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Kreissparkasse Ahrweiler

Rheinpromenade Niederbreisig

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Die etwa 400 Meter lange Rheinpromenade in Niederbreisig wird von Hotels und Gastrobetrieben gesäumt, die insbesondere in den Frühlings- und Sommermonaten Spaziergänger, Ausflügler, Wanderer und Radfahrer anlocken. Die Promenade sollte ab Herbst 2016 neu gestaltet werden. In mehreren Bauabschnitten will die Stadt Bad Breisig mit Hilfe hoher Fördermittel für eine neue Optik, eine neue Radwegeführung und eine bessere Ausnutzung der Flächen sorgen. Die Zielvorstellung lautet: „Gäste sollen gerne wiederkommen wollen, Radfahrer sollen anhalten, Wanderer sollen zum Verweilen eingeladen werden“, wie es Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch im Dezember 2018 formulierte. Ursprünglich sollte die Neugestaltung im Herbst 2016 beginnen. Aber der Baubeginn verzögerte sich – und das Vorhaben erwies sich als zu teuer. Planer Horst Huhmann präsentierte den städtischen Gremien deshalb eine abgespeckte Variante, deren Umsetzung nicht mehr 1,5, sondern nur noch rund 1,2 Millionen Euro kosten soll.[1]


Lage

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Chronik

"In Bad Breisig bahnt sich eine Umgestaltung und große Aufwertung der Rheinpromenade an, die von jeher besonderer touristischer Anziehungspunkt gewesen ist", berichtete der General-Anzeiger im Januar 2015. Zwischen Bebauung und Ufer ist allerdings nicht viel Platz. Dieses Problem wollen die Planer mit Aufschüttungen angehen. Durch eine Verlagerung der Uferböschung in Richtung Rhein soll zusätzliche Fläche für Fußgänger, Radfahrer und Außengastronomie sowie für Veranstaltungen geschaffen werden. Die vier Schiffsanleger sollen erhalten werden. Die Rheinpromenade soll nach dem Umbau auf mehreren Etagen zehn Meter breiter werden. Der mit der Entwurfsplanung beauftragte Ingenieur Horst Huhmann stellte die Planung in einer Sitzung des Bau- und Ortsbildausschusses der Stadt Bad Breisig im Januar 2015 vor. Die Pläne zur Neugestaltung sollen in drei Bauabschnitten umgesetzt werden. "Wir wollen eine Neuordnung für Fußgänger, Radwanderer, Autofahrer, die Schifffahrt und nicht zuletzt auch die Autofahrer", sagte Huhmann. Der Verkehr solle entzerrt, schöne Aus- und Durchblickmöglichkeiten mit Sitzgelegenheiten sollen geschaffen, Flächen strukturiert und Relaxzonen geschaffen werden. Der Rhein-Radweg soll dabei bis zu 1,30 Meter tiefer gelegt und brach liegende Flächen sollen zur Promenade zugefügt werden. Radwanderer sollen dennoch dazu angehalten werden, abzusteigen und ihr Rad über die Promenade zu schieben. Vor einer Umsetzung seien umfangreiche Abstimmungen mit zahlreichen Behörden, wie dem Wasser- und Schifffahrtsamt und der Oberen und Unteren Wasserschutzbehörde erforderlich. Der erste Bauabschnitt – Volumen: 400.000 Euro – solle den Bereich zwischen Eulen- und Biergasse umfassen. 30 Prozent (120.000 Euro) der Kosten muss die Stadt selbst tragen, den Rest kommt aus dem Förderprogramm "Aktive Stadt". Wie teuer die restlichen Abschnitte werden, konnte Huhmann nicht sagen, da die Pläne zu dieser Zeit nur für den ersten Teil relativ konkret waren. Der zweite Teilabschnitt solle am Rheinhotel 4 Jahreszeiten Bad Breisig beginnen. Der dritte im Bereich des Hotels "Zur Mühle" soll den brach liegenden Promenadenabschnitt in Richtung Kurpark Bad Breisig aufwerten. Im Spätsommer 2016 könnten die Bagger anrollen, hieß es damals.[2]

Nachdem erste Pläne für die Neugestaltung der Promenade bereits zwei Jahre in Fachausschüssen, im Stadtrat sowie in einer Bürger- und Anliegerversammlung präsentiert und diskutiert worden waren, ist im Dezember 2016 im Bauausschuss ein überarbeiteter Entwurf präsentiert worden. Die Verwaltung hatte zwischenzeitlich die für die Umgestaltung des Rheinufers erforderlichen Genehmigungen bei anderen Behörden eingeholt. „Während eine breite Mehrheit mit der angedachten Attraktivitätssteigerung sehr einverstanden ist, formiert sich eine Minderheit zum Widerstand“, berichtete der General-Anzeiger (GA). Die Maßnahme sei „völlig überflüssig“, sagte Bernd Lang, Vorsitzender der SPD-Fraktion des Bad Breisiger Stadtrats. Und die FWG plädierte dafür, erst sollte mal den maroden Parkplatz an den Römer-Thermen in Ordnung bringen. Für die geplante Attraktivierung der Rheinpromenade fehle der Stadt einfach das nötige Kleingeld. „Rund zwei Drittel der auf etwa 1,8 Millionen Euro geschätzten Kosten werden nicht von Bad Breisig, sondern vom Land aufgebracht“, berichtete der GA. Weiter hieß es im GA:

Mit einer neuen – eher kurvenreichen – Wegeführung, mit versetzten Bäumen, zusätzlichen Pflanzflächen, kleinen und großen Aussichtspunkten, Terrassen und Stufenanlagen, die zudem in der Dunkelheit romantisch beleuchtet werden sollen, wird nach den Vorstellungen des Bad Breisiger Planers Horst Huhmann reichlich Anreiz geschaffen, in aller Ruhe über die Promenade zu schlendern und das Landschafts- und Gastroangebot zu genießen.[3]

Ein sensibler Punkt sei die Gestaltung des Rhein-Radwegs. Das Ziel sei, es, Radwanderer einzugeladen, in Bad Breisig und der dortigen Gastronomie Halt zu machen. In vier Bauabschnitten – so die Planung im Dezember 2016 – sollte die rund 800 Meter lange Promenade komplett neu gestaltet werden. Im Frühjahr 2017 könne der Bau beginnen – sofern das Land die Planung und ihre Förderungswürdigkeit anerkennt. Weil die vier Bauabschnitte nacheinander und nicht zeitgleich realisiert werden sollen, sei mit einer Gesamtfertigstellung im Jahr 2019 zu rechnen.

Horst Huhmann vom planenden Ingenieurbüro H2R stellte dem Bauausschuss der Stadt im November 2018 die reduzierte Ausbauplanung vor. Während die Realisierung der Pläne von Anfang 2017 1,48 Millionen Euro gekostet hätten, werde die abgespeckte Version rund eine Million Euro kosten, so Huhmann. Einer der zunächst vier geplanten Bauabschnitte fällt komplett dem Rotstift zum Opfer, zwei weitere Abschnitte wurden abgespeckt und mit dem ersten Bauabschnitt zusammengefasst. Die Ausbaufläche misst etwa 2000 Quadratmeter. Die Rhein-Zeitung berichtete über die geplante Neugestaltung:

Geplant ist, die Rheinpromenade zu erhöhen und mit abgesetztem Fuß- und Radwegbereich, in dem Radfahrer ihr Rad aber nur schieben dürfen, zu verbreitern. Neu entstehen wird eine beleuchtete Stufenanlage. Die Baumaterialien werden passend zu der Baumaßnahme in der Ernst-Schwickerath-Allee gewählt und in Grautönen gehalten sein. Das vorhandene Pflaster wird wiederverwendet.[4]

Der General-Anzeiger berichtete im Dezember über die Pläne für eine kostenreduzierte Neugestaltung:

Vordringliches Ziel bleibt, die Promenadenfläche zu erweitern, um mehr Raum für Aufenthalte und Veranstaltungen zu bekommen. Der Verkehr soll entzerrt, schöne Ausblick- und Durchblickmöglichkeiten mit Sitzgelegenheiten geschaffen, Flächen geordnet, Relaxzonen gebaut werden. Dabei gilt es, Böschungsanlagen zu verlagern, um für die Promenade mehr Breite zu gewinnen. Besonderer Blickfang soll dabei eine treppenähnlich angelegte Sitz-, Ausblick- und Treffmöglichkeit bilden, die im Zentrum der Promenade entstehen soll.[5]

Bad Breisig wolle die Zuschussgeber nun mit einer verkleinerten Stufenanlage und dem Wegfall eines Bauabschnittes in Richtung Kurpark überzeugen.

Weitere Fotos

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Victor Francke: Haushalt Bad Breisig: In Bad Breisig soll kräftig investiert werden, general-anzeiger-bonn.de vom 13. Dezember 2018
  2. Quellen: Victor Francke: Rheinpromenade in Bad Breisig - Breite Veranstaltungsfläche geplant, general-anzeiger-bonn.de vom 22. Januar 2015, und Jan Lindner: So soll die neue Rheinpromenade aussehen - Stadt Bad Breisig stellt Pläne der Öffentlichkeit vor – Beginn im September 2016 – 400 000 Euro für ersten Bauabschnitt, in: Rhein-Zeitung vom 22. Januar 2015
  3. Quelle: Victor Francke: Umbau der Uferpromenade in Bad Breisig – Mehr Kurven, Beete und Aussichtspunkte, general-anzeiger-bonn.de vom 15. Dezember 2016
  4. Quelle: Petra Ochs: Planung für Rheinuferpromenade verschlankt – Bauausschuss lässt Einsparmöglichkeiten ausloten – Kitaneubau ist mangels Plätzen unumgänglich, in: Rhein-Zeitung vom 26. Novmber 2018 2018
  5. Quelle: Victor Francke: Haushalt Bad Breisig: In Bad Breisig soll kräftig investiert werden, general-anzeiger-bonn.de vom 13. Dezember 2018