Eifelverein Altenahr e.V.

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Der 1889 gegründete Eifelverein Altenahr e.V. ist Gründungsmitglied des Dachverbandes. Mitgliedern und Gästen bietet er ein umfassendes Wanderprogramm. Darüber hinaus fühlt sich der Ortsverein dem Umweltschutz sowie der Heimat- und Denkmalpflege verpflichtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt seit Jahren auf der Nachwuchsförderung. Der Ortsverein bietet Familien- und Themenwanderungen an, mit denen sie insbesondere junge Leute angesprochen werden sollen. Dazu wurden u.a. drei Geocaching-Routen ausgearbeitet. Der Verein ist Veranstalter beispielsweise von Mondschein-, Nikolaus- und Walpurgisnacht-Wanderungen und Fahrradtouren. Darüber hinaus hält der Verein die elf örtlichen Rundwanderwege mit einer Gesamtlänge von etwa 45 Kilometer in Ordnung und er kümmert sich um die Schutzhütte "Eifelblick" Altenahr.[1]


Mitglieder

März 2008: 310

Februar 2013: 313

Oktober 2014: 320, darunter 45 Jugendliche[2]

März 2017: 289

Kontakt

E-Mail eifelverein-altenahr@t-online.de

Vorstand

stellvertretender Vorsitzender: Franz Josef Reuter

Chronik

Der Tourismus wuchs in Altenahr neben dem Weinbau bereits im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Erwerbszweig heran. Am 25. November 1834 wurde der Straßentunnel Altenahr eröffnet worden, und ab 1838 gab es eine ständige Postverbindung durch das Ahrtal. Im Jahr 1886 schließlich wurde die Ahrtalbahn vom Rhein bis nach Altenahr fertiggestellt. Da war die Gründung einer Ortsgruppe des Eifelvereins, der sich die Förderung des Tourismus in der bis dahin rückständigen Eifel zur Aufgabe gemacht hatte, im Jahr 1889 ein naheliegender nächster Schritt. Dass Eifelverein und Verkehrs- und Verschönerungsverein Altenahr zeitweise unter gemeinsamer Leitung standen, passt ebenfalls ins Bild. Ein Jahre zuvor, am 22. Mai 1888, war im Kursaal von Bad Bertrich der Eifelverein gegründet worden.[3]

Die Namen der Gründer der Ortsgruppe sind allerdings nicht überliefert. Erster Vorsitzender war vermutlich der damalige Bürgermeister Steinheuer. Die Ortsgruppe erschloss und beschilderte Wanderwege, schuf Aussichtspunkte, stellte Ruhebänke auf und warb um Urlaubsgäste. Die Mitgliederzahl lag während der ersten 25 Jahre zwischen 20 und 25. Ihrem Engagement dürfte es zu verdanken gewesen sein, dass 1903 der Verbandstag der deutschen Touristikvereine, der heutige Deutsche Wandertag, in Altenahr stattfand.

Der Erste Weltkrieg setzte dem Vereinsleben zur. Im Frühjahr 1925 zählte die Ortsgruppe jedoch schon wieder 75 Mitglieder. Der damalige Bürgermeister Schmidt war Vorsitzender der Ortsgruppe, die eine Wanderkarte für das Gebiet rund um Altenahr herausgab und den Bau der erstellt, auch der Bau der Jugendherberge im Jahr 1927 förderte. In den 1920er-Jahren wurden regelmäßige Wanderungen eingeführt, die u.a. zum gehörten das im Jahr 1911 vom Eifelverein Bonn erbaute Steinerberghaus und der Krausbergturm.Während der Nazizeit kam das Wandern in Altenahr zum Erliegen; 1938 zählte die Ortsgruppe gerade noch 13 Mitglieder.

45 Wanderfreunde sorgten im Jahr 1956 für den Neustart. Der damalige Hauptlehrer Franz Boeder wurde zum Vorsitzenden gewählt. 1964, in seinem 75. Gründungsjahr, zählte der Verein 124 Mitglieder, drei Jahre später bereits mehr als 200, beim 90-jährigen Bestehen 266 und beim 100-jährigen Bestehen 300 Mitglieder. Um sich auch für Familien interessant zu machen, baute der Verein im Jahr 1969 die Schutzhütte "Eifelblick" Altenahr und weihte sie im Jahr darauf ein. Später baute er das Außengelände nach und nach aus. Die Pflege von Kultur und Tradition nahm bei den Vereinsaktivitäten ebenfalls erheblichen Raum ein - unter anderem restaurierte der Verein die Kreuze und den Kreuzweg rund um Altenahr.

Im Jahr 2012 wurde die Ortsgruppe vom Hauptverein mit einem Preis für Jugend- und Familienarbeit ausgezeichnet.

Bei der Jahreshauptversammlung im Februar 2013 im Altenahrer Hotel Caspari sagte der Erste Vorsitzende Franz Josef Reuter, dass dringend jüngere Männer und Frauen für die Vorstandsarbeit gebraucht würden. Sonst sehe er die Zukunft der Ortsgruppe bedroht. Im Jahr 2012 bot die Ortsgruppe 28 Veranstaltungen an, bei denen insgesamt 1297 Teilnehmer gezählt wurden. Mit jeweils 24 Wanderungen waren Marita und Franz Josef Reuter im Jahr 2012 am häufigsten unterwegs. Karl Mönch wurde mit der Treuenadel für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet; Walter Schneider war 25 Jahre aktiv dabei.[4]

Am 3. Oktober 2014 feiert der Verein, der zu dieser Zeit 325 Mitglieder zählt, sein 125-jähriges Bestehen. Vorsitzender im Jubiläumsjahr ist Franz Josef Reuter, seine Stellvertreterin Irene Carnott.

Jugendwartin Sandra Reuter berichtete Jahreshauptversammlung im März 2015 von der 34 Mitglieder zählenden Nachwuchsgruppe des Ortsvereins. Die "Wanderfalken" würden bereits Strecken von sieben und neun Kilometern schaffen. Besondere Angebote im zurückliegenden Jahr seien Geocaching, Weihnachtsbäckerei und einen Besuch in der Hahnensteiner Mühle in Insul gewesen. 34 junge Mitglieder zählt die Nachwuchsgruppe. Der Vorsitzende Franz Josef Reuter sagte, die Zahl der Mitglieder, die aufgrund von Alter und wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr an gemeinsamen Wanderungen teilnehmen können, sei weiter gestiegen. Darum seien im Jahr 2014 einige Touren ausgefallen. Der Terminkalender für das Jahr 2015 sei abgespeckt worden und werde bei zu geringer Beteiligung weiter verkleinert. Er selbst werde sich 2018 nicht zur Wiederwahl stellen und den Vorsitz lieber noch vorher abgeben, so Reuter. Schriftführerin Heidi Kaspari erinnerte an die 125-Jahr-Feier der Ortsgruppe an der Schutzhütte "Eifelblick" Altenahr mit der Bergmesse, Musik der "Brunch Boys", einem Workshop für Kinder, selbst gebackenen Kuchen und zahlreichen Ehrengästen. Zum Jahresende 2014 hatte die Ortsgruppe genau 310 Mitglieder, 20 weniger als ein Jahr zuvor. Als eifrigste Wanderer im Jahr 2014 wurden Franz Josef Reuter mit 19 Touren und Marita Reuter mit 18 Teilnahmen ausgezeichnet. Ihnen folgen bei den Frauen Heidi Kaspari, Hildegard Wolber und Martina Balter sowie bei den Männern Günter Wolber und Klaus Kaspari. In ihrem Bericht nannte Wanderwartin Marita Reuter auch die Mitglieder, die seit ihrem Beitritt zum Verein besonders aktiv waren: Mit 304 Wanderungen stand Anneliese Fussel unangefochten an der Spitze, gefolgt von Martina Balter (210 Touren) und Anny Conrady (101 Touren). Mit insgesamt 1257 Personen beteiligten sich weitaus mehr Gäste als Mitglieder an den Wanderungen. Von den Mitgliedern waren 231 Frauen, 170 Männer und 173 Kinder unterwegs. 252 Kilometer wurden gewandert. Willi Nelles wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet, Edith Rosenbaum für 40 Jahre.[5]

305 Mitglieder zählte die Ortsgruppe bei ihrer Jahreshauptversammlung im März 2016 im Hotel-Restaurant-Café Haus Caspari. Der Erste Vorsitzende Franz Josef Reuter sagte bei der Versammlung, es habe im Jahr 2015 zwar einen Mitgliederzuwachs von vier Mitgliedern, davon drei Kinder, gegeben, auf der anderen Seite aber auch acht Austritte sowie vier Sterbefälle. An der Schutzhütte "Eifelblick" seien Schreiner- und Renovierungsarbeiten vorgenommen worden. Und dWegewarte Günther Wolbert, Berthold Carnott und Klaus Kaspari hätten das örtliche Wegenetz kontrolliert und die Beschilderung bei Bedarf ergänzt. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 24 Wanderungen organisiert, an denen 1540 Wanderer teilnahmen und zusammen 330 Kilometer zurücklegten. Erfreulich sei die hohe Zahl der Gäste (970 Wanderer) und die Vielzahl der Kinder, die mit 188 Jungs und Mädchen dabei gewesen seien. Jugend- und Familienwartin Sandra Reuter, unterstützt von Claudia Gemein, hatte eigens ein Programm zusammengestellt, das von der Osterwanderung bis zu einer Nacht-Geocaching-Tour reichte. Paul Calenborn und Marianne Knieps erhielten Treuenadeln für 40-jährige Mitgliedschaft. Der Vorsitzende Franz Josef Reuter und Ehefrau Marita Reuter wurden als eifrigste Wanderer mit jeweils 19 Wanderungen ausgezeichnet.[6]

Vereinschef Franz Josef Reuter sagte bei der Jahreshauptversammlung am Samstag, 11. März 2017, im Hotel-Restaurant-Café Haus Caspari, im Jahr 2016 seien viel Zeit und Einsatz aufgebracht worden, um das Wegenetz von elf Rundwanderwegen und dem Hauptwegenetz des Eifelvereins mit etwa 45 Kilometern Länge zu pflegen. Hinzu seien diverse Arbeiten an der Schutzhütte "Eifelblick" gekommen. Die Zahl der Teilnehmer an den Wanderungen des Vereins habe 2016 weiter abgenommen. Dieser Trend soll durch noch mehr Eingehen auf individuelle Wünsche der Mitglieder gestoppt werden. Insgesamt 22 Veranstaltungen wurden angeboten, 1087 Teilnehmer wanderten mit und legten dabei 253 Kilometer zurück. Eifrigste Wandererin war Heidi Kaspari mit 13 Teilnahmen. Zwei Teilnahmen mehr, nämlich 15, hatte Klaus Kaspari. Wanderplaketten gab es für Mia Weidenbach und Reinhold Balter, die 2016 die Gesamtzahl von 100 und 203 Teilnahmen erreichten.[7]

Siehe auch

Eifelverein e.V.

Mediografie

Website

http://www.eifelverein-altenahr.de

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 4. März 2013
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 6. Oktober 2014
  3. Quelle: Christine Schulze: Die Jugend im Blick - Eifelverein Altenahr besteht seit 125 Jahren. Gefeiert wird am 3. Oktober am „Eifelblick“, in: General-Anzeiger vom 27. September 2014
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 4. März 2013
  5. Quelle: Christine Schulze: Vorstand strebt Verjüngung des Eifelvereins Altenahr an - "Wanderfalken" sind aktiv, general-anzeiger-bonn.de vom 11. März 2015
  6. Quelle: Ute Müller: Eifelverein Altenahr sieht sich auf gutem Weg – Bilanz uns Ehrungen, in: Rhein-Zeitung vom 7. März 2016
  7. Quelle: Rhein-Zeitung vom 14. März 2017 2017