Harterscheid (Sinzig)

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Das Hennes-Schneider-Haus steht oberhalb von Königsfeld am Südrand des Harterscheides.

Der Harterscheid (Scheid = Wasserscheide) ist ein Waldgebiet zwischen Löhndorf, Königsfeld und Franken. Der Name leitet sich aus dem Grundwort „scheid“ (keltisch „keiton“) für Wald/Holz und „hart“ für Bergwald ab.


Revierförster[Bearbeiten]

Stephan Braun

Chronik[Bearbeiten]

Im Jahr 1787 wurde in Sinzig der bisher gemeinsam genutzte Harterscheid zwischen den umliegenden Orten Koisdorf, Franken, Löhndorf, Sinzig und Westum aufgeteilt. Die Anteile von Sinzig, Koisdorf, Westum und Löhndorf verblieben dabei im Besitz der jeweiligen Gemeinde. Die Einwohner von Franken hingegen teilten sich den Wald als Privatbesitz untereinander auf.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der größte Teil befindet sich im Eigentum der Stadt Sinzig. Es handelt sich um einen der ältesten Forste im Kreis Ahrweiler. Im frühen Mittelalter war er ein Teil des Königsgutes (fiscus) Sinzig. Im Laufe der Jahrhunderte erlangte die Reichsstadt Sinzig die Eigentumsrechte an einem Teil des Waldes. Im 19. Jahrhundert baute die Stadt Sinzig das Forsthaus Dachsbach als Dienst- und Wohnsitz für den städtischen Revierförster an der östlichen Grenze des Stadtwaldes. Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts lebten die Förster mit ihren Familien dort (heute Privatbesitz). In römischer Zeit befand sich eine villa rustica im Bereich des heutigen Harterscheides, was auf eine großflächige Rodung des Waldes schließen läßt. Heute zeichnet sich der Harterscheid durch seine großflächigen naturnahen Buchen-Eichen-Mischbestände aus.[1]

Folgende historische Wege führten durch den Harterscheid:

Siehe auch[Bearbeiten]

Mediografie[Bearbeiten]

Fußnoten