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Kreissparkasse Ahrweiler

Gefahrstoffzug für den Landkreis Ahrweiler

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Der Gefahrstoffzug für den Landkreis Ahrweiler besteht aus den Teileinheiten Ahrbrück, Ahrweiler, Burgbrohl sowie Remagen. Zusammen mit Experten der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) ist er schwerpunktmäßig für Gefahrstoffunfälle in Unternehmen, auf der Autobahn 61 und für die Linke Rheinstrecke zwischen Brohl und Rolandseck zuständig. Im Bedarfsfall werden Experten der Tuis (Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem), einer Organisation der chemischen Industrie, hinzugezogen. Die Feuerwehr ist dabei vor allem auf die Erstmaßnahmen ausgerichtet.[1]


Zugführung

Fahrzeuge

  • AC-Erkunder
  • Dekon-P
  • GW-AS
  • GW-G1
  • GW-G2
  • MeF-G

Ausrüstung

Zur Ausrüstung des Gefahrstoffzuges gehören Spezialanzüge, die fünf Kilogramm leichter sind als Standardanzüge und mehr Bewegungsfreiheit lassen.

Entwicklung

Im Januar 2012 erhielt der Zug eine neue Ausrüstung. Waren die Wehrleute bis dahin mit rund 15 Kilo schweren Ganzkörper-Anzügen im Einsatz, so tragen sie seitdem britische Modelle. Der Kreis Ahrweiler beschaffte 18 neue Anzüge, die mit jeweils nur fünf Kilo Eigengewicht und einem Zuschnitt im „Schmetterlingsformat“ im Ernstfall für mehr Bewegungsfreiheit sorgen sollen. Zudem bieten die 1000 Euro teuren Modelle einen besseren Schutz und sind im Endeffekt auch kostengünstiger, obwohl sie nur einmal nutzbar sind und dann entsorgt werden müssen. Dafür sind sie fünf Jahre wartungsfrei. Die alten Anzüge schlugen jeweils mit 3500 Euro zu Buche und mussten alle sechs Monate für je 70 Euro durch den TÜV. Bei gleicher Gelegenheit erhielt der Zug neue Messgeräte. Insgesamt investierte der Kreis 31.000 Euro; der Landeszuschuss betrug 6000 Euro. Gerhard Uelpenich und Dieter Sebastian, zwei Experten der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz, hatten vor der Anschaffung beraten. „Mit den neuen Anzügen sind wir Vorreiter in Rheinland-Pfalz“, freuten sich Zugführer Friedhelm Jakobs und Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher. Und: „Wir sind damit einen innovativen Weg gegangen, und es hat viele Fachgespräche gegeben bis wir gesagt haben: `Dieser Anzug ist der richtige.´“[2]

Am 1. April 2015 wurde der GW-G1, der bis dahin in Altenahr stationiert war, nach Ahrbrück verlegt.

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Frieder Bluhm: Feuerwehr muss längst nicht nur löschen können - Einheiten haben spezielle Aufgaben, in: Rhein-Zeitung vom 29. Juli 2014
  2. Quellen: General-Anzeiger vom 4. Februar 2012 und Günther Schmitt: Wenn gefährliche Stoffe austreten - Spezialeinheit probte im Gewerbegebiet Remagen den Ernstfall, general-anzeiger-bonn.de vom 22. Oktober 2014