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Maternus-Stift Altenahr

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Ahrtalschule (links) und Maternus-Stift (rechts) in Altenburg
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Das 2008 eröffnete Senioren- und Pflegezentrum Maternus-Stift Altenahr bietet 122 Plätze für Senioren – überwiegend in Einzelzimmern – und 80 Arbeitsplätze. In drei Wohnbereichen, die den Senioren eine individuelle und selbstbestimmte Lebensgestaltung ermöglichen sollen, werden pflegebedürftige Menschen aller Pflegestufen versorgt. Ein Bereich mit kleinen Gruppen ist speziell für die Betreuung von Menschen mit Demenz-Erkrankungen vorgesehen.


Anschrift und Standort

Schulstraße 7

53505 Altenahr-Altenburg

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Kontakt

Leitung

Einrichtungsleiterin: Michaela Sebastian (seit September 2016), Vorgänger: Elisabeth Schroeder-Solf (ab Mai 2010), Uwe Scharf (von der Eröffnung bis April 2010)

Pflegedienstleiterin: Martina Nachtsheim[1], Vorgängerin: Birgit Maeurer

Küchenchef: Norbert Nohles

Qualitätsbeauftragte: Monika Schweissgut[2]

Mitarbeiter

85 Planstellen

Träger

Cura Maternus-Unternehmensgruppe Berlin[3]

Angebot

Die Zimmer des Stifts sind komplett ausgestattet, unter anderem mit Telefon und elektrisch verstellbarem Pflegebett. Die Einrichtung kann aber durch eigene Möbel ersetzt oder ergänzt werden. Das Haus bietet ein Notrufsystem, die Badezimmer haben allesamt senioren- und behindertengerechte Dusche und WC. Im Erdgeschoss gibt es eine Cafeteria für Bewohner, Besucher und Gäste. Außerdem verfügt das Haus über einen Andachtsraum und eine Physiotherapieraum sowie einen Friseursalon.

Chronik

Nach vier Jahren der Planung errichtete das Prümer Bauunternehmen Projekta Sozialimmobilien (http://www.projekta.de) das Gebäude mit 7000 Quadratmetern Nutzfläche auf drei Vollgeschossen und 1800 Quadratmetern überbauter Fläche schlüsselfertig. Im Dezember 2007 begannen die Bauarbeiten. Im Januar 2008 wurde der Grundstein zum Bau des Stifts gelegt; im April 2008 wurde Richtfest für das rund acht Millionen Euro teure Bauprojekt gefeiert. Beim ersten Tag der offenen Tür im August 2008 war ein Musterzimmer fertig und konnte besichtigt werden. Am Samstag, 13. September 2008, wurde das Gebäude von Pastor Axel Spiller eingesegnet und mit Ansprachen von Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Verbandsgemeindebürgermeister Achim Haag und Ortsbürgermeister Albrecht Kreiten eröffnet. Nach einer Bauzeit von gerade einmal zehn Monaten zogen im September 2008 die ersten Bewohner ein.

Um die Wege im Haus möglichst kurz zu halten, wurde das Haus in X-Form erbaut. Weil das Heim in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule steht, kommen die Schüler zum warmen Mittagessen ins Heim.

Das Altenahrer Stift ist ein Unternehmen der Maternus-Gruppe (http://www.maternus.de). Acht Millionen Euro investiert die Maternus Altenheim GmbH in das Senioren- und Pflegezentrum auf dem Gelände zwischen der Grundschule Altenburg, den Häusern an der Schulstraße und dem Neubaugebiet.

Bei der jährlichen Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) erhielt das Seniorencentrum Maternus-Stift im Dezember 2013 die Note 1,0. Damit lag das Maternus-Stift deutlich über dem Landesdurchschnitt von 1,4. Der MDK prüft jährlich unangekündigt die stationären Pflegeeinrichtungen. Die Gesamtnote setzt sich aus vier Teilnoten zusammen: Pflege und medizinische Versorgung, Umgang mit demenzkranken Bewohnern, soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene. In allen vier Bereichen wurde das Haus mit „sehr gut“ bewertet.[4]

Bei einem Pflegeheimvergleich des Nachrichtenmagazins Focus wurde das Maternus-Stift im November 2014 unter den „Top-Pflegeheimen 2015“ eingruppiert.[5]

Der in Kreuzberg lebende Bildhauer Rudolf P. Schneider führte im Jahr 2015 zum sechsten Mal im Auftrag des Maternus-Stifts das Projekt „Gestalt-end“ durch. Sechs schwer demenziell veränderte Männer im Alter zwischen 75 und 90 Jahren arbeiteten im Rahmen dieses Projekts aus zwei Baumstämmen innerhalb von zwölf Wochen eine sitzende Frau sowie einen Mann heraus, der in die Sterne guckt. Angelika Furth dokumentierte die Ergebnisse fotografisch. „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Erfolge phänomenal sind“, berichtete der General-Anzeiger (GA) am 4. Juni 2015. Elisabeth Schroeder-Solf, die Leiterin der Einrichtung, sagte dem GA: „Männer beteiligen sich nicht viel an den klassischen Aktivitäten wie Malen, Singen oder Basteln. Sie kommunizieren und integrieren sich wenig, geben sich eher einem Essen-Schlafen-Rhythmus hin.“ Bei dem Bildhauer-Projekt aber sei alles anders. „Die Männer nehmen sich und ihre Umgebung durch die Aktivierung der Sinne wieder wahr, die Anleitung des Bildhauers, das Werkzeug und das Holz.“ Ob das Wohlgefühl der Erkrankten positiv beeinflusst wird, das untersucht die Uni Bonn mit einer Evaluation des Projekts.[6]

Das Maternus-Stift und die benachbarte Ahrtalschule besiegelten im Spätherbst 2015 eine Partnerschaft. Für die Ahrtalschule wurde die Partnerschaftsurkunde von Rektor Hubert Stentenbach unterzeichnet, für das Maternus-Stift von der Einrichtungsleiterin Elisabeth Schroeder-Solf. Schülern werde im Rahmen dieser Partnerschaft die Möglichkeit gegeben, im Seniorenheim praktische Erfahrung zu sammeln und sich früh Gedanken über die berufliche Zukunft zu machen, berichtete die Rhein-Zeitung. Hiermit sollten Ausbildungsreife und Berufsorientierung der Schüler gefördert und der erwartete Fachkräftemangel bekämpft werden. Die Schule könne ihre Arbeit stärker als bisher auf die Anforderungen im Berufsleben ausrichten, und dem Maternus-Stift werde die Gelegenheit gegeben, sich auf mögliche zukünftige Mitarbeiter einzustellen. Den Schülern könnten komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge vermittelt werden. Die Industrie- und Handelskammer Koblenz unterstütze in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Arbeitskreis SchuleWirtschaft Ahrweiler und den übrigen regionalen Arbeitskreisen Schule-Wirtschaft im Kammerbezirk sowie mit der Landesvereinigung Unternehmensverbände Rheinland-Pfalz (LVU) Schulen und Betriebe bei der Gründung derartiger Patenschaften.[7]

2016 wurde das Haus als „Top Pflegeheim 2016“ ausgezeichnet.[8]

Im November 2017 hat das Haus 114 Bewohner, die allesamt älter als 60 Jahre sind.[9]

Im September 2018 wurde das zehnjährige Bestehen der Einrichtung gefeiert. Bei einem Festkommers in der Cafeteria konnte Einrichtungsleiterin Michaela Sebastian neben Bewohnern und Team auch die 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde Altenahr Ingrid Näkel-Surges, Pastor Axel Spiller, den Rektor der Realschule plus Ahrtalschule Hubert Stentenbach, die Mitarbeiterin des Jugendbüros Altenahr Jutta Knieps. Für den Auftakt sorgten die „Ahrspatzen“, ein Frauenchor unter der Leitung von Marianne Heyers die Festgäste, Die Sängerinnen erfreuten die Bewohner des Maternus-Stifts bereits seit neun Jahren bei regelmäßigen Auftritten. Einrichtungsleiterin Michaela Sebastian, selbst Mitarbeiterin der ersten Stunde, sagte in ihrer Begrüßungsansprache, während der vergangenen zehn Jahre hätten 993 Bewohner im Maternus-Stift gewohnt. Zu den ersten Bewohnern, die im September 2008 in das Haus einzogen, gehörte Paul Hüllen, auch beim zehnjährigen Bestehen noch in dem Heim wohnt. Seit zehn Jahren seien auch Gabi Lüke, Marion Berschbach und für den sozialen Dienst Marie-Luise Witsch in der Einrichtung tätig. In den zehn Jahren seit der Gründung seien viele Beziehungen geknüpft worden – etwa zur Ahrtalschule und zum Büro für Jugendarbeit. Noch aktuell und für alle in bester Erinnerung sei das Gartenprojekt „Zesamme em Jaade“. In den vergangenen zehn Jahren konnten in der Einrichtung drei 100. Geburtstage, Diamantene Hochzeit und Gnadenhochzeit und sogar eine Kronjuwelenhochzeit (75 Ehejahre) gefeiert werden. Es gab fünf Fernsehbeiträge zu Aktionen im Maternus-Stift, Ausstellungseröffnungen und ungezählte Info- und Abendveranstaltungen für Bewohner, Angehörige und interessierte Gäste. Für den Heimbeirat gratulierte der stellvertretende Vorsitzende Hans Schäfer. Bei der Grundsteinlegung war er als Gemeinderatsmitglied anwesend; seit 2014 wohnt er im Maternus-Stift. Für die Verbandsgemeinde Altenahr gratulierte die 1. Beigeordnete Ingrid Näkel-Surges. Es sei ein mutiger und weiser Schritt der Verbandsgemeinde und des Betreibers gewesen, das Pflegeheim zu bauen. Die Konzeption des Heimes für den Umgang mit dementen Bewohnern habe überregional große Anerkennung gefunden.[10]

weitere Bilder

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Werner Dreschers: Seniorenzentrum knüpft viele Kontakte – Neue Pflegedienstleiterin vorgestellt, in: Rhein-Zeitung vom 17. Januar 2017
  2. Quelle: Werner Dreschers: Seniorenzentrum knüpft viele Kontakte – Neue Pflegedienstleiterin vorgestellt, in: Rhein-Zeitung vom 17. Januar 2017
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 16. November 2017
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 18. Dezember 2013
  5. Quelle: Rhein-Zeitung vom 8. Januar 2014
  6. Quelle: Marion Monreal: Demenzkranke Senioren als Holzbildhauer - Mit dem Werkzeug in der Hand sind sie hellwach, general-anzeiger-bonn.de vom 4. Juni 2015
  7. Quelle: Schulpatenschaft feierlich besiegelt - Ahrtalschule Altenahr und das Maternus-Stift in Altenburg kooperieren, in: Rhein-Zeitung vom 5. Dezember 2015
  8. Quelle: Rhein-Zeitung vom 14. September 2016
  9. Quelle: Rhein-Zeitung vom 16. November 2017
  10. Quelle: Das Maternus-Stift Altenahr wurde zehn Jahre alt – Jubiläum wurde kräftig gefeiert, blick-aktuell.de vom 11. September 2018