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Renate Jasper

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Renate Jasper nach ihrer Auszeichnung mit der Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens im Jahr 2006

Renate Jasper (* 15. September 1935, † 27. Dezember 2017) (SPD) aus Koisdorf, verheiratete Mutter einer Tochter, engagierte sich von 1989 bis 2014 in der Kommunalpolitik.


Funktionen und Mandate

Renate Jasper war – mit Unterbrechungen – von der Kommunalwahl 1989 bis zur Kommunalwahl 2014 in diversen kommunalen Gremien aktiv: knapp 20 Jahre im Sinziger Stadtrat sowie zwischen 1989 und 2004 für zehn Jahre im Kreistag.

Im November 2000 war Renate Jasper für zwei weitere Jahre zur Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Kreis Ahrweiler gewählt worden. Jasper wurde in der Wahlperiode von 2009 bis 2014 in den Rechtsausschuss des Kreises Ahrweiler entsandt.

Daneben war Re­na­te Ja­sper eh­ren­amt­li­che Richt­erin. Von 1985 bis 1988 war sie Schöf­fin am Amtsgericht Bad Neuenahr-Ahrweiler, von 1989 bis 1992 und 2001 bis 2004 am Landgericht Koblenz. Am Verwaltungsgericht Koblenz war sie elf Jah­re lang bis zum Jahr 2004 eh­ren­amt­li­che Richt­erin. Von 1989 bis 2005 gehörte sie dem Vor­stand des Kreisvolkshochschule Ahrweiler e.V. an. Darüber hinaus war Renate Jasper Mitglied des Möhneclubs Koisdorf.[1]

Auszeichnungen und Würdigungen

Im Jahr 2006 wurde Renate Jasper mit der Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens ausgezeichnet.

Zum Abschied von Renate Jasper von der Kommunalpolitik hieß es im Mai 2014 im General-Anzeiger:

Was Renate Jasper (SPD) nie verlieren wird und nie hergeben will: ihren sarkastischen Humor und ihren VW Käfer ... Letzter Schnittpunkt der Kreis- und Stadtpolitik: der Erhalt des Bad Bodendorfer „Bad“-Titels. „Als Landrat Jürgen Pföhler ins Rathaus kam, um zu gratulieren, hab' ich ihm ein Dossier überreicht. Dieses Titel-Gerangel war eine Farce, denn auf der 'Packung' Bad Bodendorf steht was drauf, was nicht drin ist.“ Da ist sie unbequem und kompromisslos, da will sie das bei der Wahl gegebene Wort halten: mit dem Bürger, für den Bürger. Aus dieser Geradlinigkeit heraus erklärt sich aber auch, dass sie für die einen die rote Renate, für die anderen das schwarze Schaf war, das häufig aneckte, lange Jahre die Kommunalaufsicht beschäftigte und das Kommunalbrevier als Lieblingsbuch im Regal stehen hat. Die satirisch spitze Feder der Natur- und Tierschützerin, die Igel mit Babyflaschen großzog, zehn Nymphensittichen ein Zuhause gab, sich heute noch mit Ehemann, Hund und Schildkröte das Haus teilt und eine Bürgerwehr gegen Tiefflüge über dem Höhenort ins Leben rief, haben viele zu spüren bekommen: ob durch Glossen im General-Anzeiger, Büttenreden für die Möhnen oder als ältestes Ratsmitglied durch ironische Rückblicke beim Jahresabschluss des Sinziger Gremiums. „Die Arbeit im Kreistag war stressfreier, produktiver, und noch heute denke ich voll Trauer an den viel zu früh verstorbenen Landrat Joachim Weiler.“ Die einstige ehrenamtliche Richterin am Koblenzer Verwaltungsgericht erinnert sich an Norbert Hesch als den Bürgermeister, „der einfach die Kirchplatz-Bäume abholzen ließ“ und ärgert sich, dass es bis heute nicht erreicht wurde, die Bahnsteige im Sinziger Bahnhof zu erhöhen. „Dass wir das in 20 Jahren nicht geschafft haben, ist ein Fehlverhalten aller Parteien“, so Jasper ... Den künftigen Rats-Newcomern empfiehlt sie, „nicht blauäugig alles zu glauben, was sie vorgesetzt bekommen und das Lesen der Gemeindeordnung.“ Ihr persönliches Fazit: „Es gibt Dinge, die 'kannste' nun mal nicht ändern. Und: Ein Mandat ist kein Dauer-Abo.“[2]

Fußnoten

  1. Quelle: General-Anzeiger vom 30./31. Dezember 2017
  2. Quelle: Marion Monreal: Renate Jasper und Heinz Lindlahr: Zwei Urgesteine der Politik treten von der Bühne ab, general-anzeiger-bonn.de vom 22. Mai 2014