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Kreissparkasse Ahrweiler

Josef Heinen

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Der Name von Josef Heinen (* 1898, † 23. Dezember 1989) aus Ahrweiler ist in der Gedenkstätte Yad Vashem bei Jerusalem verewigt, im „Garten der Gerechten“ steht ein Baum für ihn. Als 55. Deutscher seit der Gründung von Yad Vashem (1963) wurde er im Jahr 1969 in die Liste der Gerechten der Völker aufgenommen.


Vita

Josef Heinen, 1889 in Ahrweiler geboren, wuchs er mit der christlichen Tradition und den Werten der St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft Ahrweiler e.V. auf. Der General-Anzeiger berichtete am 9. November 2011:

Heinen führte ein Möbelgeschäft. Einer seiner Lieferanten war Gerd Sonnenfeld aus Köln, ein Jude und Freund Heinens. 1941 stand die Familie Sonnenfeld kurz vor der Deportation in ein Vernichtungslager. Während eines Bombenangriffs holte Heinen die komplette Familie Sonnenfeld samt Eltern per Lastwagen in Köln ab und brachte sie in sein Wochenendhaus bei Liers. Das kaum vorstellbare: Fast vier Jahre lang blieb die jüdische Familie unentdeckt, wurde von Heinen mit Lebensmitteln und allem nötigen versorgt. Gerd Sonnenfeld in seiner Stellungnahme an Yad Vashem: „Josef Heinen scheute sich nicht, uns an den Wochenenden zu besuchen, trotz der Gefahr, die ihm wegen des Versteckens von Juden drohte.“

Diese Tat der Menschlichkeit wurde am 20. Juli 1969 mit der Urkunde des „Instituts für Märtyrer und Helden“, so der Name von Yad Vashem, gewürdigt. Josef Heinen starb am 23. Dezember 1989 im Alter von 91 Jahren in seiner Heimatstadt. Er wurde auf dem Bergfriedhof Ahrweiler beerdigt.

Die Grabstätte von Josef Heinen befindet sich auf dem Bergfriedhof Ahrweiler.

Chronist Karl Heinen regte beim Hutenfest der Hutengemeinschaft "Hl. Maria" Adenbachhut Ahrweiler am 31. Januar 2015 ein Ehrengrab für Josef Heinen an.[1]

Sonstiges

Sibylla Cronenberg wurde ebenfalls als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Gabi Geller: Adenbachhut feiert ihr Patronatsfest - Festrede über Wolfgang Müller, in: Rhein-Zeitung vom 2. Februar 2015