Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

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Im Dezember 2014 wurde im Klosterforum Maria Laach das 25-jährige Bestehen des Caritasverbandes gefeiert.
Ehrengäste der Jubiläumsveranstaltung im Dezember 2014
Der Kreisbeigeordnete Horst Gies (MdL, links) zeichnete den Vorsitzenden des Caritasverbandes, Helmut Schmidt, und seinem Verband im Dezember 2014 mit der Ehrenurkunde des Kreises Ahrweiler aus.
Eberhard Thomas Müller moderierte die Jubiläumsfeier als "Gerald Gauloises".

Der 1989 gegründete Caritasverband für die Region Rhein-Mosel-Ahr e.V., zu dem u.a. die Caritas-Geschäftsstelle Ahrweiler gehört, beschäftigt 348 hauptamtliche Mitarbeiter – 110 in Ahrweiler sowie 238 in Andernach und Mayen. Rund 14 Millionen Euro beträgt das Gesamtvolumen des Caritasverbands mit seinen drei Geschäftsstellen in Ahrweiler, Andernach und Mayen jährlich.


Anschrift

St. Veit-Straße 14

56727 Mayen

Kontakt

Chronik

Mehr als 300 Gäste feierte im Dezember 2014 mit einem Gottesdienst in der Abteikirche Maria Laach und einem anschließenden Empfang im Klosterforum das 25-jährige Bestehen des am 20. November 1989 gegründeten Caritasverbandes. Hauptzelebrant Prälat Franz Josef Gebert, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes, wies in seiner Predigt auf die Bedeutung der caritativen Nächstenliebe im Leben der Kirche und in der Welt hin. Musikalisch gestaltet wurde der feierliche Gottesdienst von Thomas Schnorr an der Orgel, vom St. Matthias Chor und Mitgliedern des Städtischen Orchesters Mayen unter der Leitung von Lorenz Harig. Die 20 Kinder und Jugendlichen der Interkulturellen Hip-Hop-Werkstatt des Caritasverbands in Mayen eröffneten den Festakt. Den ernsten Hintergrund dieses Integrationsprojektes erklärte Markus Göpfert, Leiter vom Fachdienst Migration. Bei den Teilnehmern handelte es sich um Flüchtlingskinder. Die Trainings in der HipHop-Werkstatt sollen ihnen Selbstvertrauen, Sicherheit und Entspannung vermitteln. Urgestein der Caritas und seit 25 Jahren dabei war Pfarrer Helmut Schmidt, der als Vorsitzender den Festakt eröffnete und an den Anfang 25 Jahre zuvor im Bernardshof von Mayen erinnerte. Eberhard Thomas Müller moderierte die Feier. Prior-Administrator Pater Dr. Albert Sieger OSB begrüßte als Hausherr die Gäste in Maria Laach. Die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil überbrachte beste Wünsche von Landrat Dr. Alexander Saftig, dem zweiten Vorsitzenden des Caritasverbandes, und verwies auf die Bedeutung der Caritas, mit 240.000 Einrichtungen, 600.000 Mitarbeitern und 500.000 Ehrenamtlichen der „größte soziale Arbeitgeber Deutschlands.“ Der Landtagsabgeordnete Horst Gies überbrachte als Beigeordneter des Kreises Ahrweiler die besten Grüße von Landrat Dr. Jürgen Pföhler und überreichte dem Vorsitzenden und seinem Verband die Ehrenurkunde des Kreises Ahrweiler „für das herausragende soziale Engagement um die Betreuung der hilfsbedürftigen Menschen.“[1]

Die Caritas-Mitarbeiterinnen in der Region stoßen an ihre Grenzen, berichtete die Rhein-Zeitung am 28. Juni 2017: Während immer mehr Menschen auf das Hilfswerk angewiesen seien, bleibe die Zahl der Mitarbeiter gleich. Das sei bei einem Besuch von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sowie den Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil (CDU) und Detlev Pilger (SPD) bei den Caritasverbänden Koblenz und Rhein-Mosel-Ahr im Bischof-Bernard-Stein-Haus in Andernach deutlich geworden. Der Jugendmigrationsdienste (JMD) beriet im Jahr 2016 1320 Menschen (plus 41 Prozent im Vergleich zu 2015), die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) kümmerte sich um 584 Menschen (plus 30 Prozent). Katharina Bell (MBE Koblenz) sagte: „Wir haben 1,4 Personalstellen in der Migrationsberatung. Aber 7,78 wären nötig.“ Eva Pestemer (MBE Rhein-Mosel-Ahr) sagte: „Früher fiel kaum einer durchs Netz.[2]

Pfarrer Helmut Schmidt eröffnete im November 2017 im evangelischen Gemeindehaus Bad Neuenahr die 15. Mitgliederversammlung des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr. Für ihn war es die letzte offizielle Amtshandlung nach 28 Jahren im Dienst der Caritas. Weihbischof Franz Josef Gebert zeichnete Pfarrer Schmidt mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes aus. „Bis vor zwei Jahren waren Sie Vorsitzender des Verbandes“, sagte Gebert, aus bescheidenen Anfängen sei aus dem Caritas-Verband während Schmidts Amtszeit ein gutes, mittelständisches Unternehmen geworden. „Sie haben die Geschichte des Verbandes mit geprägt, aber nie allein gehandelt.“ Auch der Verbandsvorsitzende Christoph Schmitz und die Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens (Mayen und Andernach) und Richard Stahl (Ahrweiler) dankten Schmidt.[3]

Bei der 16. Mitgliederversammlung im Oktober 2019 im Klosterforum Maria Laach wurden mit Dominik Butenkemper (Andernach), Hans-Günter Fleck (Westum), Joachim Kriegel (Andernach), Joachim Moll (Sinzig), Martina Pickhardt (Vallendar), Joachim Plitzko (Mendig), Ralph Seeger (Niederkassel), Martina Wagner (Plaidt), Werner Welling (Ochtendung) und Diakon Sebastian Zinken (Sinzig) in den Caritasrat gewählt. Werner Unkelbach aus Remagen wurde zum Vertreter des Caritasverbands für die Vertreterversammlung beim Diözesancaritasverband Trier gewählt.[4]

Siehe auch

Mediografie

  • Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. (Hrsg.): Jahresbericht 2007, PDF, 20 S.
  • Eberhard Thomas Müller: "Sei froh, dass du lebst". Biographie-Projekt des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr hält Erinnerungen an Kriegs- und Nachkriegszeit wach, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2015, Seiten 211-213
  • Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens im Jahr 2014 gab der Caritasverband eine 64 Seiten starke Festschrift mit dem Titel 25 Stufen heraus.

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Pressemitteilung des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr/Eberhard Thomas Müller vom 8. Dezember 2014
  2. Quelle: Die Caritas kann nicht mehr jeden auffangen – Hilfswerk klagt über zu wenig Personal bei immer mehr Klienten, in: Rhein-Zeitung vom 28. Juni 2017
  3. Quelle: Ein Leben im Dienst der Caritas – Langjähriger Vorsitzender Pfarrer Helmut Schmidt verabschiedet, in: Rhein-Zeitung vom 24. November 2017
  4. Quelle: Caritasrat neu aufgestellt – Digitalisierung der Sozialstationen kann Chance bieten, noch näher am Patienten zu sein, in: Rhein-Zeitung vom 11. Oktober 2019