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Heinz Korbach

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Heinz Korbach (* 8. Dezember 1921 in Koblenz-Pfaffendorf; † 9. Dezember 2004) war Landrat des Kreises Ahrweiler und Regierungspräsident des Regierungsbezirks Koblenz. Für das Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler schrieb er einige Beiträge[1].


Vita

Der gebürtige Koblenzer gehörte zu den Männern der ersten Stunde beim Wiederaufbau - im Koblenzer Stadtrat, im Landtag von Rheinland-Pfalz und als Bürgermeister von Weißenthurm.

Die Spuren seines Wirkens sind noch vielfach sichtbar - zum Beispiel auf dem Rotweinwanderweg an der Ahr, wo er neun Jahre lang Landrat war. 14 Jahre lang führte Korbach die Bezirksregierung Koblenz, für deren Erhalt er im Ruhestand kämpfte. In diese Amtszeit fallen Stadtsanierungen und Bauleitpläne, die bis heute die Regionen prägen.

Die Beliebheit Korbachs zeigt die Zahl seiner Ehrenpräsidentschaften: im Landes-DRK, bei den Schützen der Diözese Trier und der KPV. Der ehemalige CDU-Landeschef Christoph Böhr würdigt ihn einmal als "Wegbereiter des modernen Rheinland-Pfalz". Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte nach Korbachs Tod, er trauere um einen "erfahrenen und ehrlichen Mann, dessen Rat ich sehr geschätzt habe"; denn Korbach gehörte zu Becks "Berater- und Vermittlerkreis".

Über die Projekte, die Korbach als Landrat des AW-Kreises abschloss oder begann, berichtete Ignaz Görtz im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler für das Jahr 1974:

Vielfältig waren die Aufgaben, und in den rund acht Jahren, die Heinz Korbach als Landrat im Kreise Ahrweiler tätig war, kamen weitere hinzu. Vieles konnte abgeschlossen werden, anderes ist in Angriff genommen, ist in der Planung oder Ausführung. Die Neuorganisation und der Ausbau des Schulwesens machten große Fortschritte: Neubau von vier Realschulen, Erweiterung des Gymnasiums Bad Neuenahr-Ahrweiler, Einrichtung des Rhein-Gymnasiums in Sinzig, Gründung von vier Sonderschulen und Beginn des Neubaus Sonderschulzentrum Bad Neuenahr-Ahrweiler. Einen vorläufigen Abschluß fand der Ausbau des Krankenhauswesens durch die Fertigstellung der Krankenhausneubauten in Adenau, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Remagen. Im Bereich der Altenfürsorge wurden Alten- und Pflegeheime weiter aus- und neugebaut, ein Altenplan wurde erstellt. Im Zuge der kommunalen Neuordnung wurde die territoriale Verwaltungsneugliederung, die eine Vergrößerung des Kreisgebietes um Teile des aufgelösten Kreises Mayen und die Zusammenlegung von Gemeinden innerhalb des Kreises brachte, zu einem gewissen Abschluß geführt. Der Neubau des Landratsamtes konnte 1966 bezogen werden. Im Bereich der Raumordnung und der Regionalplanung trat der Kreis Ahrweiler der Planungsgemeinschaft „Region Mittelrhein" bei, ließ von Prof. Dr. Isbary das Gutachten über die "Möglichkeiten der Entwicklung und Erschließung des Landkreises Ahrweiler unter Berücksichtigung der Raumordnungsfragen in den benachbarten Kreisen" erstellen und leitete die Nahbereichsuntersuchung Adenau ein. Zur Förderung des Weinbaus wurde unter maßgeblicher Beteiligung des Kreises die „Vereinigte Ahr-Winzergenossenschaften GmbH" (Ahrtal-Kellerei) gegründet. Zwischen Altenahr und Lohrsdorf entstand der Rotweinwanderweg. Eine großräumige Lösung der Wasserfrage wird durch die Übernahme der Wasserversorgung auf den Kreis im Wege der Kompetenz-Kompetenz und Einleitung der Planungen angestrebt. Die Müllbeseitigung wurde dem Kreis durch das Abfallgesetz ab 1. Januar 1973 zugewiesen.[1]

Mitgliedschaft

St. Hubertus Schützenbruderschaft 1877 Rheineck e.V.

Siehe auch

Heinz-Korbach-Hütte

Mediografie

Weblink

Wikipedia: Heinz Korbach

Fußnoten