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Friedhelm Pankowski

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Der Metallbildhauer Friedhelm Pankowski (* 23. Juli 1946) lebt – zusammen mit seiner ebenfalls künstlerisch tätigen Ehefrau Marie Jo Gaudry-Pankowski – im Alten Pfarrhaus Nierendorf. Er formt Gold, Silber und Messing durch Austreiben und verwandelt diese Materialien in Kunstgegenstände. Der Metallkünstler hat den Garten des ehemaligen Nierendorfer Pfarrhauses als Kunstgarten gestaltet.


Friedhelm Pankowski hat die Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler entworfen.
AW-Landrat Dr. Jürgen Pföhler (r.) gratulierte Friedhelm Pankowski im Juli 2016 zum 70. Geburtstag
Skulpturenweg Bad Neuenahr-Ahrweiler: "Das Ohr des Dionysos" im Kurpark Bad Neuenahr wurde von Friedhelm Pankowski im Jahr 2002 im Rahmen eines Bildhauer-Symposions geschaffen.
Traube, 1981
Weinblatt, 1981

Vita

Pankowski wurde 1946 in Heidbrink/Stadthagen-Land geboren. Ab 1961 absolvierte er eine Gold- und Silberschmiedelehre bei Egino Günter Weinert in Köln. 1965 begann er ein Studium der Metallbildhauerei bei Prof. Joseph Jaekel an der Kölner Werkkunstschule. Dort lernte er auch seine spätere Ehefrau kennen, die dort auch Keramik/Bildhauerei studierte. 1970 wurde Friedhelm Pankowski Meisterschüler und absolvierte seine staatliche Abschlussprüfung. 1972 folgte ein Studienaufenthalt bei Prof. Norbert Kricke an der Kunstakademie Düsseldorf. 1973 wurde er Assistent für Metallbildhauerei, seit 1975 arbeitet er freischaffend.

Friedhelm Pankowski entwarf die Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler, die höchste Auszeichnung im Kreis Ahrweiler, die von den Landräten seit 1986 verliehen wird. Die Plakette stellt eine stilisierte Kreiskarte dar. Durch geometrische Figuren sind die „Markenzeichen“ des Kreises eingearbeitet - beispielsweise die Landskrone und der Rhein. In einer Broschüre der Kreisverwaltung Ahrweiler vom Oktober 2006 heißt es:

Der künstlerische Entwurf der Ehrenplakette durch Friedhelm Pankowski reicht bis 1983 zurück, als der Künstler an dem Wettbewerb „Kunst am Bau“ für die Berufsschule Bad Neuenahr-Ahrweiler teilnahm. Gerade neu zugezogen, hatte sich Pankowski von der Landskrone aus einen Überblick über die hiesige Landschaft verschaffen können.
Diese Orientierung von der Bergspitze aus sowie die Kegelform des Berges als solche wurden für Pankowski zum „Symbol der Konzentration und Identifikation“ und beschäftigten ihn in seiner weiteren künstlerischen Arbeit: Pyramidenähnlich entstand „der Kreiskegel“ als Bronzemodell (alternativ auch ein Keramikmodell) mit der stilisierten Landskrone als höchstem Punkt in der Mitte, um die herum sich eine Art Landkarte des Kreises Ahrweiler legt. Auf diesem Kegelmantel erkennt man die Geographie des Kreises Ahrweiler mit seinen „Lebensadern“, den Hauptverkehrswegen sowie den Rhein mit seinen Nebenflüssen.
Acht konzentrische Kreisgruppen symbolisieren die Gebietskörperschaften des Kreises Ahrweiler. Der Laacher See wird in diesem Kunstwerk als Perlmutt-Intarsie dargestellt, die Kreisstadt als weinroter Granat-Schmuckstein.
Mit der Ehrenplakette hatte Pankowski zeitlich eine Variation dieses geographischen Themas vorgelegt: In die Ebene übertragen, kehren hier die genannten Grundformen wieder. Man erkennt auf der Ehrenplakette einerseits die stilisierte Landkarte des Kreises Ahrweiler, andererseits – wie eine Pyramide – die Seitenansicht des Kegels. Von der künstlerischen Entstehungsgeschichte her gehören beide Entwürfe, Kegel und Medaille, zusammen.
In jenem Wettbewerb kam Pankowskis „Kegelmodell“ zwar nicht zur Realisierung, aber die Idee einer „künstlerischen Landkarte des Kreises“ hatte in der flächigen Variante das Interesse der Kreisgremien gefunden: Die stilisierte Kreiskarte in Medaillenform eignete sich in überzeugender Weise als Identitätssymbol des Kreises – als Ehrengabe für besondere Verdienste. So erfährt Pankowskis künstlerischer Entwurf einer Bronzemedaille seit 1986 alljährlich seine Wiederauflage als Ehrenplakette des Kreises Ahrweiler. Bis heute sind die 7 cm großen Ehrenplaketten des Kreises Ahrweiler Unikate geblieben, einzeln aus Bronzeblech gefertigt und in 27 Arbeitsgängen bearbeitet - limitierte Kunst des Metallbildhauers Friedhelm Pankowski!

Dem bildhauerischen Können Pankowskis begegnen auch die Besucher des Kurparks Bad Neuenahr. Mit neun weiteren Bildhauern schuf er dort im Sommer 2002 innerhalb von fünf Wochen eine Tuffstein-Resonanzhöhle mit Klangschale, das „Ohr des Dionysos“. Von Pankowsky stammen auch eine Tier- und Obstbaumbank mit fünf Tierhelmsitzen an der Grundschule Leimersdorf, große Kugeln an der Sporthalle Ringen und ein Landschaftstisch am Bouleplatz Nierendorf, der die Geografie der Grafschaft mit Straßen und Feldern erkennen lässt.

Seit 1987 sind Friedhelm Pankowsky und Ehefrau Marie Jo Gaudry-Pankowski außerdem für die Marienthaler Lichterabende, eine Konzertreihe für internationale Folklore, verantwortlich. 1966 gestaltete Pankowski eine Porzellan-Plakette für den Deutschen Fußball-Bund zur Auszeichnung verdienter Nationalspieler bei der WM in Mexiko. 2001 entwarf er eine olympische Feuerschale für den Präsidenten des Paralympischen Komitees. Pankowski arbeitete außerdem im Allgäu und für die Stadtbibliothek in Bonn-Beul. Für die Schlossverwaltung Schwetzingen übernahm er 1996 die Restaurierung einer barocken Brunnenanlage.[1]

An den Kreiskulturtagen 1984 (Zehnthof Sinzig), 1991 (Hocheifelhalle Adenau) und 2001 (Weißer Turm Ahrweiler) war er mit Workshops und Klangvorstellungen beteiligt.[2]

Weitere Bilder

Mediografie

Andrea Simons: Ahrweiler Freiheitswochen: Eine Friedenstaube mit den Umrissen Ahrweilers, general-anzeiger-bonn.de vom 25. Februar 2016

Weblink

http://www.friedhelmpankowski.de

Fußnoten

  1. Quelle: Marion Monreal: Die Grafschaft trägt auch ihre Handschrift - Das Künstler-Ehepaar Pankowski wirkt seit Jahrzehnten gestalterisch mit, general-anzeiger-bonn.de vom 25. Oktober 2014
  2. Quelle: Das Kunstwerk wird 30, der Künstler 70 Jahre – Ehrenplakette: Friedhelm Pankowski gestaltet künstlerische Landkarten des Kreises Ahrweiler - Silhouette der Landskrone sticht heraus, Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 22. Juli 2016