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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Abteikirche Maria Laach

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Maria-Laach 2 M.jpg
Laacher Engel
Die Klosterkirche der Benediktinerabtei Maria Laach.
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Die Krypta wird häufig für Trauungen genutzt.
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Die Friedensglocke der Benediktinerabtei wurde in der Glockengießerei des Klosters gegossen und am 2. Advent 2015 eingeweiht. Sie erklingt, wenn die Mönche für Frieden und für die Anliegen von Flüchtlingen und Vertriebenen in aller Welt beten.
Blick ins Paradies

Das Kloster in Maria Laach ist die letzte der großen Benediktinerabteien im Rheinland. Die Gründung des Klosters und der in romanischem Stil erbauten Abteikirche Maria Laach geht auf die Stiftung des Pfalzgrafen Heinrich II. und seiner Frau Adelheid zurück.

Geschichte

Im Jahr 1093 wurden die Fundamente der Kirche zu Ehren der Mutter Gottes und des heiligen Nikolaus gelegt, deren Fertigstellung der Stifter, Graf Heinrich, jedoch nicht erlebte. Er starb im Jahr 1095. Sein Nachfolger vernachlässigte das Vorhaben zunächst; doch am 24. August 1156 konnte Erzbischof Hillin von Trier das Gotteshaus weihen. 1802 wurde die Abtei im Zuge der Französischen Revolution aufgehoben und 1815 an den Freiherrn F. W. von Hacke verpachtet. Nachdem der Trierer Regierungspräsident Delius die Klostergebäude 1820 gekauft hatte, brannten sie einige Zeit später ab und gelangten 1863 in den Besitz von A. Graf Schaesberg und Louis Willemin sowie sechs Geistlichen, die ein Jesuitenkolleg gründeten, das infolge des Kulturkampfes 1872 verlegt werden musste. 1892 wurde Maria Laach von der Benediktinerabtei in Beuron aus neu besiedelt.[1]

Standort

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Baubeschreibung

Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika mit einer rund schließenden Chorapsis und ebenfalls halbrunden kleineren Apsiden an der Ostwand des Querschiffs, zwei Flanierungstürmen im Osten, einem Turm über dem Querschiff sowie einem Zentralturm und zwei Flankierungstürmen im Westen. Langhaus und Seitenschiffe haben zwischen Querschiff und Westbau fünf durchgehende Joche. An das Westende der Kirche schließt sich ein Vorhof an, das sogenannte Paradies mit einem kreuzgangartigen Umgang. Die gesamte Kirche ist etwa 66 Meter lang. Sie wurde im Wesentlichen aus heimischen Gesteinsarten gebaut, nämlich Tuffquadern und Basaltlava, zum Teil wurde allerdings auch Sand- und Kalkstein verwandt.[1]

Unter dem Ost- oder Hochchor und dem Querschiff liegt die Krypta, die wie der Hochchor mit einer halbrunden Apsis abschließt. Vier Freisäulen und entsprechende Wandsäulen tragen die Kreuzgratgewölbe des Schiffs, zwei weitere Säulen trennen Schiff und Chorraum voneinander.[1] In der Mitte der Krypta ist unter einer schlichten Mosaikplatte der erste Abt des Klosters, Gilbert († 1152), beigesetzt. Die Platte wurde erneuert; das Original-Mosaik befindet sich seit etwa 1820[2] im Landesmuseum Bonn.[3]

Fenster

Die Kirche hat drei bunte Glasfenster, die vom ehemaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer, Altbundespräsident Theodor Heuss und Peter Altmeier, früherer Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, gestiftet wurden.

Geläut

„Das Geläute der Abteikirche ist mit seinen zwölf Glocken das umfangreichste in Rheinland-Pfalz, klanglich gehört es mit zu den schönsten in Deutschland. Es sind insgesamt 14 Tonnen Bronze, deren Klang täglich zu hören ist.“[4]

Orgel

Die Hauptorgel auf der Westempore der Abteikirche wurde im Jahre 1910 von dem Aachener Orgelbauer Georg Stahlhuth erbaut – unter Wiederverwendung des Pfeifenmaterials der Chororgel von 1894. Das Instrument wurde zuletzt im Jahr 2000 von der Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co. KG Bonn restauriert.

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde der Benediktinerabtei Maria Laach e.V. am Samstag, 1. Juli 2017, sagte der Vorsitzende Gernot Mittler, das nächste Großprojekt werde die Generalüberholung der beiden Laacher Orgeln sein. Dabei sei mit Kosten von mehr als 500.000 Euro zu rechnen. Der Vorstand habe grundsätzlich beschlossen, der Mitfinanzierung der Orgelsanierung für die nächsten Jahre höchste Priorität einzuräumen, falls der Konvent den entsprechenden Auftrag erteilt und die Gesamtfinanzierung des Projekts gesichert ist.[5]

Das Grabmal Heinrichs II.

Das Grabmal des Pfalzgrafen Heinrich II. († 1095), der die Benediktinerabtei Maria Laach im Jahr 1093 stiftete, wurde um 1280 posthum als Hochgrab für ihn errichtet. Die originale Farbfassung ist erhalten. Auf dem Steinsarkophag aus Tuff mit Maßwerkblenden und Fresken, die Äbte und Mönche darstellen, ruht die aus Nussbaumholz geschnitzte Grabplatte mit der überlebensgroßen Gestalt des Stifters im höfischen Prunkgewand. In seiner rechten Hand hält der Pfalzgraf ein Modell der Abteikirche, das gotische Züge trägt. Das ist ein Hinweis auf die Ende des 13. Jahrhundert geplanten baulichen Veränderungen, die aber nur in geringem Umfang verwirklicht wurden. Das Grab hat Maße von 130 mal 106 mal 296 Zentimetern.[6]

Paradies

Der Laacher Samsonmeister, ein unbekannter mittelalterlicher Künstler, schuf zu Anfang des 13. Jahrhunderts künstlerisch herausragende Kapitellplastiken am Paradies, also an der Vorhalle der Abteikirche:[7]

  • Links vom Paradies-Eingang befindet sich die Darstellung der „Haarraufer“, um zwei Figuren – halb Mensch, halb Tier –, die miteinander ringen.
  • Eine andere Kapitellplastik zeigt ein Teufelchen, das auf einer Tafel die Sünden des Volkes notiert.
  • Am Südportal der Abteikirche ist eine Szene der Vertreibung aus dem Paradies dargestellt: Am Boden windet sich die als Drache mit Menschenkopf und Narrenkappe gestaltete Schlange. Eva sitzt auf der Schlage und rauft sich in Verzweiflung über die geschehene Sündentat die Haare.

Weitere Bilder

Außenansichten

Innenansichten

Paradies

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 Die Kunstdenkmäler des Kreises Mayen. Druck und Verlag von L. Schwan, Düsseldorf 1941, Nachdruck 1983, ISBN 3-590-32143-1, S. 287 ff.
  2. Google-Books. Abgerufen am 1. Februar 2017.
  3. Klosterlexikon Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 1. Februar 2017.
  4. Quelle: Glocken und ihre Geschichte, kasino-gesellschaft.de vom 11. Mai 2015
  5. Quelle: Petra Ochs: Freundeskreis der Abtei: Finanzstark aber überaltert – Verein hat 1726 Mitglieder – 2016 rund 160 000 Euro investiert, in: Rhein-Zeitung vom 3. Juli 2017
  6. Quelle: Schul- und Kulturabteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler (Hrsg.): Skulpturen im Kreis Ahrweiler – Katalog des Skulpturenfrühlings 1993 – 6. Kulturtage des Kreises Ahrweiler 23. April bis 31. Mai 1993, Redaktion und Katalogtexte von Elisabeth Franke und Leonhard Janta, Warlich Druck und Verlagsgesellschaft mbH 1993, 55 Seiten, Seite 8
  7. Quelle: Schul- und Kulturabteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler (Hrsg.): Skulpturen im Kreis Ahrweiler – Katalog des Skulpturenfrühlings 1993 – 6. Kulturtage des Kreises Ahrweiler 23. April bis 31. Mai 1993, Redaktion und Katalogtexte von Elisabeth Franke und Leonhard Janta, Warlich Druck und Verlagsgesellschaft mbH 1993, 55 Seiten, Seite 9