FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Kunstschmiede der Benediktinerabtei Maria Laach

Aus AW-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wegweiser zur Kunstschmiede
Maria Laach - Heinz Grates (106).jpg
Bronzeskulptur „Janara“ für das Bikini-Art-Museum in Bad Rappenau
Maria Laach - Heinz Grates (107).jpg
Ausstellung
Ausstellung

In der Kunstschmiede der Benediktinerabtei Maria Laach zählt im September 2018 fünf Mitarbeiter, darunter ein Auszubildender. Seit Anfang der 1970er-Jahre werden in der Werkstatt ausschließlich Kunstschmiedearbeiten durchgeführt – neben sakraler Kunst und Grabgestaltung sind das Zäune und Gitter, Vordächer, Geländer, Haustüren, Toranlagen, Gartenmöbel, Rosenbögen, Skulpturen und Accessoires. Außerdem wird die Laacher Kunstschmiede immer wieder mit der Restaurierung alter Werkstücke beauftragt. Neben historischen werden in der Werkstatt auch moderne Schmiedearbeiten sowie Arbeiten in Stahl und Edelstahl ausgeführt. In einem „Schaugarten“ neben der Schmiede werden Produkte aus der Werkstatt gezeigt.[1]


Leitung

Edgar Rader (seit 2004), Vorgänger: Walter Valentin (1974-2004), Christoph Fischbach (1959-1970)

Chronik

Die Kunstschmiede der Benediktinerabtei Maria Laach entwickelte sich, wie die meisten Laacher Werkstätten, allmählich aus klösterlichen Betrieben, in denen ursprünglich hauptsächlich Mönche arbeiteten. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Br. Notker Becker, der mit einigen benediktinischen Brüdern u.a. eine Goldschmiede betrieb, in der Kunstschmiede. Aufgrund einer Initiative von P. Theodor Bogler wurde daneben eine Metall-Bildhauerei aufgebaut, die ausschließlich mit Laien besetzt war. Während des Wiederaufbaus in den 1950-er Jahren war sie für Kirchen und Kapellen, aber auch für private Kunden tätig. Während dieser Zeit entstand eine Vielzahl von Kelchen, Tabernakeln, Ambonen, Kreuzen, Leuchtern, liturgischen Geräten und Bildtafeln. Während dieser Zeit wurde die Werkstätte bis 1970 von dem in Prüm geborenen Christoph Fischbach geleitet. An seiner Stelle wurde im Jahr 1973 Walter Valentin Leiter der Werkstätte. Nach dem Ausscheiden von Christoph Fischbach wurden die metallbildhauerischen Arbeiten durch die Kunstschmiede-Technik ergänzt. Walter Valentin hat während seiner Tätigkeit als Meister in Maria Laach 30 junge Menschen ausgebildet. Einer seiner Zöglinge wurde Bundessieger, drei weitere wurden Landessieger. Zum 1. September 2004 nahm Walter Valentin Abschied von Maria Laach, wo er 42 Jahre gearbeitet hatte. Bis dahin hatte er seinen eigenen Mitarbeiter Edgar Rader aus Jammelshofen als seinen Nachfolger eingeführt. Am 29. Oktober 2004 feierte Rader mit seinen Mitarbeitern, den Laacher Handwerkern und auch unter Anwesenheit von Abt Benedikt Müntnich und vielen Laacher Mönchen seinen Einstand in der Werkstätte der Laacher Kunstschmiede. Am diesem Tage nahm dann aber auch offiziell Walter Valentin seinen Abschied.[2]

Im März 2020 lieferten Edgar Rader und seine Mitarbeiter die bis dato größte figürliche Auftragsarbeit aus, die in der Laacher Kunstschmiede gefertigt wurde, und montierten sie an ihrem Bestimmungsort. Es handelte sich um die Bronzeskulptur „Janara“, die auf dem Dach des BikiniARTMuseums (BAM) in Bad Rappenau bei Heilbronn montiert wurde.[3]

Weitere Bilder

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Petra Ochs: Wenn aus simplem Eisen Kunst wird – Schmiede von Maria Laach hat eine lange Tradition, in: Rhein-Zeitung vom 25. September 2018
  2. Quelle: P. Drutmar Cremer: Leitungswechsel in der Kunstschmiede, in: Kloster-Zeitung Maria Laach Nr. 1/2004 vom 16. Dezember 2004, S. 6 f. (pdf, 14 Seiten
  3. Quelle: „Bikiniboxerin“ Janara steht für Selbstbestimmung der Frau – Laacher Kunstschmiede fertigt zehn Meter hohe Skulptur für das BikiniARTMuseum, in: Rhein-Zeitung vom 18. März 2020