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Großer Sprudel im Kurpark Bad Neuenahr

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Oberhalb des Großen Sprudels wurde im Jahr 1883 diese Bronzebüste des Brunnen-Erbohrers Georg Kreuzberg aufgestellt.
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Der am 5. Oktober 1861 erbohrte Große Sprudel von Bad Neuenahr befindet sich im Kurpark. Das 32 Grad Celsius warme Thermalwasser kommt dort aus 95 Metern Tiefe an die Oberfläche und schießt dann nochmals um bis zu zehn Meter in die Höhe. Das Wasser wird dabei ohne Pumpen, sondern nur durch den durch das Kohlendioxid entstehenden Eigendruck im sogenannten Gasliftverfahren an die Oberfläche gedrückt. Das Wasser ist besonders reich an Mineralien und Spurenelementen. Als Trinkkur angewendet, soll es Verdauungsbeschwerden und Harnwegsprobleme lindern. Der "Große Sprudel" ist der Grundstein für Bad Neuenahrs Entwicklung als Kurort. Zusammen mit dem gesamten Kurpark ging der Sprudel im Jahr 2012 aus dem Besitz der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr ins Eigentum der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler über. Lediglich ein Recht auf zehn Prozent der Heilwasser-Fördermenge von 170 Millionen Litern jährlich steht der Aktiengesellschaft seitdem noch zu.[1]


Lage

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Aktivitätszeiten

Während der Saison, also von Mai bis Oktober, werden die Ventile täglich von 15 bis 15.30 Uhr und samstags zusätzlich von 14 bis 14.30 Uhr sowie sonntags zusätzlich von 11 bis 11.30 Uhr geöffnet. In den Zeiten sowie außerhalb der Saison wird ebenfalls Wasser aus der Quelle gefördert. Es wird zur Versorgung der Trinkbrunnen im Kurpark und im Thermalbadehaus sowie, nach der Enteisung, zum Abfüllen in die Flaschen als „Bad Neuenahrer Heilwasser“ benötigt.

Chronik

Im April 2016 startete die Heilbad Gesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler mbH eine umfangreiche Sanierung des Großen Sprudels. Die Fachfirma Anger’s Söhne aus Hessisch-Lichtenau begann nach Ostern mit den Aufbauarbeiten. Mit der Sanierung werde die Heilquelle „für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht“, berichtete general-anzeiger-bonn.de. Nach Angaben des stellvertretenden Geschäftsführer Jan Ritter seien die Arbeiten „erforderlich, um auch weiterhin einen fehlerfreien und kontinuierlichen Förderbetrieb der Heilquelle sicher zu stellen.“ – „Damit sorgen wir dafür, dass uns die Heilquelle und damit auch eine wesentliche Voraussetzung für den Status als staatlich anerkanntes Heilbad für die Zukunft erhalten bleibt“, sagte Ritter. Eine derartige Brunnensanierung sei alle 30 bis 40 Jahre notwendig. Dabei wird zunächst die alte Steigleitung ausgebaut, durch die das kohlensäurehaltige Heilwasser aus 95 Metern Tiefe an die Oberfläche gelangt. Im nächsten Schritt wird die Brunnenverrohrung mit Hilfe von Kameras untersucht und vermessen. Nach anschließender Reinigung und nochmaliger Kamera-Befahrung wird eine neue Steigleitung eingebaut. Im Zuge der Sanierung wird auch der aus Edelstahl bestehende Brunnenkopf erneuert.[2]

Das Quellwasser unterliegt dem Arzneimittelgesetz und muss deshalb streng überwacht werden. Das im Kurpark zu sehende Sprudel-Bassin ist nur ein kleiner Teil der Förderanlage. Die Gänge zum Technikraum des Sprudels sind verwinkelt und eng. In dem Raum befinden sich jede Menge Schalter, Rohre und Ventile. Wer dort arbeitet, der muss zur eigenen Sicherheit einen Kohlendioxid-Warnmelder tragen. Weil Kohlendioxid schwerer ist als Luft, kann es für Menschen gefährlich werden, wenn es in erhöhter Konzentration austritt und die Luft verdrängt.[3]

Weitere Fotos

Siehe auch

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: Großer Sprudel schießt mit Eigendruck hoch – Die Präsentation des Heilmittels ist mit viel Technik verbunden, in: Rhein-Zeitung vom 29. April 2017
  2. Quelle: Arbeiten in Bad Neuenahr – Brunnensanierung im Kurpark, general-anzeiger-bonn.de vom 11. April 2016
  3. Quelle: Jochen Tarrach: Großer Sprudel schießt mit Eigendruck hoch – Die Präsentation des Heilmittels ist mit viel Technik verbunden, in: Rhein-Zeitung vom 29. April 2017