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Katholische Frauengemeinschaft Adenau

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Die Katholische Frauengemeinschaft Adenau, zweitgrößter kfd-Ortsverband im Kreis Ahrweiler, ist Teil der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Johannes der Täufer" Adenau. Zu den regelmäßigen Aktivitäten der Gruppe gehören ein Jahresausflug und eine Wallfahrt nach Pützfeld. In der Frauengemeinschaft Adenau gibt es sogenannte Bezirksfrauen, von denen jede für mehrere Straßenzüge verantwortlich ist. Die kfd-Frauen sind insbesondere für die Senioren im Einsatz. Die von ihnen organisierte jährliche Seniorenweihnachtsfeier in der Hocheifelhalle Adenau ist für viele ältere Menschen der Region ein Höhepunkt im alltäglichen Einerlei. Und wer nicht selbst zur Feier kommen kann, den besuchen die kfd-Frauen zu Hause. Immer haben sie dann ein kleines Geschenk dabei. Das Geld dafür erwirtschaften die wohltätigen Frauen unter anderem beim Waffelcafé während des Heimatfests und durch eine Vielzahl weiterer Aktionen. An den Wallfahrten, die von den kfd-Frauen organisiert werden, nehmen auch viele Nichtmitglieder teil. Außerdem unterstützen die Frauen Missionen in Indien und den Adenauer Markt für Leib und Seele.[1]


Leitungsgremium

Anneliese Linnarz, Christel Bitten und Hildegard Körtgen, Annemarie Reitz, Annelene Korden, Ruth Holbach und Anneliese Nieten

Chronik

Gründer und erster Präses der Katholischen Frauengemeinschaft von Adenau war der Adenauer Pastor Joseph Caster. Er hatte dem Trierer Bischof den Entwurf einer Satzung für die „Erzbruderschaft der christlichen Mütter“ vorgelegt. Nachdem er im Dezember 1913 genehmigt worden war, meldeten sich 283 interessierte Frauen. Gründungsversammlung war am 26. April 1914. Fünf Frauen wurden an diesem Tag in den Vorstand berufen. In den Protokollen aus dieser Zeit werden sie, wie damals üblich, mit den Titeln und Vornamen ihrer Ehemänner aufgeführt: Frau Hauptlehrer Hoersch übernahm das Amt der Vorsteherin und Frau Anton Hees war für die Finanzen zuständig. Zum Gründungsvorstand gehörten außerdem die „Witwe Hermann Radermacher, Frau Johann Strack und Gertrud Stumpf“. Über die ersten Jahrzehnte der Vereinsgeschichte sind so gut wie keine Informationen überliefert. Erst zum 50-jährigen Bestehen der "Frauen- und Müttergemeinschaft" im Jahr 1964 findet sich ein Bericht in der Chronik der Volksschule Adenau. Teil der Jubiläumsfeier damals war eine Nachmittagsandacht, bei der der Diözesanseelsorger der Frauen, Domkapitular Jakob Schmitz, zu etwa 440 Frauen predigte. Die Weihe des neuen Banners der Gemeinschaft schloss sich an; außerdem wurden „35 Frauen feierlich in die 938 Mitglieder zählende Bruderschaft aufgenommen.“ In den 1960er-Jahre wurde der Name „Christlicher Frauen- und Mütterverein“ durch die heute übliche Bezeichnung „Katholische Frauengemeinschaft“ ersetzt. Seit dieser Zeit ist die Vereinsgeschichte schriftlich dokumentiert. Auf Katharina Ziegler folgte im Jahr 1968 Gerda Holbach als Vorsitzende. Fast drei Jahrzehnte lang übte sie dieses Amt aus. Es gab regelmäßige Veranstaltungen, gemeinsame Ausflüge und Wallfahrten. Maria Hoffmann trat im Jahr 1996 die Nachfolge von Gerda Holbach an. 600 Mitglieder zählt der Vereins zu dieser Zeit. 2004 übernahm Annemarie Reitz den Vorsitz. Seit 2008 wird die Frauengemeinschaft von einem Team um Ruth Holbach geleitet. Der Gemeinschaft gehören von Anfang an Frauen aus der Pfarrei Adenau sowie aus den Filialen Honerath, Breidscheid, Herschbroich, Quiddelbach, Wimbach, Kottenborn, Leimbach, Gilgenbach und Adorferhof an.[2]

Am Sonntag, 19. Januar 2014, wurde das 100-jährige Bestehen der Katholischen Frauengemeinschaft Adenau gefeiert - mit einem um 10.30 Uhr beginnenden Hochamt in der Katholischen Pfarrkirche "St. Johann Baptist" Adenau und anschließendem Empfang in der Hocheifelhalle Adenau und rund 200 fast ausschließlich weiblichen Gästen. Die Frauen präsentierten dort auch eine Ausstellung zur 100-jährigen Geschichte ihrer Gemeinschaft. Im Jubiläumsjahr 2014 hat die aus 31 Bezirken bestehende Frauengemeinschaft Adenau 416 Mitglieder. Grußworte und Glückwünsche überbrachten bei dem Emfpang Pfarrer Rainer Justen, der gemeinsam mit den Frauen den Festgottesdienst gefeiert hatte, sowie Verbandsbürgermeister Hermann-Josef Romes, Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann, Luzy Werner für das Dekanat Ahr - Eifel und Regine Schiffer als Leiterin der Evangelischen Frauenhilfe Adenau. Bei dem Festakt wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Insgesamt 41 Frauen waren bereits seit mehr als 60 Jahren Mitglied der Frauengemeinschaft. Den Rekord hielten Amalia Schumacher aus Adenau und Gerta Feien aus Wimbach, die der Frauengemeinschaft beide seit 1946 angehören. Im Jahr 1947 traten der kfd Gerda Holbach und Elisabeth Junglas, 1949 Gerta Dreser, Gretel Kraft und Hilde Neuss bei.[3]

Ehrungen standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung im März 2015 in der Komturei. Anneliese Nieten stimmte mit einem geistlichen Impuls in den Nachmittag ein, bevor Pastor Rainer Justen in seiner Ansprache die Frauengemeinschaft als „echten Schatz“ für Gemeinde und Pfarreiengemeinschaft lobte. Er bedankte sich bei den Frauen für ihr vielfältiges Wirken im sozialen und kirchlichen Bereich. Annelene Korden und Annette Linnarz ließen die Aktivitäten des Jahres 2014 mit einer Fotopräsentation Revue passieren. Ruth Holbach legte in ihrer Eigenschaft als Kassiererin die Finanzen der kfd offen. Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung von Frauen, die der kfd Adenau 50 oder 60 Jahre angehören. Auf 50 Jahre Mitgliedschaft konnten Maria Arenz, Margot Lemb und Margarete Sauerkraut (alle Herschbroich), Elke Augel, Irmgard Baur, Elfriede Beckers, Katharina Bell, Berta Beyer, Christa Frings, Marlies Kaiser, Marga Lehmann, Hildegard Nohles, Marianne Radermacher, Anneliese Surges (alle Adenau), Inge Esper, Lisbeth Luis und Anni Pohl (alle Wimbach) zurückblicken. Für 60 Jahre Zugehörigkeit zur kfd wurden Gisela Keuler, Margarete Rausch, Ulla Schumacher, Katharina Sesterheim (alle Leimbach), Franziska Knechtges (Honerath), Ida Schäfer und Maria Schomisch aus Adenau geehrt.[4]

Pfarrer Dr. Rainer Justen, Präses der Gemeinschaft, dankte der zu dieser Zeit etwa 400 Frauen zählenden Gemeinschaft bei ihrer Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2016 in der Komturei. Dann hielten Annelene Korden und Annette Linnarz Jahresrückblick. Zu den Aktivitäten des Jahres 2015 gehörten eine Wallfahrt zur Wallfahrtskapelle "Sancta Maria Immaculata" Pützfeld, die Teilnahme an der jährlichen Dekanatswallfahrt zur Schornkapelle Schuld, ein Besuch des Schmetterlingsgartens in Bendorf und der Synagoge Niederzissen. Nach 17-jähriger Tätigkeit als Bezirksfrau wurde Anna Hildenbrand während der Versammlung mit herzlichem Dank für ihr engagiertes Wirken verabschiedet; Nachfolgerin wurde Ursula Sand. Bei der turnusgemäßen Vorstandswahl wurde der Vorstand komplett wiedergewählt. Seine Mitglieder: Ruth Holbach, Annette Linnarz, Margret Schmitt, Anneliese Korden und Hildegard Körtgen. Zusätzlich wurde Rita Schumacher in das Team gewählt. Dann wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet: für 50-jährige Mitgliedschaft Margot Germer, Luzia Hilberath, Margret Prämaßing, Hedwig Schmitt und Resi Worms, für 60-jährige Zugehörigkeit Gertrud Bielen, Elfriede Feien, Erna Friedrich, Maria Hoffmann, Marlies Morr, Martha Nisius, Anna Pauly, Maria Pauly, Hildegard Sesterheim, Loni Stappen und Luise Thelen-Romes. Amalie Schumacher war seit 70 Jahren Mitglied.[5]

Mediografie

In der Hocheifelhalle in Adenau trafen sich die Seniorinnen und Senioren zur Nikolausfeier – Helene Theisen war mit 100 Jahren die älteste Teilnehmerin, blick-aktuell.de vom 13. Dezember 2017

Fußnoten

  1. Quelle: Gabi Geller: Menschen für Menschen: Die Christin - Für Annelene Korden und Ruth Holbach ist Nächstenliebe tagtäglich ein Ansporn Rhein-Zeitung vom 8. und 21. Januar 2008
  2. Quelle: Gabi Geller: kfd Adenau feiert 100-Jähriges - Ideal der Nächstenliebe gilt den seit Zeiten der „Erzbruderschaft der christlichen Mütter“, in: Rhein-Zeitung vom 15. Januar 2014
  3. Quelle: Gabi Geller: kfd Adenau: Seit einem Jahrhundert engagiert - Katholischer Frauenverband feiert sich selbst – Langjährige Mitglieder geehrt, in: Rhein-Zeitung vom 21. Januar 2014
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 21. März 2015
  5. Quelle: Rhein-Zeitung vom 5. März 2016