FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Max-Maier-Park Bad Neuenahr

Aus AW-Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
Bad Neuenahr - Heinz Grates (494) .jpg
Bad Neuenahr - Heinz Grates (322).jpg
Max-Maier-Park 11.jpg
Jürgen Lehmacher, Vorsitzender des Clubs der Köche Rhein-Ahr e.V., und Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe eröffneten am 10. November 2006 den Park.

Der nach dem Koch Max Maier benannte ehemalige Max-Maier-Park am Bahnhof Bad Neuenahr war am 10. November 2006 eröffnet worden. Seit Mai 2020 wird der Park mit dem integrativen Hotel „Zum Weinberg“ bebaut.


Lage

Die Karte wird geladen …

Sonstiges

Das Parkgelände, das früher als Kuhweide diente, ist eng mit dem Schicksal der Familie des jüdischen Viehhändler Leopold Wolff und seiner Frau Henriette verbunden. Im Jahr 1904 kaufte Leopold Wolff von der verwitweten Auguste Pollack (geb. Stamm) das Hotel du Nord, das gegenüber dem Park an der Hauptstraße stand, sowie das Gelände auf der Nordseite der Straße. Den Park gab es damals noch nicht, wohl aber den 1880 seiner Bestimmung übergebenen Neuenahrer Bahnhof. Auch als Hotelier handelte Leonhard Wolff weiterhin mit Vieh. Auf dem Gelände des späteren Max-Maier-Parks ließ er bis zu seinem Tod im Jahr 1925 Kühe und Rinder grasen, die er für den Verkauf vorgesehen hatte. Wolff wurde auf dem jüdischer Friedhof in Beul, wo sein Grab noch heute existiert. Im Jahr 1935 gingen das Hotel du Nord und die Kuhweide in den Besitz der Kölner Handelsbank über, die die Immobilien später an einen Privatmann verkaufte. Dessen Erben veräußerten später Hotel und Weide. Auf dem Grundstück, auf dem einst das Hotel du Nord stand, steht heute ein Teil des Quellenhof-Centers Bad Neuenahr, die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ist Eigentümerin der ehemaligen Kuhwiese. Die Witwe Henriette Wolff wollte bereits vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in die USA fliehen, starb aber im Jahr 1939 in Marseille, wo sie vermutlich einschiffen wollte. Ihrem Sohn Sally Wolff, dem die Flucht in die USA gelungen war, starb 1953 mit 50 Jahren in Vineland in New Jersey. Seine etwa 1901 geborene Schwester Lena Wolff ließ sich in Greenwich in Connecticut nieder.[1]

Während der Nazizeit wurde die ehemalige Kuhweide zum Adolf-Hitler-Park.

Anschließend war der Park Jahrzehnte lang namenlos – bis er im Rahmen eines kleinen Festakts am Freitag, 10. November 2006, nach dem Koch Max Maier benannt wurde. Außerdem wurde eine Schautafel aufgestellt, die an den Diätkoch und an den von ihm mitgegründeten Club der Köche Rhein-Ahr e.V. erinnert. An der Veranstaltung beteiligten sich Jürgen Lehmacher, Vorsitzender des Köcheclubs, Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe, Norbert Schürmann, Vorsitzender des Landesverbands West im Verband der Köche Deuschlands und Vorsitzender des Vereins der Köche Koblenz, Maria Fohr, die Landesschatzmeisterin des Landesverbands West im VKD, Franz Wagner und Landesjugendwart des Landesverbands West im VKD. Festredner war Holger Wegmann aus Münster, Vizepräsident des Verbandes der Köche.

"Ein langjähriger Wunsch geht damit in Erfüllung. Es war schon immer unser Anliegen, Leben und Wirken des Pioniers der Köche zu würdigen", sagte Lehmacher in seiner Ansprache. Maîtrè Pâtissier Heinz Adams, der Max Maier noch persönlich kannte, gab einen Überblick über das Schaffen des von 1892 bis 1975 lebenden Kochs. Maier kochte einst für die Hochzeit von Heinz und Maria Adams. "Er war der Pionier der Diätküche", sagte Adams. Auch Franz Simon, der Maier in den letzten Jahren seines Lebens betreut hat, erzählte Begebenheiten aus dem Leben des Geehrten.[2]

Noch vor der 5. Landesgartenschau Rheinland-Pfalz 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler soll der städtische Park mit einem Inklusionshotel mit acht Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung und dem Namen Hotel „Zum Weinberg“ bebaut werden.

Fotos von der Eröffnung des Parks

Weitere Parks in Bad Neuenahr

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: Neues Hotel kommt auf geschichtsträchtigen Boden – Jüdischem Hotelier und Viehhändler gehörte einst der Max-Meier-Park, in: Rhein-Zeitung vom 26. September 2019
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 13. November 2006