Förderverein Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.

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Titelblatt des Fördervereins-Flyers

Der Förderverein Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. wurde im Jahr 1994 gegründet. In dem Verein „haben sich Freunde und Förderer aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und Umgebung zusammengefunden, die das Krankenhaus finanziell und ideell unterstützen und ihm bei der Erfüllung seiner lebenwichtigen Aufgaben helfen“, hieß es in einem Flyer des Fördervereins, der die Rechtsform eines eingetragenen Vereines hat, ins Vereinsregister eingetragen und als gemeinnützig anerkannt ist.


Vereinsanschrift

Förderverein Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.

Dahlienweg 3

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Mitgliederzahl

Juli 2009: 300

Juli 2017: 307

Vorstand

Aufgaben und Ziele

Der Förderverein setzt sich in seiner Satzung folgende Ziele:

  • "Wir fördern die Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus und der Bevökerung der Stadt und der Gemeinden des Umlandes."
  • "Wir fördern den weiteren Ausbau und die Modernisierung des Krankenhauses. Wir unterstütze, indem wir die Anschffung von Geräten und Einrichtungsgegenständen finanziell fördern."
  • "Wir pflegen und intensivieren den Kontakt zwischen der Bevölkerung und dem Krankenhaus Maria Hilf, insbesondere durch Vortrags- und Informationsveranstaltungen."
  • "Wir unterstützen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter."

Mitgliedsbeitrag

Der Jahresbeitrag beläuft sich auf mindestens 20 Euro.

Chronik

Der Förderverein Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler ist der erste Verein seiner Art im Kreis Ahrweiler. Auf Einladung des Patientenfürsprechers Richter Paul Gilles fanden sich am 22. Juni 1994 15 Personen zur Gründung des Fördervereins im Krankenhaus Maria Hilf ein. Die Satzung wurde einstimmig beschlossen und ein Vorstand aus sieben Personen gewählt: Amtsgerichts-Direktor a.D. Paul Gilles, Chefarzt und Ärztlicher Direktor a.D. Dr. Norbert Nikolai, Rechtsanwalt Heinrich Meinke sowie Elise Wissen bildeten den Gründungsvorstand, als Beisitzer wurde der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Dr. med. Gerhard Kreuter gewählt.[1]

Im Frühjahr 2013 kaufte der Förderverein einen 4700 Euro teuren Kohlendioxid-Insufflator. Er wird bei endoskopisches Untersuchungen des Dickdarms (Darmspiegelung), des Dünndarms und der Gallenwege verwendet. Diese Untersuchungen werden von einigen Patienten als unangenehm empfunden, weil der Darm mit Luft gefüllt werden muss. Dank des Insufflators wird der Darm seitdem für die Untersuchung stattdessen mit Kohlendioxid gefüllt. Das sei für die Patienten wesentlich angenehmer, denn „das Gas Kohlendioxid wird bis zu 150-fach schneller von der Darmwand aufgenommen als Luft“, weiß Prof. Dr. Jörg Heller, der Chefarzt der Abteilung Innere Medizin/Gastroenterologie. Mit dem Blut gelange das Kohlendioxid in die Lunge, wo es einfach abgeatmet werde. „Deshalb kommt es nach der Untersuchung wesentlich seltener zu Bauchschmerzen und dem Gefühl aufgebläht zu sein“, so Prof. Dr. Heller. Speziell ältere Menschen, aber auch alle anderen Patienten, sollen von der Behandlung mit dem neuen Kohlendioxid-Insufflator profitieren.[2]

Im Oktober 2013 übergab der Vereinsvorsitzende Dr. Gerhard Kreuter ein hochauflösendes mobiles Ultraschall-Gerät im Wert von 22.000 Euro an das Ärzteteam um Dr. Thomas Lepping, Chefarzt der Abteilung Akutgeriatrie und Frührehabilitation. „Die hochmoderne Technik ermöglicht es uns, Krankheiten und Verletzungen der inneren Organe zu erkennen und Veränderungen an den Gefäßen darzustellen“, sagte Lepping bei der Übergabe. Die Ultraschalluntersuchung sei für die älteren Patienten deshalb besonders wichtig, weil sie schmerzfrei und kaum belastend sei.[3]

Am 9. Januar 2014 meldete die Rhein-Zeitung (RZ), der Förderverein habe für das Krankenhaus ein Resektoskop im Wert von rund 11.500 Euro für urologische Operationen angeschafft. Mit diesem Instrument können Urologen, wie es in der RZ hieß, Harnblasentumore und Prostatavergrößerungen schonend und nebenwirkungsarm entfernen. Die operative Behandlung von Harnblasentumoren und Prostatavergrößerungen werde endoskopisch durch die Harnröhre durchgeführt. Dabei werde mit einer Drahtschlinge mit Hochfrequenzstrom der Tumor aus der Blasenwand entfernt beziehungsweise die Prostata abgetragen. Das Resektoskop sei eine technische Weiterentwicklung eines seit Jahren bewährten Instruments, mit dem die Operationen dank bipolarer Stromtechnik noch sicherer durchgeführt werden könnten. Damit sei jetzt eine noch präzisere Schnittführung möglich und Operationsrisiken wie Blutungen, Blasenwandverletzungen und Infektionen würden auf ein Minimum reduziert.

Am 24. März 2015 wurde der Krankenhaus-Förderverein mit der Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler ausgezeichnet. Der Förderverein habe inzwischen mehr als 300 Mitglieder, sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler in seiner Laudatio. Seit seiner Gründung habe er rund 725.000 Euro Spenden zusammentragen. Darüber hinaus biete er Patienten-Arzt-Seminare an, bei denen die Chefärzte der Abteilungen das Behandlungsspektrum ihrer Abteilung und spezielle Krankheitsbilder vorstellen.[4] Vorsitzender ist zu dieser Zeit Dr. med. Gerhard Kreuter, sein Stellvertreter Gerd Distelrath, Geschäftsführer a.D. Schatzmeister ist der Leiter der Buchhaltung im Krankenhaus Maria Hilf Winfried Fuchs, Schriftführerin Anita Zimmermann, Beisitzer sind Hildegard Schneider, ehemalige Pflegedienstleiterin, Paolo Tondello und Achim Jung.

Im Kampf gegen zunehmende Antibiotika-Resistenzen werden mikrobiologische Untersuchungen für Krankenhäuser im eigenen Labor immer wichtiger. Deshalb spendete der Förderverein der Klinik im April 2015 eine Labor-Software im Wert von 5700 Euro. "Bei Patienten mit bakteriellen Infektionen ist es sinnvoll, wenn der Arzt vor Ort eine Kultur anlegen lassen kann, um schnellstmöglich herauszufinden, welches Antibiotikum am besten gegen die Infektion eines Patienten wirkt", erklärte Laborleiterin Beate Lindener. Die neue Software und ein fotometrisches (lichtmessendes) Ablesegerät ermöglichen es, die im Labor angelegten Kulturen schnell und zuverlässig auszuwerten. "Statt eines Breitband-Antibiotikums können unsere Patienten binnen 48 Stunden mit einem sicher wirksamen Antibiotikum behandelt werden", so Lindener weiter. Der ärztliche Laborleiter und internistische Oberarzt der Klinik, Stephan Heinen, ergänzte: "Die Direktübertragung des kompletten mikrobiologischen Befundes führt zu schnellen und zuverlässigen Ergebnissen, anhand derer das Labor den behandelnden Ärzten kurzfristig eine Empfehlung von wirksamen Medikamenten geben kann." Außerdem spare die eigene Laborarbeit Zeit: Müssen Proben erst an ein Fremdlabor versendet werden, sind Bearbeitungs- und Wartezeiten von bis zu fünf Tagen üblich.[5]

Jede Woche lädt das Team der Krankenhausseelsorge um Teamleiter Albert Krämer zum Gottesdienst ein. Weil nicht alle Patienten mobil genug sind, um persönlich am Gottesdienst in der Kapelle teilzunehmen, gibt es ein besonderes Angebot: Die Gottesdienste werden live über den Hauskanal des Krankenhauses in alle Patientenzimmer übertragen. Krankenhausoberin Gaby Frömbgen: „Die Krankenhausleitung ist sich sicher, dass wir mit dem Fernsehgottesdienst dem Wunsch vieler Patienten entsprechen. Gerade während einer Phase der Krankheit bewegen sie häufig Gedanken und Fragen, für die sie das Gespräch mit Gott suchen.“ Das seelsorgerische Angebot steht für alle Patienten kostenlos zur Verfügung, da für die Nutzung dieses Senders keine Gebühren berechnet werden. Damit die Gottesdienste adäquat übertragen werden können, sponserte der Förderverein kurz vor Weihnachten 2015 eine neue Mikrofonanlage für die Kapelle, damit der Gottesdienst in einer guten Tonqualität ausgestrahlt werden kann.[6]

Bei einer Mitgliederversammlung im Frühsommer 2017 wurden sämtliche Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Damit blieb Dr. Gerhard Kreuter Vorsitzender, Hildegard Schneider blieb stellvertretende Vorsitzende, Anita Zimmermann Schriftführerin und Winfried Fuchs Schatzmeister. Gerd Friedrichs und Gisela Müller blieben weiterhin Beisitzer. Auf den vakanten Posten des dritten Beisitzers wurde Hermannjosef Berg gewählt, ehemaliger Heim- und Pflegedienstleiter des Marienhaus-Seniorenzentrums „St. Josef“ Bad Breisig, war zuvor 16 Jahre als Pflegedirektor des Krankenhauses „Maria Hilf“ Bad Neuenahr tätig. Dem Förderverein gehören zu dieser Zeit 307 Mitglieder an. Seit seiner Gründung im Jahr 1994 hat er dem Haus etwa 790.000 Euro gespendet. In den beiden vorangegangenen Jahren floss Spendengeld beispielsweise in die Finanzierung von Arzt-Patienten-Seminaren und in das Modellprojekt „Singendes Krankenhaus“. Darüber hinaus wurden mithilfe des Fördervereins unter anderem ein Bildschirmarbeitsplatz und eine Echokardiografiesonde für die Abteilung für Akutgeriatrie, ein hochmodernes Übungsgerät für die Physiotherapie sowie zwei Langzeit-EKG-Geräte für die Kardiologie angeschafft.[7]

Bei einer Mitgliederversammlung im Dezember 2019 Dr. Gerhard Kreuter als Vorsitzender und Hermannjosef Berg als sein Stellvertreter bestätigt. Schriftführerin wurde erneut Anita Zimmermann. Zum Nachfolger von Winfried Fuchs, der die Aufgabe des Schatzmeisters wahrgenommen hatte, wurde Harald Machill neu in den Vorstand gewählt. Hildegard Schneider, Gerd Friedrichs und Gisela Müller wurden als Beisitzer bestätigt. Dr. Gerhard Kreuter sagte, in den vorangegangenen beiden Jahren seien für das Krankenhaus „Maria Hilf“ erneut Geräte für die Diagnostik und Therapie angeschafft worden, zum Beispiel ein Übungsgerät und ein Reizstromgerät für die Physiotherapie, ein Auto-Puls-System zur Reanimation für die Kardiologie, tragbare Ultraschallgeräte für die Gastroenterologie und vier vernetzte EKG-Geräte. Darüber hinaus habe sich der Förderverein mit 25.000 Euro an der Finanzierung eines Ultraschallgeräts für Anästhesie und OP beteiligt. 22 Arzt-Patienten-Seminare hätten in den vergangenen Jahren mit Unterstützung des Fördervereins im Krankenhaus stattgefunden. Zudem seien die Kosten für das Modellprojekt „Singendes Krankenhaus“ als Therapieangebot auf der Station Akutgeriatrie übernommen worden. Seit seiner Gründung im Jahr 1994 habe der Förderverein, dem Ende 2019 etwa 300 Mitglieder angehörten, Spenden in Höhe von mehr als 875.000 Euro erhalten, die er dem Krankenhaus für besondere Anschaffungen zur Verfügung gestellt worden seien.[8]

Weitere Fotos

Mediografie

Fußnoten

  1. Quellen: Förderverein wirkt schon 25 Jahre – Rückschau auf Engagement für Krankenhaus Maria Hilf, in: Rhein-Zeitung vom 6. Juni 2019, u.a.
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 8. März 2013
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 26. Oktober 2013
  4. Quelle: Ehrenplakette für Schützen und Krankenhaus-Fördervereine - Flamme des Engagements brennt, general-anzeiger-bonn.de vom 25. März 2015
  5. Quelle: Maria Hilf bekommt neue Labor-Software - Förderverein des Krankenhauses spendet, general-anzeiger-bonn.de vom 24. April 2015
  6. Quelle: Rhein-Zeitung vom 23. Dezember 2015
  7. Quelle: Rhein-Zeitung vom 13. Dezember 2017
  8. Quelle: Klinikförderer bewegen eine Menge – Verein ermöglicht dem Krankenhaus Maria Hilf immer wieder besondere Anschaffungen, in: Rhein-Zeitung vom 2. Januar 2020