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Katholische Frauengemeinschaft Löhndorf

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Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Katholischen Frauengemeinschaft „St. Georg“ Löhndorf, das im Sommer 2017 gefeiert wurde, umschrieb Blick aktuell - Sinzig die Aktivitäten der Frauengemeinschaft. Danach gehen die während der Frauengottesdienste gesammelten Kollekten seit 43 Jahren an das Aussätzigenhilfswerk in Würzburg. Im Wechsel mit der kfd-Ortsgruppe Westum werde der Weltgebetstag der Frauen gestaltet. Höhepunkt im Jahreslauf sei seit 43 Jahren der von den Frauen veranstaltete Adventsbasar, dessen Erlös ebenfalls an das Aussätzigenhilfswerk gehe. Weitere Aktivitäten seien gemeinsame monatliche Wanderungen, Tages- und Halbtagesausflüge, der Pilgergang zur Lourdeskapelle nach Bachem, die Feier des Anna-Tages und die Gratulation der Mitglieder ab dem 80. Lebensjahr. Wichtig sei den kfd-Frauen auch der gute Kontakt zu den Ortsvereinen sowie der Kontakt der kfd-Ortsgruppen im Dekanat untereinander. Die katholischen Frauen aus Löhndorf beteiligen sich außerdem am Spendenprojekt des Bistums Trier „Rojava“ zur Unterstützung syrischer Frauen beim Aufbau der zerstörten Gemeinschaften und der Infrastruktur im Kriegsgebiet.[1]


Diese in den Torbogen eingelassene Skulptur der Sozialheiligen St. Elisabeth wurde im Sommer 2007 von der Frauengemeinschaft anlässlich ihres 90-jährigen Bestehens gestiftet.

Chronik

Der Pallottiner-Pater Franz Gippert regte im Frühjahr 1917, wahrscheinlich nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, an, in Löhndorf eine Frauengemeinschaft zu gründen. Vier Frauen – der Vorstand – gründeten mit rund 69 Mitgliedern am 29. Juli 1917 die kfd Löhndorf, die sich damals noch Mütter- und Jungfrauenverein nannte.[2]

Eine in den Alten Torbogen Löhndorf integrierte Skulptur der Sozialheiligen St. Elisabeth, eine Arbeit von Titus Reinarz, wurde im Sommer 2007 von der kfd Löhndorf anlässlich ihres 90-jährigen Bestehens gestiftet.

Am Samstag, 29. Juli 2017, feierte die kdf Löhndorf ihr 100-jähriges Bestehen. Susanne Dittrich ist zu dieser Zeit Vorsitzende der mehr als 100 Mitglieder zählenden Löhndorfer kdf. Dabei ist das jüngste Mitglied 28, das älteste 92 Jahre alt. Nach der Jubiläums-Festmesse feierten die Frauen das 100-jährige Bestehen im Gasthaus „Zur Krähe“. Pastor Werner Frank zelebrierte die Festmesse, bei der auch die restaurierte erste Marienfahne der kfd Löhndorf neu eingesegnet wurde. Grußworte und Gratulationen gab es noch im Gotteshaus von Bürgermeister Wolfgang Kroeger, von Marita Fitzke vom Diözesanvorstand der kfd, von Karin Bernd vom Dekanatsvorstand und von der Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil, die im Juni 2017 zur Bundesvorsitzenden der kfd als der größten Frauengemeinschaft Deutschlands gewählt worden war. Neben den Mitgliedern und ihren Familien konnte die Vorsitzende Susanne Dittrich später in der „Krähe“ auch den Kreisbeigeordneten Friedhelm Münch, die städtische Beigeordnete Charlotte Hager und Ortsvorsteher Michael Kappl begrüßen. Prälat Dr. Peter Prassel galt ein besonderer Gruß, denn seine Mutter Gretchen hat die kfd Löhndorf erheblich geprägt. „Geld gaben die kfd-Frauen über die Jahrzehnte für Weihwasserbehälter, Kelchtücher, die katholische Jugend, Messgewänder, Gardinen für die Sakristei oder die Steinskulptur der heiligen Elisabeth, die ihren Platz im historischen Torbogen Löhndorfs gefunden hat“, berichtete die Rhein-Zeitung anlässlich des Jubiläums. Außerdem habe es eine „Babyaktion für Polen“ und einen Hilfsfonds für eine Not leidende Familie gegeben. Das Spendensammeln sei nach wie vor eine zentrale Aufgabe der Frauengemeinschaft. Beim jährlichen Adventsbasar am Totensonntag, dem Sonntag vor dem ersten Advent, würden bis zu 3000 Euro eingenommen. Intern wird dieser Basar auch „Leprabasar“ genannt. 43 Jahre zuvor sei er nämlich von der langjährigen Vorsitzenden Gretchen Prassel zur Unterstützung des Aussätzigen-Hilfswerks Lepra und Tuberkulose ins Leben gerufen worden. Seit vielen Jahren werden die Einnahmen, zu denen auch die Kollekte aus der Frauenmesse gehören, gesplittet. Seitdem haben die katholischen Frauen aus Löhndorf das Hospiz, die Remagener Palliativstation und die „Freien Frauen von Rojava“, ein Spendenprojekt des Bistums Trier für in Syrien lebende Witwen, finanziell unterstützt. In früheren Zeiten führten die Mütter ihre Töchter und Schwiegertöchter in die Gemeinschaft der katholischen Frauen ein. „Spätestens dann, wenn eine Frau mit dem Kinderwagen im Dorf unterwegs war, wurde sie von der jeweiligen Vorsitzenden schnell einkassiert“, erinnerte sich Christa Thiem im Gespräch mit der Rhein-Zeitung (RZ). Und das sei auch gut so gewesen, schrieb RZ-Reporterin Judith Schumacher, „denn die Zeit bei den Messen in der Kirche sei häufig die einzige Gelegenheit für die Frauen gewesen, einmal Ruhe zu haben.“ Dank jährlicher Bustouren und Wallfahrten hätten die Frauen einen Tag lang dem Alltag entfliehen können. Zu den Aktivitäten gehören nach wie vor Marienwallfahrten, Frauenmessen und meditative Abendwanderungen. Im Wechsel mit der Katholischen Frauengemeinschaft Westum veranstalten die Löhndorfer Frauen den überkonfessionellen Weltgebetstag der Frauen. Anlässlich des Jubiläums wurde eine Kunststele angefertigt, die später im Pfarrgarten an das 100. Jubiläum der kfd Löhndorf erinnern.[3]

Fußnoten

  1. Quelle: Katholische Frauengemeinschaft St. Georg Löhndorf feierte 100-jähriges Bestehen – Marienfahne wurde neue eingesegnet – Gäste würdigten die Arbeit der kfd als wichtigen Beitrag zum Allgemeinwohl im Ort, blick-aktuell.de vom 1. August 2017
  2. Quelle: Katholische Frauengemeinschaft St. Georg Löhndorf feierte 100-jähriges Bestehen – Marienfahne wurde neue eingesegnet – Gäste würdigten die Arbeit der kfd als wichtigen Beitrag zum Allgemeinwohl im Ort, blick-aktuell.de vom 1. August 2017
  3. Quellen: Judith Schumacher: Löhndorfer kfd-Frauen können feiern – Die Gemeinschaft begeht am Samstag ihr 100-jähriges Bestehen – Chronik erlaubt Blick zurück, in: Rhein-Zeitung vom 28. Juli 2017, und Katholische Frauengemeinschaft St. Georg Löhndorf feierte 100-jähriges Bestehen – Marienfahne wurde neue eingesegnet – Gäste würdigten die Arbeit der kfd als wichtigen Beitrag zum Allgemeinwohl im Ort, blick-aktuell.de vom 1. August 2017