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Hotel „Zur Brücke“ Remagen

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Das geplante Hotel „Zur Brücke“ in Remagen ist ein Projekt der Prime Properties GmbH aus Wiesbaden. Neben den Resten der ehemaligen Ludendorff-Brücke auf der linken Rheinseite und dem Einkaufszentrum an der Goethestraße und hinter den Märkten will diese Gesellschaft ein Vier-Sterne-Hotel bauen. Es handelt sich dabei um das ehemalige auf elf Parzellen und drei Eigentümer verteilte Firmengelände der Otto Becher Türenwerk GmbH Remagen. 54 Doppelzimmer und Suiten, 40 Boarding-House-Einheiten sowie 39 Serviced-Apartements sind in dem Hotel geplant. Der gesamte Service soll über das Hotel erfolgen. Neben luxuriösen Zimmern und Apartements soll es einen 1200 Quadratmeter großen Spa- und Wellness-Bereich im obersten Geschoss des fünfgeschossigen Hotels mit Blick auf Remagen, Rhein, Erpeler Ley und Siebengebirge geben. Im Parkdeck im Untergeschoss soll Platz für 130 Autos geschaffen werden. 40 weitere Parkplätze sind auf Außenflächen geplant. Die Tiefgarage ist zugleich als Hochwasser-Retentionsfläche konzipiert. Für die Gastronomie – Cocktailbar, Bistro und Feinschmecker-Restaurant – sind 650 Quadratmeter vorgesehen. Auf dem ehemaligen Ausleger über dem Rhein-Radweg soll ein gläsernes Kranhäuschen mit Bistro gebaut werden. Geplantes Investitionsvolumen: 45 Millionen Euro.


Computersimulation des geplanten Hotels

Standort

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Chronik

Seit dem Frühjahr 2013 arbeitet die Prime Properties GmbH an dem Projekt. Im Herbst 2014 laden die vom Architektenbüro Krause Bohne aus Eschweiler, einem Büro für Hotelfachplanung, entworfenen Pläne zur öffentlichen Einsichtnahme im Rathaus Remagen aus. Sie sahen eine weitläufigen Hotelanlage mit bis zu 180 Betten und Nebeneinrichtungen sowie bis zu 40 angegliederte Wohnungen vor. Auf bis zu 1300 Quadratmetern Grundfläche sind außerdem Räume, Anlagen und Einrichtungen für sportliche und gesundheitliche Zwecke geplant. Im Oktober 2014 steht das Projekt noch in der Startphase der Planung; einen Termin für einen möglichen Baubeginn gibt es noch nicht. Die Finanzierung des mehrere Millionen Euro schweren Vorhabens ist ebenfalls noch nicht geklärt.[1]

Am Dienstag, 13. Januar 2015, beschloss der Stadtrat Remagen die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes. Zudem stimmten die Mandatsträger einstimmig einem Durchführungsvertrag zu, der den Bau einer Hotel- und Apartmentanlage bis 2019 vorsieht. Lediglich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich. Ihre Befürchtung: Sollte sich kein Hotelbetreiber finden, könnte die gebaute Hotelanlage in Wohnungen in Bestlage für Wohlbetuchte umgewandelt werden. Investoren hätten dann anständig Geld verdient, die Stadt aber stünde mit leeren Händen da. Fraktionssprecher Frank Bliss sagte: „Wir haben den Eindruck, dass durch die Hintertür exklusive Wohnungen für betuchte Kunden in begehrter Lage erstellt werden sollen. Dem können wir in dieser Form nicht zustimmen.“ Mit den beiden Beschlüssen war eine Einnahme für die Kasse der Stadt Remagen verbunden: Binnen zwei Wochen nach Erteilung der Baugenehmigung wurde der Kaufpreis für den Baugrund fällig, rund 650.000 Euro. Bürgermeister Herbert Georgi sagte: „In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben wir eine Vielzahl an Ideen und Visionen für die Bebauung der Fläche ... vorgestellt bekommen, doch kein Planer, kein Büro hat so viel Ausdauer bewiesen wie unsere heutigen Projektpartner.“ Georgi sagte aber auch: „Planung und Baurecht sind eine Sache. Die Suche nach Finanziers für ein Investitionsvolumen von rund 45 Millionen Euro und Betreibern für die daraus entstehende Hotel- und Apartmentanlage ist eine andere.“ Geplant und durchgeführt wird das Projekt von dem Architekt Tom Krause und seinem Geschäftspartner Ulrich Fritzsche über die für das Vorhaben Hotel & Apartments "Brücke von Remagen" gegründete Gesellschaft Prime Properties. „Mit meinen Kollegen, Architekten und Planern entwickeln wir seit 30 Jahren Hotel- und Resortanlagen auf vier Kontinenten", sagte Krause dem Stadtrat, "wir sind in 28 Staaten tätig." "Hinweise verdichten sich ... dahingehend, dass ein Großteil des benötigten Kapitals aus dem mittelamerikanischen Staat Panama fließen soll", berichtete die Rhein-Zeitung am 15. Januar 2015.

Die Pläne für das Projekt seien vorhanden, ergänzte der General-Anzeiger, Geldgeber und Betreiber für das 45-Millionen-Objekt mit seinen 54 Doppelzimmern und Suiten, mit seinen rund 40 Boarding-Häusern und ebenso vielen Service-Apartments auf 21.400 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche und fünf Stockwerken würden jedoch noch gesucht. Eine Tiefgarage mit Stellplätzen für 130 Fahrzeuge sowie 50 Stellplätze im Außenbereich seien geplant. Ferner sei ein mehr als 1100 Quadratmeter großer Wellness-Spa-Bereich vorgesehen. Auf 650 Quadratmetern sollen vier Gastronomiebereiche entstehen. An der Verladerampe der ehemaligen Türen-Firma Becher sei ein architektonisch reizvolles Bistro geplant, das frei über dem Rhein-Radweg schwebt. Der Durchführungsvertrag zwischen Stadt und Architekt Krause sehe vor, dass der Bauantrag innerhalb von sechs Monaten eingereicht werden muss, drei Monate seien für dessen Bearbeitung vorgesehen, danach könnten Ausführungsplanung und Ausschreibungen beginnen.[2]

Der Betreiber für das geplante Vier-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe zu den Köpfen der Brücke von Remagen und dem dortigen Friedensmuseum stehe nun fest. Das berichtete die Rhein-Zeitung am 27. Dezember 2016. Bürgermeister Herbert Georgi hatte zuvor bei einer Stadtratssitzung gesagt, bei dem Betreiber handele es sich um „eine zuverlässige Größe in der nationalen und internationalen Hotelbranche.“ Der Investor stamme aus London, lebe aber in Panama und sei weltweit in der Vier-Sterne-plus-Kategorie tätig. Obwohl sich der Baustart um ein gutes halbes Jahr verzögert habe, sei der Eröffnungstermin im ersten Quartal 2019 weiterhin realistisch, sagte der Architekt und Hotelentwickler Tom Krause der RZ.

Bei einer öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Remagen am Montag, 14. August 2017, sagte Bürgermeister Herbert Georgi, der Bauantrag für das geplante „Hotel zur Brücke“ sei inzwischen bei der Kreisverwaltung Ahrweiler gestellt worden. Zuvor habe es einige eher kosmetische Änderungen in den Plänen gegeben. „Damit rückt ein seit weit über 30 Jahren gehegter Wunsch der Stadt Remagen in greifbare Nähe“, berichtete blick-aktuell.de, ein Vier-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe zu Brückentürmen und Friedensmuseum würde Remagen als Tourismusstandort deutlich aufwerten. „Wir gehen davon aus, dass die Baugenehmigung bis Ende des Jahres erteilt wird“, so Georgi. Mit dem Baubeginn sei für das Frühjahr 2018 zu rechnen. Die Bauzeit werde voraussichtlich zwei Jahre dauern. Mit der Baugenehmigung durch die Kreisverwaltung werde auch die Zahlung des Kaufpreises von 650.000 Euro für den Baugrund an die Stadt Remagen als Eigentümerin fällig.[3]

Nachdem Tom Krause und Architektin Astrid Bohne bereits am 3. August 2017 über die Stadtverwaltung Remagen den Bauantrag bei der Kreisverwaltung Ahrweiler eingereicht hatten, sollte im Herbst 2017 eigentlich die Bauarbeiten beginnen. Doch der Baubeginn musste verschoben werden. Denn weil dort, wo das neue Luxushotel entstehen soll, Siedlungsreste aus der römischen Kaiserzeit, aber auch zahlreiche Spuren aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden könnten, mussten erst die dort vermuteten archäologischen Funde gesichert werden. Erst dann darf der Hotelbau beginnen. Immerhin war im November 2017 ein Name für das Hotel gefunden worden „The Remagen Bridge“ sollte es heißen, angelehnt an die historische Bedeutung der nahen Reste der Ludendorff-Brücke. „Die Ausgrabungen der Archäologen dauern etwa fünf bis sechs Monate und können natürlich erst starten, wenn der Boden nicht mehr gefriert“, berichtete die Rhein-Zeitung. Daneben könnten aber bereits erste Erdaushubarbeiten erfolgen. Die archäologischen Ausgrabungen könnten den Investor allerdings bis zu 300.000 Euro kosten. Wer das Hotel einmal betreiben wird, darüber äußerte sich Krause bis dahin noch nicht. Nur soviel: Der Betreiber stehe bereits fest. Wenn die Bauarbeiten beginnen, werde dieses Geheimnis gelüftet.[4]

Bei einer Veranstaltung mit den Kandidaten für die Bürgermeisterwahl Remagen 2018 im Februar 2018 wurden Zweifel daran geäußert, dass das Bauprojekt je realisiert wird. So lägen dem Grünen-Kandidaten Björn Ingendahl „Informationen vor, nach denen es noch keinen Investor und keinen Betreiber für das Hotel gibt, jedoch Investoren aus Panama und den Vereinigten Arabischen Emiraten im Gespräch waren oder seien“, berichtete Judith Schumacher, Reporterin der Rhein-Zeitung. Die Stadt müsse „höllisch aufpassen, dass jemand Seriöses ins Boot geholt“ wird. Außerdem müsse darauf geachtet werden, dass das Hotel, falls sich sein Betrieb nicht lohnt, in hochpreisige Appartements umgewandelt wird. Denn Remagen brauche bezahlbaren Wohnraum. Der parteilose Kandidat Gereon Wickord, sagte, der Umwandlung des Hotels in Appartements müsse durch entsprechende Auflagen in der Baugenehmigung vorgebeugt werden: „Man könnte sagen: Wenn ihr das macht, dann zahlt ihr als Strafe eben fünf Millionen Euro in die Stadtkasse ein, was dem Schuldenabbau zugutekäme“, so Wickord. Peter Wyborny (Wählergruppe Remagen) äußerte ebenfalls Zweifel. Investoren, deren Identität bislang nicht klar sei, könnten die Absicht haben, statt des Hotels teure Wohnungen in unmittelbarer Nähe zum Friedensmuseum zu bauen. Außerdem warnte Wyborny: „Beim Projektentwickler wäre ich nach meinen Internetrecherchen vorsichtig. Der kommt eher als Paradiesvogel rüber.“ Bürgermeister Herbert Georgi (CDU) sagte zum Architekturbüro von Krause und Bohne, den Ruf, ein Paradiesvogel zu sein, habe das Büro schon immer gehabt. Es gebe große Projekte, die es realisiert hat, und andere, die skandalträchtig begraben worden seien.[5]

Der Architekt und Projektentwickler Tom Krause aus Eschweiler legte dem Bauausschuss der Stadt Remagen im Oktober 2019 einen Zwischenbericht vor. Krause versicherte: „Wir haben einen Investor“. Es handele sich um einen „internationalen Investmentfonds“, dessen Name er jedoch noch nicht öffentlich nennen könne. Hinter dem Investor des 45-Millionen-Euro-Projektes und dem Hotelbetreiber stünden nach wie vor „viele Fragezeichen“, berichtete der General-Anzeiger. Mit Staunen habe der Ausschuss deshalb zur Kenntnis genommen, dass einer Hoteleröffnung zu Weihnachten 2021 dennoch nichts im Wege stehe. Das Projekt, das neben dem Hotelkomplex einen Wohnbereich mit mehr als 40 Wohneinheiten in bester Rheinlage vorsieht, sei „bis zum Bauantrag durchgeplant“, berichtete Krause dem Bauausschuss.

„Das ganze Hotel wirkt jugendlich, frisch und modern“, schwärmte Planerin Astrid Bohne und stellte nochmals das Raumprogramm vor. Vorgesehen seien:

  • 123 Zimmer und Suiten,
  • ein 400 Quadratmeter großer Tagungsbereich,
  • ein ebenfalls 400 Quadratmeter großes Restaurant,
  • Wellness- und Fitnesszonen,
  • eine große Rheinterrasse mit offener Treppe zum Wasser,
  • ein in den Strom hineinragende „Kranhäuschen“, einen auf einem Sockel stehenden Glaskubus, mit einem exklusiven kleinen Speisebereich und
  • eine bei Hochwasser überflutbare Tiefgarage mit etwa 180 Stellplätzen und Ladestationen für Elektroautos.

Sämtliche Flachdächer sollen begrünt, außerdem solle mit Erneuerbaren Energien gearbeitet werden. Der im August 2015 eingereichte Bauantrag sei ein Jahr später überarbeitet worden. Ganz vollständig sei er aber immer nicht; vielmehr müsse er um einige fachtechnische Bereiche ergänzt werden, sagte Bohne. Außerdem müssten noch Fragen im Zusammenhang mit der Archäologie geklärt werden. Es sei nämlich nicht ausgeschlossen, dass bei den Erdarbeiten römische Überreste zum Vorschein kommen. Gebe die Baugenehmigungsbehörde der Kreisverwaltung Ahrweiler grünes Licht, könne jedoch schon bald mit dem Bau begonnen werden. Selbst wenn die geplanten Wohnungen erfolgreich vermarktet werden, entfalle auf den eigentlichen Hotelbereich noch eine hohe Investitionssumme. Die sei nur mit überdurchschnittlichen Belegungsquoten im Hotel sowie einem florierenden gastronomischen Ergänzungsgeschäft möglich. Krause sagte dem General-Anzeiger, es sei „schwer, im Vier-Sterne-Bereich einen Betreiber zu finden“; denn der Betreiber müsse die Rendite des Investors erwirtschaften. Und dies in einer Region, in der es bereits zahlreiche erstklassige Häuser in der Vier-Sterne-Kategorie gebe. Dennoch sei er mit vier oder fünf Interessenten für den Hotelbetrieb im Gespräch. Unterschriebene Verträge gebe es bislang nicht.[6]

Mediografie

Weblink

http://www.prime-properties.de

Fußnoten

  1. Quelle: Andreas Wetzlar: Remagen plant ein Mehr-Sterne-Hotel, rhein-zeitung.de vom 10. Oktober 2014
  2. Quelle: Victor Francke: Vier-Sterne-Hotel in Remagen - Investor und Betreiber fehlen, general-anzeiger-bonn.de vom 16. Januar 2015
  3. Quelle: Ein „Vier-Sterne-Hotel“ an der an der „Brücke von Remagen“ rückt in greifbare Nähe – Das „Hotel zur Brücke“ wird konkret – Remagens Bürgermeister Herbert Georgi geht definitiv davon aus, dass das Projekt verwirklicht wird, blick-aktuell.de vom 16. August 2017
  4. Quelle: Celina de Cuveland: Luxushotel: Baustart auf Sommer 2018 verschoben – Remagens Historie macht Planungsbüro Strich durch Rechnung, in: Rhein-Zeitung vom 2. Dezember 2017
  5. Quelle: Judith Schumacher: The Bridge: Kandidaten zweifeln – Remagener Bürgermeisterbewerber misstrauen dem Investor des Brückenhotels, in: Rhein-Zeitung vom 7. Februar 2018
  6. Quelle: Victor Francke: 45 Millionen Euro-Projekt: Remagen hofft weiter auf Hotel „The Bridge“, general-anzeiger-bonn.de, 24. Oktober 2019