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Katholische Pfarrkirche „St. Michael“ Franken

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Kirche und Pfarrhaus in Franken
Blick von der Orgelempore zum Chor mit Hoch- und Zelebrationsaltar, davor rechts und links die Seitenaltäre
Seitenaltar
Seitenaltar
Der mit Fresken ausgemalte gotische Chor und der aus dem 13. Jahrhundert stammende mächtige Taufstein
Blick zur Orgelempore
Der Erzengel Michael, Schutzpatron der Kirche
Franken - Heinz Grates (72).jpg
Zum Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkriegs

Der heutige Bau der katholischen Pfarrkirche „St. Michael“ in Franken stammt überwiegend aus dem 18. Jahrhundert und ist nach Norden ausgerichtet. Die frühere Kirche aus dem 15. Jahrhundert hingegen war in Richtung Osten gerichtet. Von ihr steht noch der gotische Chor, der nun wie ein Querhaus wirkt. Das erste Gotteshaus der bereits im Jahr 1131 bestätigten Pfarrei von Franken ist im romanischen Stil gebaut worden. Fragmente dieser vermutlich ersten Kirche des Ortes sind im Kern des Turms der heutigen Kirche erhalten. Der im gotischen Chor stehende aus Basalt gehauene Taufstein stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im Bau aus dem 18. Jahrhundert befinden sich kunstvoll verzierte Fliesen aus Sinziger Produktion.


Standort

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Chronik

Wann die ersten Steine der Kirche gesetzt wurden, verschwindet im Dunkel der Vergangenheit. Gründung und Bau einer Kirche in Franken reichen jedoch nachweislich bis in den Beginn des 12. Jahrhunderts zurück. 1131 wird die Pfarrei mit ihrer wohl romanischen Kirche erstmals in Urkunden erwähnt. Der romanische Baukern ist noch heute im Inneren des heutigen Turms erhalten.

Bei einem größeren Umbau im 15. Jahrhundert wurde an den Chorturm ostwärts der gotische Chor angebautund mit Fresken ausgemalt, der heute als Taufkapelle dient. Ihre heutige Form verdankt die Kirche dem Reichsgrafen Johann Caspar von Hillesheim aus Ahrenthal, der sie im Jahr 1748 erweitern ließ. Dabei wurden das einschiffige Langhaus sowie eine kleine Ecke des gotischen Chorraumes abgerissen und ein nach Norden gerichtetes vierachsiges Schiff errichtet. In diesem Bauzustand zeigt sich die Kirche noch heute, wenn man von den weiteren kleinen Umbauten während der Nachfolgezeit absieht, die das Erscheinungsbild der Kirche nicht wesentlich veränderten.

Zu Ostern 2005 wurde die jüngste Renovierung der Kirche beendet. Die 58.000-Euro-Investition wurde von Bistum, Stadt Sinzig und vielen Spendern getragen. Zur Überraschung aller Beteiligten Beteiligten war bei der Renovierung an Decken und Wänden des Kirchenschiffes die neubarocke Ausmalung aus dem Jahr 1922 wieder zum Vorschein gekommen, die später weiß übertüncht worden war. Nach Rücksprache mit dem Bistumskonservator ließ der Pfarrverwaltungsrat die alte Ausmalung restaurieren und die farbigen Deckenbilder neu fassen.

Innenausstattung

Die im Turm hängende „mittlere“ Glocke stammt aus dem Jahr 1461. Zwei weitere Glocken, im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen, wurden im Jahr 1969 ersetzt. Die Westtüre des Turms soll von der Burg Olbrück stammen.

Bereits im Jahr 1684 standen in St. Michael drei Altäre. Zusammen mit weiteren sakralen Gegenständen aus dieser Zeit sind sie bis heute weitgehend erhalten. Der St. Michael geweihte Hauptaltar aus dem Jahr 1758 trägt das Wappen der Familie von Hillesheim, den Herren von Schloss Ahrenthal. Die Nebenaltäre aus dem Jahr 1743 sind St. Maria und St. Josef geweiht.[1]

Die kleine Orgel auf der Empore von St. Michael stammt aus dem Jahr 1875.

In der Taufkapelle steht ein mächtiger Taufstein aus Basalt, der aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammt. Aus Gründen, die bislang nicht nachvollzogen werden konnten, ist dieser Taufstein um das 1830 in der Erde vergraben worden. 1957 wurde er wiederentdeckt und an seinem heutigen Standort aufgestellt.

Geläut

Eine der drei Glocken stammt aus dem Jahr 1461.

Organist

Karin Zepp (ab Januar 2003), Vorgänger: Josef Monschau (vom 1. Dezember 1962 bis 31. Dezember 2003)

Küster

Dorothea Bley (ab Herbst 2005), Vorgänger: Ehepaar Nelly und Ewald Breuer

Weitere Bilder

Außen

Innen

Siehe auch

Katholische Pfarrgemeinde "St. Michael" Franken

Mediografie

  • „St. Michael“ in neuem Gewand – Fassade inzwischen renoviert - Nun soll der Innenputz erneuert werden, in: Rhein-Zeitung vom 14. Januar 2003, S. 17
  • Wolfgang Dietz: Franken und seine Pfarrkirche St. Michael. Zur Restaurierung des Gotteshauses, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 2007, S. 110
  • Arno Schmickler: 250 Jahre Kirche "St. Michael" Franken - Vortrag anlässlich des Kirchenjubiläums, Franken: Selbstverlag 1998

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: Pfarrkirche ist ein Kleinod – Frankener Gotteshaus überrascht im Inneren durch seine große Farbenpracht, in: Rhein-Zeitung vom 9. April 2016