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Kreissparkasse Ahrweiler

Katholische Pfarrkirche „St. Remigius“ Unkelbach

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Die katholische Pfarrkirche "St. Remigius" Unkelbach.
Die katholische Pfarrkirche "St. Remigius" Unkelbach.
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Gegenüber dem Eingang zur Kirche befindet sich die Kriegsopfer-Gedenkstätte Unkelbach.

Die katholische Pfarrkirche „St. Remigius“ Unkelbach mit ihrem 43 Meter hohen schlanken Turm, der weit über das Unkelbachtal hinausragt, prägt das Ortsbild von Unkelbach und ist Wahrzeichen des Remagener Stadtteils. Bei dem Gotteshaus handelt es sich um eine stützenlose einschiffige Kirche mit Querschiff, axial vorgesetztem Turm und einem Chor, der drei Teile eines Achtecks zeigt. Die Chor- und Seitenfenster der neugotischen Kirche sind zweibahnig und mit Vierpaßbekrönung versehen. Das Kirchenschiff wird von einem Netzgewölbe überspannt. Die Fassades des Querschiffs zeigt eine Rosette über fünf Spitzbogenfenstern.


Standort

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Geschichte

Die Kirche ist Mittelpunkt des Ortes und wurde in den Jahren 1898 bis 1903 unter Pfarrer Rudolf Riesen, der von 1896 bis 1905 Seelsorger der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Remigius" Unkelbach war, von Kirchenbaumeister Johann Adam Rüppel errichtet. Am 1. Juli des Jahres 1900 wurde der Neubau eingesegnet. Die feierliche Konsekration am 8. Juli 1903 oblag Weihbischof Carl Ernst Schrod, der bei dieser Gelegenheit Kinder aus Unkelbach sowie aus den Nachbardörfern Oberwinter und Oedingen firmte.

Im Jahr 2000 wurde die Pfarrkirche mit einem Kostenvolumen von 800.000 Mark umfassend renoviert. Das Bistum Trier finanzierte 400.000 Mark. 320.000 Mark kamen durch Spenden der örtlichen Bevölkerung, von Vereinen, von Institutionen und durch die Basare in der Mehrzweckhalle Unkelbach zusammen.

Schon lange vor dem heutigen Gotteshaus gab es in Unkelbach eine Pfarrkirche. Die alte Pfarrkirche wurde um 1200 gebaut; Hauptschiff und Chor gehörten zum frühromanischen Kernbau. Der bestand aus einem quadratischen Westturm mit achtseitigem Helm, einem 7,25 Meter langen und 9,5 Meter breiten Langhaus mit schmalem Nordschiff sowie einem 3,5 Meter langen und 6,4 Meter breiten durch Rundbogen auf breiter Vorlage abgeteilten kreuzgratgewölbten Chor. Eine nördlich angebaute quadratische Sakristei mit sechskappigem Gewölbe auf Rundstabrippen mit Scheitelrosette ergänzte das Kirchengebäude. Die Sakristei wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, das Nordschiff in der nachmittelalterlichen Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts gebaut.

Schon 1743 hatte die Kirche drei Altäre: den Hochaltar des heutigen Kirchenheiligen St. Remigius, einen Marien- und einen Annenaltar, der 1867 durch einen St. Sebastianus-Altar ersetzt wurde. 1842 war die Kirche so baufällig geworden, dass Einsturzgefahr und baupolizeiliche Schließung drohten. Auch räumlich war das Gotteshaus mit seinen 60 Quadratmetern Grundfläche aufgrund der Bevölkerungsentwicklung zu klein geworden. Bauexperten und Entscheidungsträger plädierten für einen Neubau. Doch der sollte noch etliche Jahre auf sich warten lassen. Von 1858 bis 1898 wurde verhandelt, vorbereitet und geplant; es mangelte an Baukapital. 1897 teilte der Landrat in Ahrweiler der königlichen Regierung in Koblenz in einem Kostenvoranschlag die voraussichtliche Gesamtsumme von 30.000 Mark mit. Eine geschätzte Kostendeckung sah freiwillige Gaben, eine Diözesankollekte, Hauskollekten in den Regierungsbezirken Koblenz und Köln, einen Zuschuss aus der Kirchenkasse sowie Einsparungen infolge vereinfachter Bauausführungen vor.

Die Größe der Kirche wurde mit 144 Quadratmetern angegeben. 156 Sitz- und 173 Stehplätze wurden anvisiert, wodurch zwei Drittel der damals 530 Seelen zählenden Gemeinde einen Platz haben konnten. Der Standort wurde an der Stelle der bisherigen Pfarrscheune auf der südlichen Seite des Kirchhofs, jedoch westlich verschoben, oberhalb der alten Pfarrkirche und parallel zu dieser ausgerichtet, gewählt. Im Herbst 1898 wurde das Fundament gelegt. Im Frühjahr 1899 wurden die Arbeiten nach den Planentwürfen des Architekten Rüppel aus Bonn fortgeführt. Grundsteinlegung war im Juni. Die Aufbauten der beiden Seitenaltäre wurden in die neue Kirche übernommen. Ebenfalls übernommen wurden die Sakramentsnische und die Glockenturmuhr.

Obwohl der Ort und die Kirche von Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg verschont blieben, hatte rund 50 Jahre später der Zahn der Zeit seinen Tribut gefordert. Die Verwirklichung von Substanz erhaltenden Arbeiten dauerte ab Anfang der 60er Jahre bis Ende 1999. Möglich war dies nur durch eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung innerhalb des Ortes.

Im September 2018 kehrte das Marienbildnis vom Seitenaltar der Pfarrkirche an seinen angestammten Platz zurück. Viele Spenden und eine großzügige Unterstützung durch das Amt für kirchliche Denkmalpflege des Bistums Trier machten die die lange und aufwendige Restaurierung durch das Restaurierungsatelier Holly aus Kruft möglich. In einem besonderen festlichen Rahmen würdigt denn auch die Pfarrgemeinde Sankt Remigius die Wiederkehr des Bildnisses. Am Festtag des St. Remigius, des Schutzpatrons von Unkelbach, wird das Marienbild am Montag, 1. Oktober 2018, in einem Festgottesdienst neu eingesegnet. In einem Beitrag von Hildegard Ginzler zu dem Bildnis im General-Anzeiger hieß es:

Das vermutlich frühbarocke Ölgemälde mit den Maßen 1,45 mal 0,98 Meter zeigt eine sehr liebevoll wirkende Gottesmutter. Das Jesuskind sitzt auf ihrem Arm, während sie mit beiden Händen dem heiligen Dominikus den Rosenkranz überreicht. Die Darstellung gründet darin, dass Dominikus ein Förderer und Verbreiter des Rosenkranzgebetes zu Ehren der Jungfrau Maria war. Das Bild will auf den Rosenkranz als von Maria selbst geschenktes Mittel hinweisen, um auf Jesus zu schauen und ihn durch die Betrachtung seines Lebens zu lieben und ihm immer treu nachzufolgen ... Das ist der Auftrag, den die Gottesmutter zugleich bei verschiedenen Erscheinungen hinterlassen hat. „Maria, die Mutter mit dem Kind, ist ein Bild der Hoffnung für uns alle. Darum können wir es nicht oft genug betrachten und davor betend knien, wie der Heilige Dominikus auf dem Gemälde“, schrieb Pfarrer Frank Klupsch im Pfarrblatt der katholischen Pfarreiengemeinschaft Remagen.[1]

Inventar

Zum Inventar der Kirche gehören ein Pestkreuz aus dem Jahr 1660 (seitdem wird jährlich die Bornhofen-Wallfahrt Unkelbach veranstaltet) sowie eine aus dem Jahr 1250 stammende wertvolle Holzplastik der thronenden Madonna.

Weitere Fotos

Siehe auch

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Hildegard Ginzler: Ein Marienbildnis kehrt zurück – Gemälde wird in der Unkelbacher Pfarrkirche am Remigius-Tag neu eingesegnet', in: General-Anzeiger vom 18. September 2018