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Beate Reich

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Beate Reich (* 23. August 1968 in Bonn) aus Remagen war vom 18. Mai 2006 bis 4. November 2014 Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz. Im Zuge einer großen Kabinettsumbildung als "Befreiungsschlag" nach dem Nürburgring-Skandal wurde Reich zusammen mit ihrem Minister Jochen Hartloff von Ministerpräsidentin Malu Dreyer aus dem Amt der Staatssekretärin entlassen. Die Ministerpräsidentin nutzte die Gelegenheit auch, um dem von ihrem Vorgänger Kurt Beck zusammengestellten Kabinett vor der Landtagswahl 2016 ein eigenes Gesicht zu geben und neue Themen zu setzen. Reich wurde durch den zu dieser Zeit 46-jährigen Juristen Hannes Kopf ersetzt. Nach Staatskanzleichefin Jacqueline Kraege, die nach der Kabinettsumbildung die Mainzer Interessen in Berlin und Brüssel vertreten soll, war Reich das Kabinettsmitglied mit der zweitlängsten Amtszeit.


Reich Beate.jpg
Staatssekretärin Reich zeichnete im Juni 2013 Sigmund Belz (links) mit der Landesverdienstmedaille aus.
Beate Reich (links) bei einer Mitgliederehrung
Beate Reich (Sechste von links) mit ihrem Wahlkampfteam für die Landtagswahl 2011
Am 23. April 2014 zeichnete Beate Reich (rechts) den Sinziger Karl-Friedrich Amendt (Mitte) im Schloss Sinzig mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz aus.

Vita

Beate Reich wurde am 23. August 1968 in Bonn geboren. Seit 1972 wohnt sie in Remagen, wo sie auch die Grundschule "St. Martin" besuchte. Anschließend wechselte sie zum Rhein-Gymnasium Sinzig, wo sie 1988 Abitur machte. An der Universität Bonn studierte Reich anschließend Rechtswissenschaften; ihre Referendarzeit absolvierte sie beim Oberlandesgericht Koblenz. 1996 machte sie ihr zweites Examen, bevor sie für kurze Zeit als Rechtsanwältin arbeitete. Von Ende 1996 an stand die Verwaltungsjuristin in Diensten der Stadt Köln.

1988 trat sie in den SPD-Ortsverein Remagen ein, im Jahr darauf wurde sie Vorstandsmitglied, im Februar 2000 Vorsitzende. 1990 wurde Reich erstmals in den Vorstand des SPD-Kreisverbands Ahrweiler. 1994 wurde sie erstmals in den Vorstand des SPD-Bezirkserbandes Rheinland/Hessen-Nassau gewählt, von 1994 bis 1998 war sie Mitglied des Juso-Bezirksvorstands und von 1996 bis 1998 Sprecherin des Juso-Bezirks. Von 1989 bis 1994 und ab 1999 war/ist Beate Reich Mitglied des Remagener Ortsbeirats, bei der Kommunalwahl 1994 wurde sie erstmals in den Stadtrat Remagen gewählt. Zur Landtagswahl im März 2001 kandidierte sie im rheinland-pfälzischen Landtagswahlkreis 13. Über die Landesliste ihrer Partei errang sie bei dieser Wahl erstmals ein Landtagsmandat.

  • Im August 2001 wurde sie ins Kuratorium der Stiftung Bahnhof Rolandseck berufen.
  • Im Januar 2002 wurde sie in den SPD-Landesvorstand gewählt.
  • Im April 2010 wurde sie als Direktkandidatin des Landtagswahlkreises 13 für die Landtagswahl 2011 gewählt.

Dietmar Brück schrieb in der Rhein-Zeitung vom 10. Februar 2011 über Beate Reich:

Am 18. Mai 2006 stieg Beate Reich zur Staatssekretärin auf, zeitgleich wurde der aus Neuwied stammende Heinz Georg Bamberger SPD-Justizminister. Der Ex-Präsident des Oberlandesgerichts Koblenz und die Kölner Rechtsrätin waren neu in der Regierung. Doch Reich hatte zumindest viel SPD-Erfahrung. Sie sollte Bamberger vor politischen Fallstricken bewahren ... In Regierung und SPD-Vorstand gilt die Juristin als kühl und zurückhaltend. Jemand, der gern in der Deckung bleibt. Die Opposition sagt ihr eine gewisse Arroganz nach, in der SPD wird ihre „geräuschlose Effizienz“ gelobt. Inhaltlich kämpft sie für einen starken Opferschutz und dafür, dass Bedürftige für kleines Geld eine solide Rechtshilfe erhalten. Ein Modell dafür sind die „anwaltlichen Beratungsstellen“ in der Fläche. Beate Reich in ihrer Heimat Remagen: Hier kommt sie her. Hier genießt sie den Zusammenhalt von Freunden und Familie. Hier ist viel Positives über sie zu hören. Beate Reich hat ihre SPD mitten im CDU-Stammland fest im Griff, ist in allen möglichen Räten und Verbänden aktiv. „Für uns ist sie eine Hoffnungsträgerin in dieser schwarzen Gegend“, meint ein Sozialdemokrat, der sie gut kennt. Bücherfreundin Reich reist gern in exotische Länder, mag Kunst und Kultur und sagt zugleich von sich selbst, dass sie nie in der Stadt leben könnte. Die Protestantin zieht viel Kraft aus ihren Wurzeln.

Nach der Entlassung aus dem Kabinett Dreyer im November 2014 versicherte Reich dem SPD-Ortsverein Remagen, "dass sie ihr ehrenamtliches SPD-Engagement fortführen und die Partei auch im Remagener Stadtrat weiter vertreten will", berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 10. November 2014. Weiter hieß es in dem RZ-Bericht:

Wie es beruflich für sie weitergeht, weiß Beate Reich noch nicht: „Es ist ja alles noch sehr frisch.“ Eine Alternative bekam sie von Malu Dreyer nicht angeboten. Das wäre auch schwierig, schließlich gehört sie als Staatssekretärin einer sehr hohen Besoldungsgruppe an; darüber liegen nur noch Minister und Ministerpräsidentin. In den turbulenten Tagen nach der Entlassung habe sie sich jedenfalls auch an eine „sehr schöne Zeit in Mainz erinnert, in der ich auch einiges bewegen konnte“. Etwa, dass seit 2006 stetig die Personalausstattung verbessert worden sei von Staatsanwaltschaften und richterlichem Dienst. Dass es einen regelmäßigen Opferschutzbericht der Landesregierung gibt, der helfen soll, die Belange von Opfern zu stärken. Und: Sie hat auch initiiert, dass es im Land eine kostenlose anwaltliche Beratung für Jugendliche gibt und für Erwachsene, die sich keinen Anwalt leisten können.[1]

Mandate

  • Mitglied des Remagener Stadtrats (1994-1999, 1999-2004, 2004-2009)
  • Mitglied des Ortsbeirats Remagen (1999-2004)
  • Mitglied im Richterwahlausschuss des Landes Rheinland-Pfalz (seit Herbst 2004)
  • 2001 erstmals in den Landtag gewählt
  • Am 18. Mai 2011 von Ministerpräsident Kurt Beck erneut zur Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Justizministerium ernannt.
  • Reich ist/war Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Remagen.

Funktionen

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Jan Lindner: Staatssekretärin Reich orientiert sich neu - Am Dienstag scheidet Remagener Sozialdemokratin aus dem Kabinett von Malu Dreyer aus, in: Rhein-Zeitung vom 10. November 2014