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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Fliegerdenkmal Bad Bodendorf

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Das Fliegerdenkmal an der Einmündung der Straße Vorm Buchholz in die Straße Am Kurgarten im Kurgebiet von Bad Bodendorf erinnert vermutlich an den Absturz eines belgischen Flugzeugs am 31. März 1950. Um das Denkmal herum sind in den vergangenen Jahren Häuser gebaut worden, das Denkmal selbst aber wird allem Anschein nicht mehr gepflegt.


Fliegerdenkmal BaBo 1.jpg
Das Denkmal in der Totale.
Fliegerdenkmal BaBo 2.jpg

Standort

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Sonstiges

Laut mündlicher Überlieferung von Bewohnern des Kurviertels hat der belgische Pilot, der mit seinem Flugzeug aus Richtung Oberwinter kam, nicht den Schleudersitz betätigt, um sich selbst zu retten, und sein Flugzeug unkontrolliert abstürzen lassen. Stattdessen habe er sein Flugzeug bewusst in den Mühlenberg (Nähe "Vorm Buchholz") gelenkt. Somit habe er sein Leben geopfert, um eine Katastrophe zu verhindern. Auch die Ehrungen der belgischen Armee deuten auf ein heldenhaftes verhalten hin und nicht auf einen simplen Absturz.

An der Absturzstelle fand damals eine sehr große Trauerfeier statt, zu der die Anwohner des Kurviertels dem belgischen Militär Stühle zur Verfügung stellten. In den Jahren bis etwa 1985 standen an Feiertagen und jeweils am Jahrestag des Absturzes Kerzen an dem Denkmal. Auch Blumen aus Wald und Wiese, von Kindern in Marmeladengläsern drapiert, fand man oft. Die Inschrift wurde immer wieder nachgepinselt und trat goldfarben hervor. Zumindest unter den Zeitzeugen war eine lebenslange "Dankbarkeit" für den Piloten festzustellen. Mit dem Aussterben dieser Generation im Kurviertel ist der Brauch erloschen.

Das Denkmal stand ursprünglich direkt am Waldrand. Wo jetzt der Hauseingang von "Vorm Buchholz 1" ist, steht noch eine der Eichen, die einst das Denkmal und zwei Ruhebänke flankierten. Es war ein sehr schöner, malerisch Ort unter einem Blätterdach. Von den Kindern des Kurviertels als Spielplatz und Treffpunkt benutzt, von Spaziergängern als Rastplatz.

Auf dem Gedenkstein befand sich bei seiner Einweihung eine Bronzeplastik des Flugzeuges. Diese verschwand allerdings innerhalb kürzester Zeit. Die leere Eisenstange ragte noch Jahrzente aus dem Stein. Mit dem Bauvorhaben des Mehrfamilienhauses am ursprünglichen Standort wurde das Denkmal versetzt. Es steht nun ungepflegt und unbeachtet in einer Grünanlage. Der Stein ist heute rau und verwittert, die goldene Schrift verblasst. Die Anwohner nutzen die Grünanlage als Hundetoilette, und Blumen findet man nur noch selten vor.

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