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Kreissparkasse Ahrweiler

Ludendorff-Brücke Remagen

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Ludendorff 01.jpg
Brücke Remagen 11.jpg
Blick aus dem Erpeler Tunnel auf die umkämpfte Brücke.
Der rechtsrheinische Pfeiler der Brücke von Remagen unterhalb der Erpeler Ley.
General Erich Ludendorff, Namensgeber der Brücke.
Apollinariskirche Remagen mit Ludendorff-Brücke.
Rechtsrheinischer Pfeiler der Brücke von Remagen.
Das Rheinufer in Remagen - im Hintergrund die 1916 erbaute Ludendorff-Brücke, links davon die Erpeler Ley.

Als „Brücke von Remagen“ ging die ehemalige Ludendorff-Brücke Remagen in die Geschichte des Zweiten Weltkriegs ein. Am 7. März 1945 war es einer kleinen Vorhut der 9. US-Panzerdivision unter Führung des deutschstämmigen Leutnants Karl H. Timmermann gelungen, die letzte unzerstörte Rheinbrücke zu erobern, nachdem Verteidigungs- und zwei Sprengversuche der der deutschen Seite fehlgeschlagen waren. Diese Eroberung, an der neben amerikanischen auch belgische und englische Soldaten beteiligt waren, ging als das „Wunder von Remagen“ in die Geschichte des Zweiten Weltkriegs ein. Nachdem er über die Eroberung informiert worden war, tief US-General Eisenhower aus: „Die Brücke ist ihr Gewicht in Gold wert.“ Auf Initiative des damaligen Remagener Bürgermeisters Hans Peter Kürten wurde am 7. März 1980 in den linksrheinischen Brückentürmen das Friedensmuseum Brücke von Remagen eröffnet.


Ehemaliger Standort

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Geschichte

Die Brückentürme der im Zweiten Weltkrieg letzten intakten Brücke über den Rhein stehen am Südende der Remagener Rheinpromenade. Die Brücke wurde 1916 bis 1919 auf Drängen der deutschen Generalität hin erbaut, um mehr Truppen und mehr Kriegsmaterial an die Westfront bringen zu können. 1917/18 ist sie in Dienst gestellt worden.

Die Brücke war über ein aufwendiges Kreuzungsbauwerk an die Ahrtalbahn und die linke Rheinstrecke angebunden. Benannt wurde sie nach General Erich Ludendorff, damals Ehrenbürger von Remagen. Der Mannheimer Architekt Karl Wiener plante die 325 Meter lange Brücke, deren lichte Höhe über dem normalen Wasserstand des Rheins 14,80 Meter betrug. Der höchste Punkt des Brückenbogens lag 29,25 über der Wasseroberfläche. Die Brücke, die als eine der schönsten Stahlbrücken über den Rhein galt, trug zwei Eisenbahngleise und einen Fußgängersteg. Nach dem Krieg rollten nur noch wenige Züge über den Rhein, Fußgänger aber nutzten die Verbindung von und nach Erpel gerne. In Friedenszeiten war die Brücke ein touristisches Symbol des Rheinlands.

Im Innern des Pylons auf der Remagener Seite ist seit 1980 das Friedensmuseum Brücke von Remagen eingerichtet. Auf dem Reisberg ist heute noch ein System von Verteidigungsgräben sichtbar, das Waldschlösschen war Sitz des Kommandos.

Das nach wie vor bedeutendste Werk über die Brücke veröffentlichte 1957 der Politikprofessor und spätere Abgeordnete Ken Hechler unter dem Titel "The Bridge at Remagen" (3. überarbeitete Auflage 1998). Hechler hatte als US-Armeehistoriker Gelegenheit, viele der Beteiligten schon wenige Tage nach dem Geschehen zu interviewen. Leider wurde dieses Buch nicht ins Deutsche übersetzt. Das deutsche Gegenstück verfassten 1993 Lothar Brüne und Jakob Weiler mit ihrer detailreichen Untersuchung: Remagen im März 1945. David L. Wolper produzierte 1968 den amerikanischen Spielfilm "Die Brücke von Remagen". Er zeigt zwar den realen geschichtlichen Hintergrund, ist aber ansonsten frei gestaltet. Seine Handlung hat mit dem tatsächlichen Geschehen wenig zu tun. Näher an den tatsächlichen Ereignissen ist der Roman von Rolf Palm: "Die Brücke von Remagen" (1985). Darüberhinaus gab es und gibt es eine Fülle von Veröffentlichungen über die Brücke von Remagen in Büchern, Zeitungen und Zeitschriften.

Wegen der Brücke wurde Remagen als einzige Stadt Deutschlands mit V 2-Raketen beschossen. Nach der gescheiterten Verteidigung der Brücke ließ die Heeresführung die Offiziere Gerd Scheller und Ekkehard Strobel hinrichten.

Nach dem 2. Weltkrieg ist die Strecke abgebaut worden. Die im Remagener Stadtgelände verbliebenen Bahndämme sind nach und nach abgetragen worden. Als letztes wurden 1991 im Rahmen der Erschließung des Gewerbegebietes Remagen-Süd-II die Reste der Überführung des Richtungsgleises nach Erpel auf Höhe km 54,8 abgetragen.

Bei den Untersuchungen zum Industrieanschluss des Gewerbegebietes an die Bahn ist auch eine Anschlussvariante unter Nutzung der verbliebenen Bahndammreste an die Ahrtalbahn projektiert worden.

Ereignisse

Die Eroberung der Brücke von Remagen am 7. März 1945

Weitere Bilder

Gedenktafeln

Videos

Siehe auch

Mediografie

Weblinks