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Kreissparkasse Ahrweiler

Kapelle zum heiligen Silvester (Brenk)

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Silvester-Kapelle Brenk.jpg
Silvesterkapelle Brenk 1.jpg
St. Silvester-Kapelle (links) und Gedächtniskapelle Brenk (rechts)
Brenk - Heinz Grates (9).jpg

Die Kapelle zum heiligen Silvester in Brenk wurde im Jahr 1867 im gotischen Stil erbaut. Jeweils vier Fenster an den Längsseiten des Gotteshauses haben Spitzbögen, während über dem Portal an der Südwestseite eine Fensterrosette von etwa 2,50 Metern Durchmesser das Licht einstrahlen lässt. Der Eingang zu dem kleinen Gotteshaus befindet sich unter dem Glockenturm. Beim Eintreten fällt das Auge auf eine St. Silvester-Statue vor der Kanzel. In ihrer Linken hält sie einen goldenen Stab in Kreuzform. Er findet sich auch im Wappen der Gemeinde Brenk. Silvesters Statuen werden meist zusammen mit einem Pferd und einem Ochsen dargestellt. Das dürfte für die "Pferdegemeinde" Brenk entscheidend sein: St. Silvester wird dort seit Jahrhunderten als Patron der Haustiere und für eine gute Ernte verehrt.


Standort

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Vorgeschichte und Geschichte

Bereits 1738 gab es in Brenk eine Kapelle; sie stand am östlichen Ortseingang - dort, wo heute die Phonolith-Halle Brenk steht. 1857 wurde ein Neubau im gotischen Stil geplant, der von 1864 bis 1867 realisiert worden ist (Architekt: Hermann Nebel). Für die damaligen Verhältnisse handelt es sich um einen großen Kirchenbau. Jeweils vier Fenster an den Längsseiten haben Spitzbögen, während über dem Portal an der Südwestseite eine Fensterrosette von etwa 2,50 Metern Durchmesser das Licht einstrahlen lässt. Die Sakristei wurde im Jahr 1927 angebaut; die Empore ist im Jahr 1948 eingezogen worden. Der Riedener Steinmetz Johann Leich schuf im Jahr 1867 einen größeren Altar, der dem neugotischen Stil der Kapelle angepasst wurde. Der aus Holz geschnitzte alte Altar wurde in der Maria-Himmelfahrt-Kapelle Rodder aufgestellt, wo er noch heute steht.[1]

Eine Glocke, die vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammte, wurde von der alten in die neue Kapelle übernommen und im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. Jahrzehntelang mussten sich die Gläubigen aus Brenk mit stählernen Glocken begnügen – bis im Jahr 1986 in Brockscheid/Eifel zwei neue Bronzeglocken gegossen wurden, die im November des gleichen Jahres im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes zu Ehren von St. Silvester und der Gottesmutter geweiht wurden. Die beiden Bronzeglocken im Turm der Silvester-Kapelle läuten heute jeweils im 14-tägigen Rhythmus jeweils am Mittwoch zur Messe.

Auf dem Vorplatz der Kapelle, am Aufgang zum Friedhof, wurde 1963 eine Gedächtniskapelle für die Opfer der beiden Weltkriege erbaut.

Weitere Fotos

Siehe auch

Mediografie

Fußnoten

  1. Quellen: Hans-Josef Schneider: Kapelle für den Schutzpatron - Gotteshaus Bronzeglocken neu gegossen, in: Rhein-Zeitung vom 31. Dezember 2010, und Hans-Josef Schneider: Brenk feiert seine 150 Jahre alte Dorfkapelle – Ausstellung in der Phonolith-Halle und zünftiges Kapellenfest, in: Rhein-Zeitung vom 22. Juni 2017