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Alten- und Pflegeheim "St. Vinzenz" Heimersheim

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Das Alten- und Pflegeheim "St. Vinzenz" Heimersheim, vor dem Katholischen Pfarrheim "St. Mauritius" und dem Katholischen Kindergarten "St. Mauritius" gelegen, wurde im Jahr 1959 offiziell als Altenheim anerkannt. Zunächst bot es Platz für 30 Bewohner. Trägerin ist seit 1993 die Cusanus Trägergesellschaft Trier mbH (CTT), die Verwaltung obliegt der Marienhaus Senioreneinrichtung GmbH. Gebäude-Eigentümerin ist die Katholische Pfarrgemeinde "St. Mauritius" Heimersheim. Bis zum Jahr 2043 läuft ein über 50 Jahre währender Nutzungsvertrag mit der Pfarrgemeinde St. Mauritius zur Verwendung als Alten- und Pflegeheim. Zum 31. März 2017 wurde das Haus geschlossen.


Altenheim St Vinzenz.jpg
Alten- und Pflegeheim "St. Vinzenz" Heimersheim.
Die zur Heppinger Straße hin gelegene Frontseite mit der vorgebauten Kapelle
Rückwärtige Hofseite

Anschrift und Standort

Heppinger Straße 22

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Heimersheim)

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Kontakt

Träger

Cusanus Trägergesellschaft Trier mbH (CTT) (seit 1993)

Leitung

Gründung und Entwicklung

Das Alten- und Pflegeheim "St. Vinzenz" geht auf den ehemaligen Heimersheimer Pfarrer Heinrich Winter zurück. Unter seiner Leitung wurde das "Klösterchen", wie es in Heimersheim bald genannt wurde, in den Jahren von 1912 bis 1914 gebaut. Aus Köln-Nippes brachte Pfarrer Winter Vinzentinerinnen nach Heimersheim. Sie übernahmen dort die Betreuung im Kindergarten, gründeten eine Nähschule und boten Kochkurse an. Ihr Hauptanliegen aber war die ambulante Pflege. Bei der Auswahl eines Schutzpatrons für die Einrichtung fiel die Entscheidung deshalb für St. Vinzenz.[1]

Aber erst am 24. Februar 1959, unter Pfarrer Heinrich Holzmann, wurde das Klösterchen nach Renovierung und Erweiterung zum Alten- und Pflegeheim "St. Vinzenz". Der linke Gebäudeflügel war zuvor neu gebaut, der rechte zum Teil aufgestockt und die Kapelle neu gebaut worden.

Weil der Bedarf an Heimplätzen weiter stieg, entschloss man sich im Jahr 1972 zu einem weiteren Erweiterungsbau, der im Dezember 1974 fertig gestellt wurde. Dieser Anbau bot erstmals einen Aufzug und ein Spezialbad für pflegebedürftige Menschen.

Nachwuchsmangel und Überalterung zwangen die Vinzentinerinnen dazu, das Klösterchen am 31. Dezember 1976 zu verlassen. Die Katholische Pfarrgemeinde "St. Mauritius" Heimersheim trug von diesem Tag an allein die Verantwortung für das Heim mit seinen damals 46 Bewohnern. Die ehemaligen Zimmer der Schwestern wurden für Senioren eingerichtet. Und bald stieg die Zahl der Bewohner auf 75.

1990 wurde der Freundes- und Förderkreis "St. Vinzenz" e.V. Heimersheim.

Die Pfarrei übertrug das Haus im Jahr 1993 in Erbpacht an die Cusanus Trägergesellschaft Trier mbH. Die Verwaltung übernimmt heute die Marienhaus Senioreneinrichtungen GmbH, während die Pfarrei als Besitzer bei allen wichtigen Entscheidungen ein Mitspracherecht hat.

Heimleiterin Sabine Schonschek dankte im Oktober 2014 den Mitarbeiterinnen Dianne Lee Cottier (15 Jahre), Melanie Sandvoß (10 Jahre), Ulrike Großmann (5 Jahre) und Ute Bergner (5 Jahre) für ihren langjährigen Einsatz.[2]

Modernisierung, Neubau oder Schließung

Inzwischen - Stand: März 2015 - ist das Heim erneut dringend modernisierungs- und sanierungsbedürftig. In den Zimmern gibt es keine Nasszellen, und die Sanitärausstattung ist insgesamt überholt. „Noch in diesem Jahr muss da was passieren“, sagte Marc Gabelmann, Geschäftsführer der Marienhaus Senioreneinrichtungen GmbH Waldbreitbach, der Rhein-Zeitung. Konkrete Entscheidungen - über einen möglichen Ausbau und Renovierung oder einen Abriss mit anschließendem Neubau oder auch das Schließen der Einrichtung bzw. die Zusammenlegung mit dem Alten- und Pflegeheim "St. Maria-Josef" Ahrweiler - seien allerdings noch nicht gefallen. Die Ungewissheit schafft Unruhe unter Personal und Bewohnern. Nicht zuletzt wegen der komplizierten Konstellation von Besitzer und Betreiber stelle sich immer wieder die Frage, wer die Kosten übernimmt.[3]

71 Plätze, davon sechs Kurzzeitpflegeplätze, bietet das Heim, das im Oktober 2015 54 Vollzeit- und Teilzeit-Mitarbeiter zählt.

Das Altenheim ist fest in die Dorfgemeinschaft von Heimersheim integriert. In der Rhein-Zeitung hieß es dazu:

Jedes Jahr am ersten Advent lädt die Pfarrei zur Seniorenfeier in die Festhalle ein. Für Karnevalisten, Schützen und Chorsänger ist eine schöne Tradition, regelmäßig im Altenheim vorbeizuschauen. Mit Kindergartenkindern backt und singt man gemeinsam. Und bei den Umzügen im Ort haben die Bewohner des Altenheims einen festen gemütlichen Platz mit bester Sicht.[4]

Sabine Schonschek werde die Heimleitung Ende Oktober 2015 abgeben. Zu den Hintergründen gab sie der Rhein-Zeitung keine Auskunft.

Heim wurde zum 31. März 2017 geschlossen

Wegen hohen Renovierungsbedarfs und Unrentabilität ziehen sich die Trägergesellschaft Trier mbH (CTT) und die Marienhaus Senioreneinrichtungen GmbH aus dem St.-Vinzenz-Heim zurück und schließen die Einrichtung zum 31. März 2017. Das teilte Marc Gabelmann, Geschäftsführer der Marienhaus Senioreneinrichtungen GmbH, im November 2016 Ortsvorsteherin Angelika Lüdenbach und Bürgermeister Guido Orthen mit. Im Sinne einer sozialverträglichen Lösung werde der Betrieb erst zum 31. März 2017 eingestellt. In der verbleibenden Zeit sollen nach Möglichkeit sämtliche Bewohner an umliegende Einrichtungen vermittelt werden. Sämtlichen Mitarbeitern sollen innerhalb der Unternehmensgruppe neue Arbeitsplätze angeboten werden. Der Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde „St. Mauritius“ versicherte, er wolle alle Möglichkeiten nutzen, um in der Tradition des St.-Vinzenz-Hauses auch in Zukunft ein Alten- und Pflegeheim für Heimersheim zu erhalten. Eine mögliche Lösung sei der Verkauf der Immobilie an einen Investor. Es gebe einen einheimischen Investor, der Interesse habe, das Objekt zu erwerben, und der einen Betreiber für den Alten- und Pflegedienst nachgewiesen habe. Zu dem Objekt gehöre auch der Pfarrsaal. Der ebenfalls in dem Gebäudekomplex untergebracht Katholische Kindergarten "St. Mauritius" Heimersheim bleibe von der Schließung unberührt. Ungewiss hingegen schien die Zukunft des Pfarrsaals, der von Pfarrgemeinde, Senioren, Vereinen und Bürgerschaft intensiv genutzt wird.[5]

Heimersheimer Unternehmer will neues Heim bauen

Mit dem Heimersheimer Unternehmer Helmut Schäfer stehe „ein Investor bereit, der das Haus umbauen und mit neuem Partner, genannt wurde das Maranatha in Bad Bodendorf, und geänderter Konzeption weiter betreiben möchte“, berichtete die Rhein-Zeitung am 16. November 2016. Schäfer werde sein Neubauvorhaben allerdings nur dann realisieren, wenn er das Anwesen komplett kaufen kann. Entsprechende Kaufverträge zwischen dem Investor und der katholischen Pfarrgemeinde „St. Mauritius“ Heimersheim als Eigentümerin der Gebäude würden deshalb derzeit notariell vorbereitet. Josef Maurer, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Pfarrgemeinde, argumentierte, die Pfarrgemeinde müsse die stark renovierungsbedürftige Immobilie verkaufen, um einen jahrelangen Leerstand zu vermeiden. Schäfer hatte angegeben, er plane mindestens 80 Pflegeplätze einschließlich 22 Appartements für betreutes Wohnen einrichten. Der Abriss von bestehender Bausubstanz sei nicht vorgesehen, sie werde vielmehr vergrößert. Der Pfarrsaal hingegen stehe als solcher in Zukunft nicht mehr zur Verfügung. Deshalb müsse eine andere Versammlungsmöglichkeit geschaffen werden. Das Projekt befinde sich derzeit im Stadium der Bauvoranfrage.

Siehe auch

Mediografie

Weblink

http://www.altenheim-st-vinzenz.de

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 10. März 2015
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 11. Oktober 2014 2014
  3. Quellen: Jochen Tarrach: Was wird aus dem „Klösterchen“? Alten- und Pflegeheim St. Vinzenz in Heimersheim muss dringend saniert werden, in: Rhein-Zeitung vom 10. März 2015, und Marius Reichert: Altenheim gehört seit Jahrzehnten fest zum Dorfbild - In Heimersheim können pflegebedürftige Senioren in ihrem Heimatort bleiben, in: Rhein-Zeitung vom 21. Oktober 2015
  4. Quelle: Marius Reichert: Altenheim gehört seit Jahrzehnten fest zum Dorfbild - In Heimersheim können pflegebedürftige Senioren in ihrem Heimatort bleiben, in: Rhein-Zeitung vom 21. Oktober 2015
  5. Quelle: Jochen Tarrach: St. Vinzenz in Heimersheim wird geschlossen – Am 31. März 2017 ist Schluss: Gemeinde hofft auf eine Zukunft mit einem neuen Investor, in: Rhein-Zeitung vom 18. November 2016