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Hotel „Zum Weinberg“ Bad Neuenahr

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Die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel wollen 7,5 Millionen Euro in den Neubau eines Inklusionshotels mit acht Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung und dem Namen Hotel „Zum Weinberg“ im Max-Meier-Park neben dem Bahnhof Bad Neuenahr investieren.


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Chronik

Das Hotel an der Hauptstraße 62 war eines der Kernprojekte bei der Bewerbung in Mainz um die Landesgartenschau 2022. Bürgermeister Guido Orthen und Vertreter der von Bodelschwinghschen Stiftungen als Investor und Betreiber für zunächst 30 Jahre plus Verlängerungsoption auf 50 Jahre unterschrieben am Freitag, 23. August 2019, im Rathaus einen Erbpachtvertrag über das städtische Grundstück. „Gerade weil die Landesgartenschau mit Blick auf die Nachhaltigkeit eine andere Landesgartenschau sein will - eine, die Bewusstsein bildet und den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit im Fokus hat - sind wir dankbar, dass Bethel mit dem regionalen Motor Kay Andresen als Geschäftsführer der neuen Bethel Hotel Zum Weinberg gGmbH Bad Neuenahr das Projekt umsetzt und betreibt“, sagte Bürgermeister Orthen beim Pressegespräch im Beisein der Protagonisten. Bethel hatte sich anlässlich der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes mit einem Wettbewerbsbeitrag zum geplanten Inklusionshotel beworben und den Zuschlag erhalten. Nicole Berghaus und Volker Michalowicz vom gleichnamigen Architektur- und Ingenieurbüro in Neuwied, die bereits das Hospiz im Ahrtal bauten, stellten das Hotelprojekt vor. Das Hotel soll in den Park integriert werden. Der Baubeginn ist für Herbst 2019 geplant, die Eröffnung für Herbst 2021, so dass das Haus zur Laga 2022 mit einem eingespielten Team aufwarten kann. Neben Arbeitsplätzen für acht Menschen mit Behinderung soll das Hotel garni zwölf weitere Vollzeitarbeitsplätze bieten. In dem viergeschossigen Gebäude sollen 72 Zimmer mit 138 Betten entstehen. Sechs Zimmer sollen rollstuhlgerecht ausgestattet, je sechs weitere für Seh- und Hörgeschädigte eingerichtet werden. In die Tagungsräume im Erdgeschoss soll eine spezielle Konferenztechnik eingebaut werden. Für den Bau soll ähnliches Material wie für den benachbarten Bahnhof verwendet werden. Aufgabe des Hauses sei es nicht, etwas für die Hotellerie zu tun, sondern mit Blick auf den Arbeitsmarkt „das Problem zu beheben, dass Menschen mit einem Handicap immer noch nicht ausreichend beschäftigt werden“, wie der General-Anzeiger berichtete. Die Betriebe würden lieber die Ausgleichsabgabe zahlen, als die oft hoch motivierten behinderten Menschen einzustellen, sagte Uli Schmidt vom Mainzer Sozialministerium. Das Hotel „Zum Weinberg“ sei die 71. Inklusionsfirma mit insgesamt rund 900 Mitarbeitern im Land. Die Pastorin Johanna Will-Armstrong aus Bethel und Kay Andresen wurden zu Geschäftsführern der gGmbH bestellt. Andresen sagte, seine Ehefrau Ulrike Dobrowolny, Vorsitzende des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr, habe ihn ermutigt, das Projekt mit Bethel anzugehen. Die regionalen Banken und auch ein Dehoga-Gutachten attestierten dem Inklusionshotel Wirtschaftlichkeit. „Wir rechnen mit einer 51-prozentigen Auslastung mit Luft nach oben“, sagte Andresen. In Sachen Finanzierung hoffen die Investoren auf Zuschüsse von der „Aktion Mensch“ und vom Integrationsamt. Der Hotelbau und die Vernetzung des Projekts soll ein regionaler Beirat fördern, dem Bürgermeister Guido Orthen, die Winzerin Julia Baltes (Deutsche Weinkönigin 2012), Spitzengastronom Hans Stefan Steinheuer (Schirmherr Hospiz im Ahrtal), Gerhard Kreuter (ehemaliger Chefarzt Marienhaus-Klinikum) und Pfarrer Friedemann Bach (evangelische Kirche) angehören.[1]

Vor Weihnachten 2019 begannen im Max-Maier-Park Rodungsarbeiten.[2]

Im Mai 2020 begannen die Arbeiten zum Bau des von der Neuwieder Architektin Nicole Berghaus geplanten Integrationshotels, das acht Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung und weitere zwölf Vollzeitarbeitsplätze bieten soll. Das Haus soll als Hotel Garni geführt werden, also ohne eigenen Gastronomiebereich. In dem zur Hauptstraße hin gelegenen Bereich soll ein 1300 Quadratmeter großer Hotelgarten angelegt und es sollen 30 Pkw-Stellplätze eingerichtet werden. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ist Eigentümerin der knapp 4600 Quadratmeter großen Fläche, die sie im Rahmen eines Erbpachtvertrages auf 30 Jahre mit der Option einer Verlängerung auf 50 Jahre an die Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel aus Bielefeld als Investor verpachtet hat. Läuft alles nach Plan, kann das neue Hotel im Herbst 2021 in Betrieb gehen, das auch sechs Zimmer für Gäste bieten soll, die an einen Rollstuhl gebunden sind, sowie sechs Unterkünfte für seh- und hörgeschädigte Menschen. 6,7 Millionen Euro soll der Bau kosten, weitere 750.000 Euro Einrichtung und Ausstattung.[3]

Fußnoten

  1. Quelle: Marion Monreal: Landesgartenschau in Bad Neuenahr: Bad Neuenahr bekommt ein Inklusionshotel, general-anzeiger-bonn.de, 23. August 2019
  2. Quelle: Günther Schmitt: Im ehemaligen Max-Meier-Park: In Bad Neuenahr haben die Arbeiten zum Inklusionshotel begonnen, general-anzeiger-bonn.de, 17. Dezember 2019
  3. Quelle: Jochen Tarrach: Am Bahnhof entsteht ein Vorzeigeprojekt – Bau des ersten Inklusionshotels hat begonnen: In mehrfacher Hinsicht eine Adresse für Menschen mit Beeinträchtigungen, in: Rhein-Zeitung vom 28. Mai 2020