1 und 3) und zwei roten (2 und 4) Rosen geschmückt. Der offene Helm zeigt einen schwarz und silber gestreiften Turnierwulst, auf dem ein Kranz aus weißen und roten Rosen liegt, über dem eine rote, ein schwarze und in der Mitte eine weiße Straußenfeder aufragt. Ferdinand Ernst von Dalwigk-Lichtenfels heiratete im Jahr 1706 Maria Sophia Freiin von Blankart. Die Familie wohnte in Düsseldorf. In der Mühle wohnte jeweils die betreibender Müller zur Pacht.[3]


Blankartsmühle (Ahrweiler) 1 - Heinz Grates.jpg
Blankartsmühle (Ahrweiler) 2 - Heinz Grates.jpg

Standort

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Chronik[4]

14. Jahrhundert: Als die Ritter von Fischenisch im 14. Jahrhundert die Burg Kreuzberg erbauten und bezogen, kam der Fischenischer Hof samt Mühle und Zehntscheuer durch Heirat in den Besitz der Blankarts, einer Ritter- und Adelsfamilie, die vom 11. bis zum 18. Jahrhundert in Ahrweiler lebte. Seitdem wird der Hof Blankartshof genannt.

1557: "Gerhards Sohn Gerhard, testierte am 29. März 1557 in Gemeinschaft seiner Frau Katharina von Mirbach, und zeichneten sie als ihr Eigentum ... das Wohnhaus in der Ahrgasse zu Ahrweiler, die Marktmühle und Weingärten daselbst ..." (Auszug aus dem Rheinischen Antiquarius, III. Abteiltung, 10. Band).

Vor 1740 heiratete die letzte Erbin dieser Mühle, Maria Anna Elisabeth von Blankart, den Herrn von Rohe von Emot zu Drovernich.

1741 wurde die Mühle von der Familie erneuert.

1791-1814, Franzosenzeit: Die Mühle befindet sich in städtischem Besitz.

Etwa 1845 wechselte die Mühle in den Besitz der Familie Emilius, von der sie bis 1890 betrieben wurde.

Im Jahr 1900 erwarb der holländische Müllermeister van Haaren die Mühle und betrieb sie bis 1911.

1911: Kurzfristig war der Müllermeister Cyril Boeser Eigentümer der Mühle, die er an Heinrich Vogel aus Ahrweiler verpachtete. Von 1911 bis 1919 wurde die Mühle von dem Mayener Bäckermeister Bell genutzt, der in dem weiträumigen Gebäude zugleich eine Bäckerei betrieb.

Im Jahr 1927 erwarb Peter Pfahl die Mühle. Später ging sie in das Eigentum seines Schwiegersohnes Münch über.

Siehe auch

Mediografie

Marion Monreal: Blankartsmühle erwacht aus Dornröschenschlaf, general-anzeiger-bonn.de vom 24. Februar 2007

Fußnoten

  1. Quelle: Jakob Rausch: Ahrweiler besaß zwölf Mühlen, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1965
  2. Quelle: Museum und Mühle im Mittelpunkt, general-anzeiger-bonn.de vom 2. August 2014
  3. Quelle: Heinz Schönewald bei einem Schulungsrundgang mit der Ahrtal-Gästeführer e.V. zum Thema „Inschriften, Hausmarken und Wappensteine in der Ahrweiler Altstadt“ am 11. August 2016, gemäß Protokoll von Helfried Kellerhoff vom 15. August 2016
  4. Quelle: alt-ahrweiler.de: Die Mühlen in Ahrweiler (pdf, 7 Seiten), gesehen am 1. November 2014