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Katholische Pfarrkirche „St. Georg“ Löhndorf

Aus AW-Wiki
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Kirche Löhndorf 2016.jpg
Die Portalseite der katholischen Pfarrkirche "St. Georg".
Kirche Löhndorf 3.jpg

Die katholische Pfarrkirche „St. Georg“ Löhndorf wurde in den Jahren von 1829 bis 1833 von Ferdinand Nebel für 8000 Goldtaler gebaut. Am 26. Mai 1829 wurde der Grundstein gelegt; und am 11. November 1833 ist die Kirche im Beisein des damaligen Landrats und zehn geistlicher Herren vom Remagener Definitor Joseph Windeck eingesegnet worden. Aber bereits im Jahr 1266 wird erstmals eine Kapelle in Löhndorf urkundlich erwähnt. Und bereits ab 1019 gab es in dem zu Löhndorf gehörenden Vehn eine Kirche.[1]


Standort

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Organist und Chorleiter

Albert Schick

Sonstiges

Das Kirchengebäude ist eine dreischiffige Hallenkirche mit Holzgewölben sowie mit einem eingezogenen, fünfseitig geschlossenen Chor. Als Baumaterial dienten Bruchsteine aus Steinbrüchen der Region. Der Dachstuhl wird von sechs Säulen aus behauenen Eichenstämmen getragen. Der Turm ist ein sechseckiger Dachreiter mit spitzem Helm. Turm und Dach sind schiefergedeckt.

Die Krämer-Orgel wurde im Jahr 1871 eingebaut.

Auf der linken Seite hinter dem Taufbecken steht ein St.-Heribertus-Altar.

Im Juli 2011 wurde die Kirche gesperrt und die Glocken durften nicht mehr geläutet werden, nachdem sich herausgestellt hatte, dass Dach und Glockenturm akut einsturzgefährdet sind. Der Turm hatte sich stark nach Osten geneigt und es regnete durch das Dach. Als Ursache für diese erst kurz zuvor in ihrer ganzen Tragweite erkannte Schadenslage wurde ein Sturm vermutet, der das Dach so verschoben hatte, dass sich Verbindungen lösten, tragende Holzbauteile überlastet wurden und nicht mehr ausreichend tragfähig waren. Außerdem waren einzelne Stützbalken verrottet.

Dass die Konstruktion gemeinsam mit dem kleinen Glockenturm der 1833 eingesegneten Kirche dringend einer Sanierung bedurfte, war allerdings bekannt. Bereits in den Jahren 2009 und 2010 wurden am Glockenturm beschädigte Bauteile ausgewechselt. Man hoffte, dass dieses Stabilisieren ausreichen würde. Offensichtlich war das aber nicht der Fall. Um den Turm zu sichern, wurden im Inneren der Kirche Spanngurte angebracht. In enger Zusammenarbeit mit der Bau- und Finanzabteilung des Bistums Trier wurden umgehend die notwendigen Schritte eingeleitet werden, um das Dach zu sanieren, berichtete die Rhein-Zeitung am 26. Juli 2011. Die Kosten für die Sanierung würden „irgendwo zwischen 500.000 und einer Million Euro liegen.“

„Löhndorfer Glocken läuten wieder“, titelte die Rhein-Zeitung am 4. April 2013. Es gehe vorwärts mit der Sanierung des einsturzgefährdeten Dachstuhls von St. Georg. Ursache sei aber nicht, dass die geplanten Reparaturarbeiten durchgefuhrt worden waren, sondern ein zweites statisches Gutachten, das der Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde in Auftrag gegeben hatte. Dieses auf einer dreidimensionalen Analyse des Kirchendaches und des Turmes basierende Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass alles nicht so schlimm sei wie zunächst angenommen. Deshalb läuteten am Ostersonntag, 31. März 2013, alle Löhndorfer Glocken für zehn Minuten. Ab Ostern werde dann das regelmäßige Angelusgeläut morgens, mittags und abends wieder erklingen. Um die Pfarrkirche schnellstmöglich wieder nutzen zu können, würden als erste Maßnahme zwei große Balken in den Dachstuhl eingezogen. Damit sei die Einsturzgefahr zunächst behoben. Dies werde voraussichtlich bis zur Löhndorfer Kirmes Ende April durchgeführt sein. Die eigentliche Dachstuhlsanierung solle im Sommer 2013 beginnen und Ende des Jahres abgeschlossen sein.[2]

Sanierung abgeschlossen

„In Löhndorf sind die Sanierungsarbeiten an und in der Pfarrkirche Sankt Georg abgeschlossen“, berichtete der General-Anzeiger im März 2014. Am Samstag, 22. März 2014, werde deshalb in der Kirche ein Festgottesdienst gefeiert. 400.000 Euro hätten die zwei Jahre lang andauernden Arbeiten verschlungen. Auch auf das Läuten ihrer Glocken mussten die Löhndorfer lange verzichten. Im Sommer 2011 war die Kirche geschlossen worden – nachdem Untersuchungen ergeben hatten, dass das Kirchendach einsturzgefährdet war. Von einem auf den anderen Tag gab es kein Glockengeläut mehr. Erst an Ostern 2014 sollten die Glocken wieder läuten. Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten wurden im Gemeindehaus „Alte Schule“ Löhndorf gehalten. Beim Martinsmarkt im November 2012 ertönten Glocken vom Band. Zunächst hatte es geheißen, dass die Sanierung mehr als eine Million Euro kosten und dass die Sanierung mehrere Jahre in Anspruch nehmen würde. Ein zweites Gutachten ermittelte dann aber einen weit weniger hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand. Mit Spenden und Aktionen trugen die Löhndorfer zur Finanzierung bei. Bei einem „Tag fürs Kirchdach“ kamen mehr 10.000 Euro zusammen. Zur Kirmes 2013 wurde das Gotteshaus nach ersten Sicherungsmaßnahmen wieder zugänglich gemacht. Nachdem das Bistum Trier die Dachsanierung im April 2013 genehmigt hatte, wurde mit den Arbeiten zur Sanierung der 720 Quadratmeter messenden Dachfläche begonnen. Zunächst wurde die Orgel luftdicht verpackt. Mitte Dezember 2014 waren die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass die Orgel wieder genutzt werden konnte. Dann folgte die Sanierung der Fassade. Im Februar 2014 wurden der Dachreiter weitgehend fertiggestellt, das sanierte Turmkreuz und der neu vergoldete Wetterhahn wieder auf dem Dach montiert. Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach der Sperrung rückten zwei ortsansässige Unternehmen den Kirchturm wieder gerade. Dazu wurde der Turm mit einem Druck von 25 Tonnen wieder ins Lot gebracht. Im Laufe der vorangegangenen Jahrzehnte hatte er sich nach Westen geneigt. In Richtung Osten hatte sich der Turmfuß um bis zu acht Zentimeter angehoben. Das brachte die Spitze des Turmes um fast 60 Zentimeter aus dem Lot.[3]

weitere Bilder

Siehe auch

Mediografie

Weblink

Wikipedia: St. Georg (Löhndorf)

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 4. April 2013
  2. Quelle: General-Anzeiger vom 27. März 2013
  3. Quelle: Bernd Linnarz: Sankt Georg Kirche Löhndorf: Nach der Sanierung läuten die Glocken wieder, general-anzeiger-bonn.de vom 22. März 2014