FacebookLogo.png   TwitterLogo.png   Wordpress-logo-notext-rgb.png

Kreissparkasse Ahrweiler

Georg Kreuzberg

Aus AW-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Georg Kreuzberg (* 2. August 1796 in Ahrweiler, † 24. Dezember 1873 in Ahrweiler), ein Weinbauer und Kaufmann aus Ahrweiler, ist Entdecker der Apollinaris-Quelle zsischen Bad Neuenahr und Heppingen und der Neuenahrer Quellen sowie Gründer der Firma Apollinaris. Kreuzberg legte den Grundstein für das Zusammenwachsen der drei Dörfer Beul, Wadenheim und Hemmessen zu Bad Neuenahr und für die Entwicklung von Bad Neuenahr zur Badestadt. Aus Dankbarkeit ließ er das Krankenhaus "Maria Hilf" Bad Neuenahr bauen. Georg Kreuzberg hat posthum etliche Ehrungen erhalten. Ein Monument über dem Apollinaris-Brunnen, eine Büste im Kurpark Bad Neuenahr, eine Erinnerungstafel an seinem Geburtshaus in der Niederhutstraße in Ahrweiler und die Georg-Kreuzberg-Straße und der Georg-Kreuzberg-Weg in Bad Neuenahr erinnern heute an ihn.


Georg-Kreuzberg-Büste.jpg
Georg Kreuzberg
alte Ansichtskarte mit Georg Kreuzberg und Einweihung des Neuenahrer Sprudels im Jahre 1858
Bronzene Georg Kreuzberg-Büste im Kurpark Bad Neuenahr
Dieser von Georg Kreuzberg gepflanzte Mammutbaum in den Anlagen der ehemaligen Gebr. Both OHG Ahrweiler wurde 2012 gefällt.

Vita

Georg Kreuzberg wurde im Jahr 1796 im Haus an der Niederhutstraße 23 in Ahrweiler geboren. Im Jahr 1852 – zu dieser Zeit war er bereits ein erfolgreicher Geschäftsmann – ersteigerte er ein Grundstück zwischen Wadenheim und Heppingen. Weil dort Gase aus dem Boden aufstiegen, vermutete er, dass dort Mineralwasser zu finden war. Die Apollinaris-Quelle war entdeckt. Kreuzberg ließ das Wasser, wie schon bei den Römern üblich, in Tonflaschen abfüllen und in alle Welt verschicken. Im Jahr 1860 füllte die „Georg Kreuzberg & Cie“ bereits 40.000 Tonkrüge mit Mineralwasser aus der Apollinaris-Quelle ab.[1]

Als Georg Kreuzberg in Beul weitere Quellen erbohren wollte, wurde schnell klar, dass das seine finanziellen Möglichkeiten nicht erlaubten und dass er zur Verwirklichung seiner Idee mehr Geld benötigte, als er selbst besaß. Deshalb schloss er am 5. August 1855 einen Gesellschaftervertrag ab, in dem die Veräußerung der zu erbohrenden Quellen und die Gründung einer Aktiengesellschaft als Absichten erklärt wurden.

Auch diese Bohrungen erwiesen sich als erfolgreich. So konnte ein Gründungsausschuss am 29. Dezember 1857 die Firma „Georg Kreuzberg & Compagnie“, eine „Kommanditgesellschaft zur Gründung und Errichtung des Bades Neuenahr im Ahrtale“ ins Leben rufen. Am 28. Juli 1858 weihte Prinzessin Augusta, die spätere Kaiserin, die nach ihr benannten Augusten- und die Viktoria-Quelle.

Nachdem weitere Interessenten und Geldgeber gefunden worden waren, wurde am 20. Juni 1860 die Umwandlung der Kommanditgesellschaft in eine „Aktiengesellschaft zur Gründung des Bades Neuenahr im Ahrtale“ beurkundet. Das Grundkapital der Gesellschaft, der heutigen Aktiengesellschaft Bad Neuenahr, betrug „viermal hunderttausend Thaler, geteilt in viertausend Aktien, jede zu einhundert Thalern“.

Kreuzberg baute das erste Badehaus mit 18 Gästezimmern, Warteraum, Restaurationszimmer und Leseraum. In seine Zeit fällt der Bau einer Trinkhalle. Im Jahr 1860 eröffnete das Kurhotel mit 100 Betten. 1862 baute Kreuzberg das zweite Badehaus. Den späteren Boom und Aufstieg zum glanzvollen Bad der Kaiserzeit erlebte Kreuzberg jedoch nicht mehr.

1829 war Kreuzberg Schützenkönig in Ahrweiler.

Nach dem Tod von Georg Kreuzberg im Jahr 1873 übernahmen seine Söhne Anton Hubert Kreuzberg und Carl Kreuzberg die Geschäfte der Firma Apollinaris.

Faible für Mammutbäume[2]

Der Mammutbaum vor dem Kreishaus an der Wilhelmstraße in Ahrweiler ist im Jahr 1862 von Georg Kreuzberg gepflanzt worden. Kreuzberg hatte an der 18. Generalversammlung des „Naturhistorischen Vereins für Rheinland und Westfalen" am 20. bis 22. Mai 1861 in Trier teilgenommen, bei der es unter anderem um den Mammutbaum ging. Kreuzberg war von dieser Baumart derart begeistert, dass er bei einer englischen Handelsgärtnerei für insgesamt 60 Taler zwölf junge Pflanzen bestellte, die im Frühjahr 1862 in Ahrweiler eintrafen.

Zwei davon schenkte Kreuzberg der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Laurentius" Ahrweiler, die sie an der Südseite der Katholischen Pfarrkirche "St. Laurentius" Ahrweiler pflanzte, die übrigen ließ Kreuzberg auf verschiedenen Grundstücken seiner Familie pflanzen. Auch am Blankartshof und am Rodderhof ließ Kreuzberg Mammutbäume pflanzen. Ein weiterer Baum steht noch heute im Dahliengarten Bad Neuenahr. Einer der von Kreuzberg gepflanzten Bäume ging ein, die übrigen wurden – wie die Mammuntbäume an der Kirche – gefällt, weil sie in der Innenstadt zuviel Platz beanspruchten.

Geschäftsfreunde am Rhein waren übrigens dem Beispiel von Georg Kreuzberg gefolgt; deshalb sind dort noch heute zahlreiche Mammutbäume zu sehen, die in dieser Zeit gepflanzt wurden.

Am Freitag, 11. Mai 2012, wurde der Baum in den Anlagen der ehemaligen Gebr. Both OHG Ahrweiler gefällt. Grund: Ein Gutachten hatte ergeben, dass der 30 Meter hohe und 20 Tonnen schwere Baum krank ist.

Zwei Bäume, die Kreuzberg einst pflanzen ließ, stehen heute noch:

Mitgliedschaft

St. Sebastianus Bürgerschützengesellschaft Ahrweiler e.V.

Sonstiges

Landrat Werner Urbanus taufte den ersten Eigenbau des Luftsportvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. auf dem Marktplatz Ahrweiler auf den Namen „Georg Kreuzberg“.

Weitere Bilder

Siehe auch

Mediografie

Ahrweiler Nachrichten:

  • 26/1852 - Das Werk des Ahrweiler Weinbergsbesitzers Georg Kreuzberg
  • 31/1958 - Die Kreisstadt ehrte einen ihrer größten Söhne
  • 25/1961 - Ein Grabstein redet (Kreuzberg-Seligmann)
  • 38/1961 - Georg Kreuzberg am 02.08.1796 in Ahrweiler geboren
  • 1/1974 – Zum 100. Todestag von Georg Kreuzberg
  • 9/1993 - Georg Kreuzberg - ein verdienstvoller Bürger unserer Stadt
  • 1/1994 Ahrweiler und die Familie Kreuzberg
  • 3/1994 - Aus dem Leben Georg Kreuzberg

Weblink

Wikipedia: Georg Kreuzberg

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 9. Januar 2012
  2. Siehe auch: Christine Schulze: Der Mammutbaum wächst seit 1862 in Ahrweiler, general-anzeiger-bonn.de vom 9. August 2002