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Jugendbeirat der Stadt Sinzig

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Aufgabe des Jugendbeirates der Stadt Sinzig ist es, die städtischen Gremien in Fragen, die minderjährige Einwohner betreffen, durch Anregungen, Empfehlungen und Stellungnahmen zu beraten. Der Jugendbeirat soll sich aktiv am kommunalen Willensbildungsprozess beteiligen, wenn es um kinder- und jugendrelevante Themen geht. Der/die Vorsitzende dieses Gremiums hat darüber hinaus das Recht, sich in einem Ausschuss des Stadtrates, im Stadtrat selbst und in den Ortsbeiräten zu äußern, sofern Angelegenheiten beraten werden, die von wesentlicher Bedeutung für die Kinder und Jugendlichen in Sinzig sind.


Chronik

Im September 2019 beschloss der Stadtrat Sinzig die Gründung eines Jugendbeirats. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, in Schulen und Vereinen einen Wahlaufruf für diesen Beirat starten, der aus 13 bis 25 Jugendlichen im Alter von 14 bis einschließlich 17 Jahren bestehen soll. Mitglieder, die während ihrer Amtszeit 18 Jahre alt werden, dürften weitermachen. Volker Holy schlug vor, es solle festgelegt werden, wie viele Jugendliche aus einzelnen Stadtteilen in dem Gremium vertreten sein sollen, fand dafür jedoch keine Mehrheit. Hans-Dietrich Laubmann argumentierte: „Wenn wir von vorneherein Richtlinien vorgeben, werden wir keine Jugendlichen bekommen – die organisieren sich schon selbst.“ Friedhelm Münch (FWG), Vorsitzender des Jugend-Hilfe-Vereins für den Kreis Ahrweiler, sagte, ihm gehe das „zu wenig in die Breite“; es könnten ruhig auch 200 Jugendliche sein. Finja Bareis von der FridaysForFuture-Ortsgruppe Sinzig erhielt Rederecht und sagte: „Wir haben in unseren Gruppen auch Zwölfjährige, die klare Köpfe haben“, und warb dafür, auch jüngere Jugendliche für den Beirat zuzulassen. Dieser Vorschlag fand jedoch keine Mehrheit.[1]

Am Freitag, 22. November 2019, wurde der Jugendbeirat der Stadt Sinzig erstmals gewählt. Bis zu 25 Personen können diesem neuen Gremium angehören. Die Wahlversammlung begann um 17 Uhr im Ratssaal des Sinziger Rathauses. Alle Jugendlichen, die das 14. Lebensjahr vollendet und bis zum Eintritt der Volljährigkeit ihren Hauptwohnsitz in Sinzig haben, waren wahlberechtigt und konnten kandidierten. Die Wahlversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 30 wählbare junge Menschen erscheinen. Die Wahl wird in Form einer Mehrheitswahl durchgeführt.[2]

35 der insgesamt 670 angeschriebenen Jugendlichen beteiligten sich an der Wahl. Dem Gremium, das in dieser Zusammensetzung zwei Jahre lang wirken soll, gehören 25 Mitglieder im Alter zwischen 14 und 17 Jahren an. Dem Gremium, das zweimal jährlich tagen soll, gehören an: Eyleen Abu Karim (11 Stimmen), Lars Boes (17), Viktoria Demmer (13), Amine Fatma Erdem (10), Sarah Juliane Freund (10), Hannah Geron (14), Simon Jung (16), Raphael Jüris (20), Moritz Leimkühler (18), Marita Mies (14), Quynh Huong Nguyen (20), Dominik Scheele (7), Anastasia Schramm (13), Tim Tischler (18), Lilith Wandel (15), Casandra Yousef (10), Julian Hoppe (7), Nina Schäfer (6), Jerry Upgang (2), Maxim Theisen (2), Maurice Blum (1), Lukas Klaus (1), Lara Otter (1), Helen Hobelsberger (2) und Timon Müller (2). Von den Jugendvertretern kommen zwei aus Bad Bodendorf, drei aus Westum, einer aus Koisdorf und einer aus Löhndorf – der Rest aus der Kernstadt. Dem Jugendbeirat steht ein Budget in Höhe von 1000 Euro zur Verfügung. Die Mitglieder sind denen anderer Beiräte wie dem Beirat für Migration gleichgestellt und erhalten jeweils ein Sitzungsgeld in Höhe von 25 Euro.[3] Die erste Sitzung wurde auf den 17. Januar 2020 gelegt.

Fußnoten

  1. Quelle: Judith Schumacher: Jugend bekommt Stimme in Sinziger Kommunalpolitik – 14- bis 17-Jährige wählen einen Beirat, in: Rhein-Zeitung vom 30. September 2019
  2. Quelle: Jugend wählt in Sinzig – Wahlversammlungim Rathaus, in: General-Anzeiger vom 15. November 2019
  3. Quellen: Bernd Linnarz: Junge Leute mischen in der Politik mit – Premiere im Kreis Ahrweiler: Sinziger Jugendliche wählen ihren Beirat für die Stadt, in: General-Anzeiger vom 25. November 2019, und Judith Schumacher: Erster Jugendbeirat in Sinzig gewählt – Mitglieder des neuen Gremiums sollen sich in die Stadtpolitik einbringen – Konstituierung bereits erfolgt, in: Rhein-Zeitung vom 25. November 2019