Petras Lädchen
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Namensgeberin und Gründerin von Petras Lädchen ist die Landtagsabgeordneten Petra Elsner; betrieben wird der Gebrauchtkleiderladen von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft.
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Anschrift
Jesuitenstraße 26
Kontakt
Telefon 02641 / 21313
Öffnungzeiten
- Montag bis Freitag 15-18 Uhr
- Samstag 11-13 Uhr
Gründung und Entwicklung
Petras Lädchen wurde im Jahr 1977 von seiner Namenesgeberin Petra Elsner und weiteren Frauen aus dem SPD-Ortsverein Bad Neuenahr-Ahrweiler als ehrenamtlich geführter Gebrauchtkleiderladen in der Sebastianstraße in Bad Neuenahr eröffnet. In diesem Laden, der später in die Nordstraße 1 umzog, wird überwiegend gebrauchte Kleidung angeboten. Der Gewinn sollte, so die "Geschäftsidee", Ganztagskindergärten und Ganztagskinderhorten zur Verfügung gestellt werden. Es dauerte acht Jahre, bis dieses Ziel umgesetzt werden konnte und Hortplätze in der Stadt eingerichtet wurden - der Laden allerdings existierte weiter und wurde zu einer festen Adresse für Menschen, die preiswerte Kleidung und die Ansprechpartnerinnen suchen, mit denen es sich gut über politische, gesellschaftliche und auch über ganz alltägliche Themen diskutieren lässt. Nach erneutem Umzug befindet sich Petras Lädchen seit November 2009 in der Jesuitenstraße 23.
Das Lädchen ist an sechs Tagen in der Woche und 51 Wochen im Jahr geöffnet. Lediglich zwischen Weihnachten und Neujahr ist geschlossen. In dieser Zeit findet immer eine große Spendenfeier statt. Denn die Erlöse aus ihrer Arbeit spenden die Lädchenfrauen an soziale Institutionen. Nicht nur Selbsthilfegruppen aller Arten und Projekte für Frauen, Familien und Jugendliche profitierten von ihrem Einsatz. Auch Schulen, Kindergärten und Kinderheime in der Region freuen sich über finanzielle Unterstützung. Das privat geführte Frauenhaus für den Kreis Ahrweiler konnte im Jahr 1995 nur entstehen, weil die Lädchenfrauen für eine Anschubfinanzierung sorgten.
An die 300.000 Euro wurden in den 30 ersten Jahren vergeben. Bis 2010 wurden aus den Einnahmen des Ladens etwa 400.000 Euro an gemeinnützige Organisationen gespendet. Immer wieder kamen Briefe verschiedenster sozialer Institutionen mit der Bitte um Unterstützung. Die Lädchenfrauen beraten und beschließen die Spenden gemeinsam. Und meist kann geholfen werden. Seit etlichen Jahren zeichnet sich die Tendenz ab, dass neben Ausländern immer mehr Bürgerinnen und Bürger aus der Region nicht nur als Kleiderspender, sondern auch als Kunden ins Lädchen kommen.
Spender stellen dem Laden nicht mehr benötigte und gut erhaltene Kleidung zur Verfügung. Möbel und Elektrogeräte können aus Platzgründen allerdings nicht angenommen werden.
Landrat Dr. Jürgen Pföhler zeichnete Petras Lädchen im Mai 2011 mit der Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler aus. Das Lädchen sei eine feste Größe in der Kreisstadt, hieß es in seiner Laudatio. Seit der Eröffnung im Jahr 1977 hätten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft mit ihrem Gebrauchtkleiderladen für soziale Zwecke engagiert. Pföhler: „Seit der Gründung konnten so schon rund 400.000 Euro gespendet werden.“ Auch hätten die 20 Frauen, die an sechs Tagen pro Woche den Laden ehrenamtlich betreiben, stets ein offenes Ohr für die Sorgen ihrer Mitbürger. „Und das ist manchmal wichtiger als die Linderung materieller Not“, betonte der Landrat.“[1]
siehe auch
Weblink
AsF vor Ort - 30 Jahre Petras Lädchen
Fußnoten
- ↑ Quelle: General-Anzeiger vom 25. Mai 2011

