Heinz Korbach

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AW-Landrat Heinz Korbach (l.) händigte Josef Heinen (r.), der im Jahr zuvor vom Staats Israel als „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet worden war, 1970 das Bundesverdienstkreuz aus.

Heinz Korbach (* 8. Dezember 1921 in Koblenz-Pfaffendorf; † 9. Dezember 2004) war von 1965 bis 1973 Landrat des Kreises Ahrweiler und anschließend bis 1986 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Koblenz. In seiner Zeit als Landrat an der Ahr schrieb er einige Beiträge für das Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler.


Vita[1][Bearbeiten]

Heinz Korbach gehörte nach dem Krieg zur Generation der ersten Männer beim Wiederaufbau von Politik und öffentlicher Verwaltung in Rheinland-Pfalz. Von 1965 bis 1973 war er Landrat des Kreises Ahrweiler.

Nachwirkungen von Korbachs Wirkens als Kreischef sind heute noch sichtbar - nicht nur an Brohlbach, Rhein und Ahr, sondern auch weit darüber hinaus. Denn nach seiner Zeit im AW-Kreis war er 14 Jahre lang, bis 1986, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Koblenz. Christoph Böhr, ehemaliger Landeschef der CDU, würdigt Korbach einmal als "Wegbereiter des modernen Rheinland-Pfalz". Und der damalige Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), zu dessen Berater- und Vermittlerkreis Korbach gehörte, sagte, nachdem Korbach am 9. Dezember 2004 verstorben war, er trauere um einen erfahrenen und ehrlichen Mann, dessen Rat er sehr geschätzt habe.

Jahrzehnte zuvor schon, bei einem Empfang anlässlich des 50. Geburtstages von Landrat Heinz Korbach am 8. Dezember 1971 im Kreishaus in Ahrweiler, hatte Helmut Kohl, damals Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, gesagt, neben seinen hohen beruflichen Qualitäten seien es vor allem die menschlichen Eigenschaften, die jeder spüre, der mit Korbach zu tun habe. Man gewinne sofort den Eindruck, dass im dienstlichen Gespräch zugleich ein persönliches Interesse mitklinge.

Während der acht Jahre, in denen Korbach an vorderster Front die Geschicke des AW-Kreises lenkte, machten Neuorganisation und Ausbau des Schulwesens große Fortschritte: Vier Realschulen wurden neu gebaut, das Peter-Joerres-Gymnasium in Ahrweiler erweitert, das Rhein-Gymnasium in Sinzig sowie vier Sonderschulen gegründet und der Aufbau des Sonderschulzentrums in Bachem begonnen. Außerdem sind die Krankenhaus-Neubauten in Adenau, Bad Neuenahr und Remagen fertiggestellt worden. Mehrere Alten- und Pflegeheime wurden neu oder ausgebaut.

Heinz Korbach, im Stadtteil Pfaffendorf geboren, hatte in Koblenz die Volks- und Handelsschule besucht. Dann absolvierte er eine kaufmännische Lehre. Von 1940 bis 1945 war er Soldat, bevor er bis 1947 als Polizist im Polizeipräsidium Koblenz arbeitete.

Korbach war Gründungsmitglied der rheinland-pfälzischen CDU. Früh zeigte sich, dass er ein Händchen fürs Lenken und Verwalten hatte: 1947 wurde er vorläufiger Landesgeschäftsführer der Jungen Union und von 1947 bis 1960 führte er die Geschäfte der rheinland-pfälzischen CDU. 1948 wurde Korbach Stadtverordneter in Koblenz, von 1951 bis 1965 war er Abgeordneter des Landtags in Mainz. Während dieser Zeit übernahm er das Amt des Bürgermeisters von Weißenthurm, das er von 1960 bis 1965 innehatte.

Im zweiten Jahr von Korbachs Zeit als Landrat des Kreises Ahrweiler konnte die Kreisverwaltung in das neue Verwaltungsgebäude an der Wilhelmstraße in Ahrweiler einziehen. Er selbst war einer der vier Väter des 1972 eröffneten Rotweinwanderwegs, und unter maßgeblicher Beteiligung des Kreises und damit von CDU-Politiker Heinz Korbach wurden damals die Vereinigten Ahr-Winzergenossenschaften gegründet, die heutige Dagernova Weinmanufaktur. In Korbachs letztem Jahr an der Ahr übernahm der Kreis die Müllentsorgung.

Der Landrat selbst und seine Familie wohnten übrigens noch im Obergeschoss des alten Kreishauses. Korbachs Kinder lernten dort das Radfahren.

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

St. Hubertus Schützenbruderschaft 1877 Rheineck e.V.

Siehe auch[Bearbeiten]

Heinz-Korbach-Hütte

Mediografie[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

Wikipedia: Heinz Korbach

Fußnoten