FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

EA European Academy of Technology and Innovation Assessment GmbH

Aus AW-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die EA European Academy of Technology and Innovation Assessment GmbH (bis 2014 "Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH") ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung des Landes Rheinland-Pfalz und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die 1996 gegründet wurde. Wissenschaft, Technologie und Innovation verändern die Lebensbedingungen des Menschen in raschem Tempo. Das eröffnet neue Handlungsoptionen und bietet Chancen, beinhaltet aber auch Risiken und Konsequenzen. An der EA European Academy werden diese Entwicklungen analysiert, reflektiert und modelliert, um Gestaltungswissen bereitzustellen.


Europäische Akademie Ahrweiler.jpg
Europäische Akademie.jpg
Ahrweiler - Heinz Grates (56).jpg
Akademie-Direktorin Prof. Dr. Petra Ahrweiler und der Qualitätsmanager der Europäischen Akademie, Dr. Detlev Bohle, im Januar 2014
Professor Dr. phil. Dr. phil.h.c. Carl Friedrich Gethmann, Gründungsdirektor der Akademie

Anschrift und Standort

Wilhelmstraße 56 (Mittelzentrum Bad Neuenahr-Ahrweiler)

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler)

Die Karte wird geladen …

Kontakt

Gesellschafter

Gesellschafter der Einrichtung sind das Land Rheinland-Pfalz und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR).

Rechtsform

Die EA European Academy hat die Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Leitung

  • Geschäftsführer: Stefan Latussek (1. März 2012 bis 27. März 2013 und seit 28. Juni 2017)
  • Stellvertretender Direktor: Diplom-Geologe Dr. rer. nat. Stephan Lingner
  • Kaufmännische Leitung: Anna Wart (B.Sc.) (seit Dezember 2016), Vorgängerin: Dipl.-Kff. Margret Heyen

Mitarbeiter

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Katharina Mader (bis Ende 2018 in Mutterschutz), Ansgar Skoda, M.A.

Etat

Der Etat der Europäischen Akademie betrug im Jahr 2008 ca. zwei Millionen Euro. Im Jahr 2012 belief er sich auf 1,7 Millionen Euro. Der Etat der EA European Academy beträgt im Jahr 2014 1,4 Millionen Euro.

Gründung und Entwicklung

Wie der RheinAhrCampus in Remagen und das Arp-Museum in Rolandseck, so kam auch die Europäische Akademie durch den Bonn-Berlin-Ausgleich in den Kreis Ahrweiler.

Die EA European Academy wurde am 11. März 1996 gegründet. In den ersten vier Jahren war die Akademie in einem Trakt der Apollinaris GmbH Bad Neuenahr untergebracht, bis sie im März 2000 ins Mittelzentrum Bad Neuenahr-Ahrweiler umzog. Bis Mai 2014 hieß die Einrichtung "Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen GmbH".

Prof. Dr. Petra Ahrweiler (* 1963) wurde zum 27. März 2013 Direktorin und Geschäftsführerin der Akademie, Vorgänger Stefan Latussek war ab 1. März 2012 Geschäftsführer, Gründungsdirektor Prof. Dr. phil. Dr. phil.h.c. Carl Friedrich Gethmann war bis 29. Februar 2012 Geschäftsführer und Direktor der Akademie. In einem Interview mit der Rhein-Zeitung sagte Petra Ahrweiler:

Nach fast zwei Jahren Direktorenvakanz habe ich ... ein Institut vorgefunden, das in seiner institutionellen Grundfinanzierung um 20 Prozent gekürzt worden war, das mit der Einwerbung von externen Forschungsfördergeldern unter die von den Gesellschaftern definierte kritische Grenze gerutscht war und dessen Projekte im Auslaufen begriffen waren. In dieser Situation gab es eine Findungskommission der Gesellschafter auf der Suche nach einem neuen Direktor und einer Neubelebung der EA als internationales Forschungsinstitut. ... Und ich habe nicht nur ein neues Profil mitgebracht, sondern auch eine Reihe von EU-Projekten.[1]

Das Qualitätsmanagementsystem der EA European Academy wurde im Januar 2014 nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Die Lloyd's Register Quality Assurance GmbH (LRQA) überreichte der Forschungseinrichtung am 10. Januar 2014 die entsprechende Urkunde. Zertifiziert wurden die Prozesse der Verwaltung, der Öffentlichkeitsarbeit und der Projektadministration. Prof. Dr. Petra Ahrweiler, Direktorin und Geschäftsführerin der Akademie, erklärte in einer Pressemitteilung: "Dieses Managementsystem wird uns darin unterstützen, unsere Standardprozesse kontinuierlich zu verbessern." Die seit Jahren in der EA European Academy etablierte Qualitätskultur werde durch die Zertifizierung nun auch nach außen hin zum Ausdruck gebracht. Das in der Akademie praktizierte Qualitätsmanagementsystem trage dazu bei, effiziente Strukturen und Abläufe zu schaffen. Regelmäßige Überprüfungen werden würden folgen, um die Zertifizierung aufrecht zu erhalten, so Dr. Detlev Bohle, Beauftragter für das Qualitätsmanagement an der Akademie, in der Pressemitteilung.[2]

Um die neue Ausrichtung der kurz zuvor umbenannten Akademie erstmals öffentlich vorzustellen, begrüßte Prof. Dr. Petra Ahrweiler, Direktorin der Einrichtung, am Mittwoch, 1. Oktober, rund 100 geladene Gäste aus Forschung, Politik und Gesellschaft, u.a. Staatssekretärin Vera Reiß vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, in den Institutsräumen im Mittelzentrum Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Von Wissensproduktion und Forschung werden wesentliche Impulse zur gesellschaftlichen Krisenbewältigung und zur Gestaltung einer lebenswerten Zukunft für alle erwartet", sagte Ahrweiler in ihrem Vortrag, "auf keinen Fall sollen fragwürdige Technologien oder unbegleitete Innovationsprozesse existierende Probleme verstärken oder zu neuen Problemen führen." Die EA erforsche die komplexen Prozesse zwischen Wissensproduktion und gesellschaftlichem Wandel sowohl im Hinblick auf Chancen, Problemlösungen und neue Optionen als auch auf mögliche Risiken und Gefahren. Um dies für viele verschiedene Wissens- und Forschungsgebiete, für neue Technologien und eine breite Palette von Innovationsprozessen durchführen zu können, besitze die neue EA eine spezielle Arbeitsumgebung – das EA-Lab: „Hier sammeln, verarbeiten und analysieren wir große Datenmengen, um komplexe Sachverhalte beschreiben und erklären zu können", erläuterte Petra Ahrweiler, "die Daten und Analyseergebnisse informieren dann unsere Modelle und Simulationen, mit denen wir ,Was wäre wenn?’-Fragen stellen, um wohlfundiert mögliche Zukunftsszenarien entwerfen zu können.“ Von den acht laufenden Forschungsprojekte der EA würden sechs von der Europäischen Kommission gefördert.

In einer Pressemitteilung, die die EA anlässlich der Konzeptvorstellung herausgab, hieß es zur veränderten Aufgabenstellung:

Heutige Gesellschaften stehen vor großen Herausforderungen wie zum Beispiel der Bewältigung von Finanz- und Wirtschaftskrisen, Problemen der Gesundheits- und Nahrungsversorgung oder Energieversorgungsengpässen. Wissenschaft, Forschung, Technologien und Innovationen sollen einen erheblichen Beitrag dazu leisten, diesen Herausforderungen angemessen begegnen zu können. Von neuem Wissen (z.B. neuen Speichertechnologien für erneuerbare Energien) werden neue Lösungen (z.B. Beseitigung von Energieversorgungsengpässen) erwartet. Viele gesellschaftliche Akteure sind mittlerweile an den Prozessen der Wissensproduktion beteiligt und bringen ihre jeweiligen Perspektiven ein. Doch wie sind die Strukturen und Prozesse von Wissenschaft, Forschung, Technologieproduktion und Innovation auf der einen und gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Dynamiken auf der anderen Seite organisiert? Wie sind sie miteinander verzahnt? Zur Beantwortung dieser Fragen, die sich je spezifisch für unterschiedliche Technologien, für unterschiedliche Handlungsfelder und unterschiedliche geographische Kontexte stellen, forscht und berät die „neue“ EA European Academy (EA) im Bereich Technologie- und Innovations-Assessment.

Gespräche über neues Konzept sowie neue Träger- und Finanzierungsstruktur

Prof. Dr. Petra Ahrweiler, ab 27. März 2013) Direktorin und Geschäftsführerin der Akademie, schied im Juni 2017 als Leiterin der EA aus und wechselte auf einen Lehrstuhl an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Zum 28. Juni 2017 übernahm Stefan Latussek die Geschäftsführung. Er hatte die Geschäfte bereits von 1. März 2012 bis 27. März 2013 geführt. Wenige Tage später berichtete der General-Anzeiger (GA), dass das Land Rheinland-Pfalz, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die EA an einem Zukunftskonzept für die Forschungseinrichtung in Ahrweiler arbeiten. Dieses Konzept schließe einen Trägerwechsel und Änderungen der Finanzierungsstruktur ein. „Die Akademie, deren Träger das Land Rheinland-Pfalz ist, will künftig noch enger mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammenarbeiten“, schrieb GA-Redakteur Günther Schmitt, „das DLR ist neben dem Land schon heute Gesellschafter der EA und plant einen Ausbau seiner Expertise in innovativen Forschungsfeldern und bei der Begleitung von wissenschaftlichen Projekten.“ Die Akademie werde dabei vom DLR „als wichtiger strategischer Partner gesehen.“ Damit würden sich „vielfältige Chancen für die Akademie ergeben, die ihre bislang schon gut nachgefragten Beratungs- und Entwicklungsleistungen noch weiter ausbauen kann“, sagte Salvatore Barbaro, Staatssekretär im Mainzer Wissenschaftsministerium, dem GA. Und Geschäftsführer Latussek versichterte: „Für das Land und das DLR steht fest, dass der Standort Ahrweiler und die Arbeitsverträge der Beschäftigten unangetastet bleiben.“ Hilde Rühl, Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, ergänzte: „Ahrweiler als Standort der Akademie hat sich wegen seiner Nähe zu vielen wissenschaftlichen Einrichtungen in und um Bonn besonders bewährt und soll beibehalten werden.“[3]

Weitere Fotos

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Petra Ochs: Petra Ahrweiler: „Wissenschaft macht keine Politik, sie berät“ - Direktorin hat der EA ein neues Profil gegeben und eine Reihe von EU-Projekten mitgebracht (Interview), in: Rhein-Zeitung vom 15. Januar 2015
  2. Quelle: Pressemitteilung der Europäische Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH/Katharina Mader vom 27. Januar 2014
  3. Quelle: Günther Schmitt: Gespräche über Trägerwechsel: Ahrweiler als Standort der Europäischen Akademie bestätigt, general-anzeiger-bonn.de vom 11. Juli 2017