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Bürgerstiftung Remagen

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Die Bürgerstiftung Remagen wurde im Jahr 2004 gegründet.


Logo der Bürgerstiftung

Kontakt

Infos zur Bürgerstiftung gibt es unter Telefon 02642 201-13 (Vorzimmer Bürgermeister Herbert Georgi).

Sprechstunde

Die Sprechstunde der Bürgerstiftung Remagen findet mittwochs von 15 bis 16.30 Uhr im Clubraum der CURANUM Kleeblatt GmbH Residenz Remagen statt.

Spendenkonto

Geldspenden für die Bürgerstiftung können auf das Konto 400 010 bei der Kreissparkasse Ahrweiler eingezahlt werden.

Gründung und Entwicklung

Die Idee, eine Bürgerstiftung zu gründen, kam Bürgermeister Herbert Georgi im Jahr 2004:

Als Ende des Jahres 2003 die Beihilfe zum Lebensunterhalt durch die Grundsicherung ersetzt wurde, ist sehr schnell deutlich geworden, dass mehr und mehr Menschen auch bei uns in Remagen auf zusätzliche Hilfe angewiesen sind. Denn alle Formen der Sonderbeihilfen, zum Beispiel für Medikamente, Heizkosten oder Kleidung, wurden abgeschafft. Die anfallenden Kosten mussten über die Zahlungen der Grundsicherung abgedeckt werden. Für nicht wenige Bürger eine unlösbare Aufgabe.[1]

Annähernd 30.000 Euro gab die Stiftung im Jahr 2011 für bedürftige Remagener Bürger und Einzelprojekte aus. Dies gaben der Vorsitzende Herbert Georgi und Rechnungsführer Anton Wypior bei der Jahreshauptversammlung des Stifterforums im November 2011 bekannt. Neben der Einzelfallhilfe beteiligt sich die Stiftung auch an zwei Großprojekten: Der Umzug der Evangelischen Öffentlichen Bücherei Remagen in das neue Pfarrzentrum und die Renovierung der ehemaligen Klosterkirche "St. Anna" Remagen von der Kongregation der Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe werden unterstützt. Der Vorstand der Bürgerstiftung - Klaus Gansen, Inge Endriss und Herbert Georgi - wurde für weitere drei Jahre einstimmig im Amt bestätigt.[2]

Bürgermeister Herbert Georgi, Vorsitzender der Stiftung, begrüßte im Oktober Erika und Robert Kallscheuer aus Oberwinter als Mitglieder Nummer 49 und 50 der Stiftung. Bei seinen 80. Geburtstag im Sommer 2012 sammelte Kallscheuer 6000 Euro für die Bürgerstiftung.[3]

Seit mehreren Jahren führt die Bürgerstiftung im Advent die Aktion „Baum der Herzen“ durch. "Auf diese Weise bittet sie die Bevölkerung Remagens um Spenden, damit bedürftigen Mitbürgern aus dem Stadtgebiet zu Weihnachten eine Freude bereitet werden kann", berichtete die Rhein-Zeitung am 20. Februar 2013. Dem gleichen Zweck diene auch der Verkauf von Engeln beim Nikolausmarkt. Einige Mitglieder des Sprechstundenteams hätten unter der Leitung von Gudrun Ruf 50 Engel auf der Basis von Holzscheiten gebastelt, die alle einen Abnehmer gefunden hätten. Der Engelverkauf brachte der Stiftung 546 Euro und die Aktion „Baum der Herzen“ in 78 Einzelspenden knapp 3500 Euro ein.

Das Vermögen der Bürgerstiftung Remagen beträgt im März 2013 100.000 Euro. Das teilten Bürgermeister Herbert Georgi und die Vorstandsmitglieder Inge Endriss, Klaus Gansen, Toni Wypior und Andreas Weck bei der Jahreshauptversammlung im März 2013 mit. Die Stiftung zählt im März 2013 50 Mitglieder. "Mehr als 30.000 Euro wurden 2012 für kulturelle und mildtätige Zwecke ausgegeben, davon kamen über 20.000 Euro direkt hilfsbedürftigen Menschen in Remagen zugute", berichtete Georgi. 141 Bürger spendeten im Jahr 2012, so viele wie nie zuvor.[4] Die Stiftung finanzierte unter anderem Reparaturen und Neuanschaffungen von Hilfsmitteln wie Brillen und Hörgeräten sowie den Kauf von Unterrichtsmaterial für Schulkinder. Außerdem wurden Haushaltsgeräte angeschafft und Zuschüsse für den Kauf von Bekleidung gezahlt. In Einzelfällen wurden auch Mittel für die Sicherung von Wohnraum oder Wohnungsrenovierungen gewährt. 80 besonders bedürftige Senioren erhielten von der Bürgerstiftung eine Weihnachtsbeihilfe. Für diese Aufgaben dürfen satzungsbedingt nur die Zinserträge des Stiftungskapitals in Anspruch genommen werden. Gewährt die Stiftung mehr finanzielle Hilfen, dann ist das nur über Spenden möglich. Im Jahr 2012 erhielt die Stiftung 141 Einzelspenden. Die Bürgerstiftung nimmt nicht nur Spenden für ihre eigene Arbeit entgegen, sondern auch zweckgebundene Zuwendungen - etwa für die Renovierung der Klosterkirche "St. Anna" und die Aktion „Remagener Kinder lernen Schwimmen“, die die Stiftung mit der DLRG-Ortsgruppe Remagen e.V. anbietet. „Die Verwaltungskosten liegen unter einem Prozent. Von jedem gespendeten Euro gehen mehr als 99 Cent dort hin, wo Not groß ist und Hilfe gebraucht wird“, sagte Herbert Georgi bei der Jahreshauptversammlung.[5]

Bürgermeister Herbert Georgi, Vorsitzender der Bürgerstiftung, sagte bei der Jahreshauptversammlung im März 2014: "Die Bürgerstiftung Remagen hat im neunten Jahr ihres Bestehens eine breite Basis in der Bevölkerung." Im Jahr 2013 hätten mit 135 Bürgern so viele wie noch nie für die Stiftung gespendet. Mit dem Spendenaufkommen von mehr als 32.000 Euro hätten wieder zahlreiche mildtätige Projekte finanziert werden können. Ein Schwerpunkt der Arbeit des Vorstandes - Inge Endriss, Klaus Gansen, Toni Wypior, Andreas Weck und Herbert Georgi - galt den Einzelfallhilfen. Nach Prüfung der Bedürftigkeit seien in einer Reihe von Fällen die Heizkosten übernommen worden, und 165 mittellose Bürger hätten im Jahr 2013 eine Weihnachtsbeihilfe erhalten. Umzüge für Bedürftige finanzierte die Bürgerstiftung ebenso wie Haushaltsgegenstände und Medikamente. Auch die Ausgabestelle Sinzig der Ahrweiler Tafel, die im März 2014 78 Menschen aus Remagen versorgt, wird von der Bürgerstiftung unterstützt. Tradition habe zudem die Unterstützung von Kindergartenkindern aus benachteiligten Familien. Für diese Kinder gab es von der Stiftung Getränkegeld für das gemeinsame Frühstück und Fahrkostenzuschüsse für Ausflüge sowie Material für die Sprachförderung. Geschäftsführer Toni Wypior sagte, der Wirtschaftsplan für 2014 sehe vor, dass 80 Prozent der Ausgaben für bedürftige Kinder, Jugendliche, Familie und Senioren geleistet werden.[6]

"Vor zehn Jahren gegründet, hat die Stiftung seitdem ungezählte Bürger mit kleinen oder mittleren Zuwendungen unterstützt und hat dort geholfen, wo die privaten Mittel nicht mehr ausreichen, wo andere Institutionen oder Einrichtungen nicht zur Seite stehen", berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 30. Oktober 2015. In den zurückliegenden zehn Jahren habe die Stiftung einen Umsatzerlös von gut 283.000 Euro – die Summe aus Spenden und Zinsen, denn das Stiftungskapital ist unantastbar – erzielt. Davon seien rund 244 000 Euro im Sinne der Stiftungsziele ausgegeben worden. Die Verteilung im Überblick:

  • soziale Hilfen: 185.000 Euro
  • Kultur- und Denkmalpflege: 37.000 Euro
  • Traditions- und Brauchtumspflege: 12.000 Euro
  • Sport: 10.000 Euro.

Außerdem seien Rücklagen aufgebaut worden. Die Bürgerstiftung habe auch Zuschüsse zu Strom- oder Heizkosten gewährt, zur Anschaffung von Seh-, Hörhilfen und Kleidung, zu Sprachkursen für Asylanten und zur Anschaffung von Möbeln. „Jede Zahlung aus der Bürgerstiftung ist eine Einzelfallentscheidung, bei der die jeweilige Bedürftigkeit geprüft und berücksichtigt werden muss. Generelle Zuschüsse können, auch mit Blick auf unsere Satzung, nicht gewährt werden“, sagte Anton Wypior, Geschäftsführer der Stiftung, der RZ. „Wir verzeichnen zwischen 250 und 300 Einzelspender“, sagte Georgi in einer Bilanz anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Stiftung. Sein Dank galt den 14 ehrenamtlichen Mitarbeitern der Geschäftsstelle, die seit Jahren von Rolf Becker koordiniert werde. Das Beratungsbüro in der Curanum-Seniorenresidenz sei Anlaufstelle für alle, die finanzielle Hilfe oder informelle Unterstützung bei Behördengängen oder dem Kontakt mit Versorgungsträgern benötigen.

Weblink

http://www.buergerstiftung-remagen.de

Fußnoten

  1. Quelle: Andreas Wetzlar: Zehn Jahre Bürgerstiftung - Remagener helfen, wo sonst keiner hilft, in: Rhein-Zeitung vom 30. Oktober 2015
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 16. November 2011
  3. Quelle: General-Anzeiger vom 30. Oktober 2012
  4. Quelle: 2012: Bürgerstiftung Remagen zieht Bilanz, general-anzeiger-bonn.de vom 21. März 2013
  5. Quelle: Rhein-Zeitung vom 28. März 2013
  6. Quelle: Bürgerstiftung Remagen: So viele Spenden wie nie, general-anzeiger-bonn.de vom 23. März 2014