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Hotel „Rodderhof“ Ahrweiler

Aus AW-Wiki
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Landrat Dr. Jürgen Pföhler (v.l.) händigte Gabriele, Dirkund Sohn Daniel Hempen im Februar 2004 die Baugenehmigung zur Erweiterung des Rodderhofes aus.
Infotafel

Das Hotel „Rodderhof“ an der Oberhutstraße 48 in Ahrweiler war ursprünglich der Klosterhof der Augustiner-Chorherren von Klosterrath. Die Bezeichnung als „Rodder“ ist dabei wahrscheinlich eine Vereinfachung des Wortes „Klosterrather“. Heute besteht der Hof aus einem zweigeschossigen Bruchsteinbau, einem rechtwinklig anschließenden Gebäudetrakt sowie einem lang gestreckten Wirtschaftsgebäude mit Tordurchfahrt. Im Innenhof steht ein eineinhalbgeschossiges Gebäude aus jüngerer Zeit.


Anschrift

Oberhutstraße 48

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler)

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Kontakt

  • Telefon 02641 399-0
  • Fax 02641 399-333

Inhaber

Gabi und Dirk Hempen (seit etwa 1992)[1]

Chronik

Der Rodderhof war ursprünglich der Klosterhof der Augustiner-Chorherren von Klosterrath, die vom Reichskloster Prüm in Ahrweiler mit vielen Weinbergen belehnt worden waren. Zunächst stand der Hof in der Wüstung Gisenhoven. Nach der Belagerung Ahrweilers durch Truppen des Kölner Erzbischofs Ruprecht von der Pfalz im Jahr 1474 und dem Untergang Gisenhovens wurde der Hof in den Schutz der Stadtmauern verlegt. Weil dem Hof, zu dem eine Mühle gehörte, auch die Vermögensverwaltung des Augustinerinnen-Klosters Marienthal unterstand, behielt er lange Zeit seine wirtschaftliche Bedeutung.

Ob der Hof dem Stadtbrand von Ahrweiler am 1./2. Mai 1689 zum Opfer fiel, ist fraglich, weil die Liste der abgebrannten Höfe, die der damalige Stadtschreiber im Jahr 1691 zusammenstellte, enthält den Klosterrather Hof nicht.

Das inzwischen verfallene Gebäude im Jahr 1714 unter Abt Nicolaus Heyendahl wieder aufgebaut und in ein Wohnhaus mit Wirtschaftsgebäuden, Kelter, zwei Kellern, Ringmauer und einer Tordurchfahrt verwandelt. Das an der Oberhutstraße stehende zweigeschossige und achtachsige Hauptgebäude hat barocken Charakter. Der Speisesaal erhielt eine reich verzierte Stuckdecke. Um den Innenhof herum waren Stallungen und Remise angeordnet.

Im Rahmen der Säkularisation wurde der Hof beschlagnahmt, bevor er im Jahr 1803 vom französischen Staat für 2075 Franc an Peter Josef Schütz verkauft wurde. 1846 ist der Rodderhof an Peter Josef Kreuzberg verkauft worden, bevor das Anwesen im 19. Jahrhundert Eigentum der Stadt Ahrweiler wurde. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts steht der Hof unter Denkmalschutz. Im Jahr 1992 wurde der ehemalige Klosterhof, der sich zu dieser Zeit wieder in privater Hand befand, grundsaniert und zu einem Hotel umfunktioniert.[2]

Inzwischen ist der ehemalige Klosterhof als „Historic Hotel International“ ausgezeichnet. Die Hotel Rodderhof GmbH Bad Neuenahr-Ahrweiler ist im November 2017 seit 25 Jahren Mitglied der Industrie- und Handelskammer Koblenz.[3] In der Session 2017/18 zierte das Hotel den Sessionsorden der Ahrweiler Karnevalsgesellschaft 1863 e.V.[4]

Siehe auch

Rodderhof-Mühle Ahrweiler

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Marion Monreal: Festliche Proklamation: Ahrweiler ist „seelig“, general-anzeiger-bonn.de vom 18. November 2017
  2. Quellen: Hans-Georg Klein: Ahrweiler, 2. aktualisierte und überarbeitete Auflage, Jünkerath: Eifel-Verlag 2016, 64 Seiten, ISBN 978-3-943123-20-3, S. 49, u.a.
  3. Quelle: IHK-Journal – Nachrichten der Industrie- und Handelskammer Koblenz, Nr. 11/12 2017, Seite 22
  4. Quelle: Marion Monreal: Festliche Proklamation: Ahrweiler ist „seelig“, general-anzeiger-bonn.de vom 18. November 2017