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Carl Bertram Hommen

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Carl Bertram Hommen (* 1. August 1913 in Brohl, † 1. Juni 2004) hat zwischen 1979 und 1993 insgesamt 19 Beiträge für das Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler verfasst – über Weinbau im Breisiger Ländchen und im Brohltal, über verarmte Ahr-Winzer, die vor 150 Jahren vom Saarbrücker Bergamt angeworben wurden, und über Bergbau im Breisiger Ländchen, die ehemalige Ortskrankenkasse Niederbreisig, zu ehemaligen Juden im Breisiger Ländchen, über Johann Jacobs, den Dichter des Brohltalliedes, und die Auswanderung des Niederbreisiger Bürgermeisters im Jahr 1853 zu den Cowboys nach Texas.


Carl Bertram Hommen

Vita

Carl Bertram Hommen wurde am 1. August 1913 als ältestes von drei Kindern in Brohl geboren. Bei einem Schulunfall verlor er ein Auge. Er erhielt eine Entschädigung, die es seinen Eltern ermöglichte, ihren Sohn auf das humanistische Gymnasium in Andernach zu schicken. Er übersprang bald die erste Klasse und wechselte nach dem Abitur zur Buchhändlerschule nach Leipzig.

Hommen begann seine journalistische Laufbahn bei verschiedenen Zeitungen in Neuwied, Bremerhaven und Essen. Bis zu seiner Pensionierung leitete er als Chefredakteur die Werkszeitung der August-Thyssen-Hütte in Duisburg-Hamborn.

Seine Leidenschaft galt jedoch der Heimatgeschichte. Mit seiner Frau Gertrud (geborene Geisler) zog es ihn nach seiner Pensionierung von Moers/Kapellen nach Oberbreisig zurück. Seinen Ruhestand nutze er, um die Geschichte der Familien Hommen, Geisler und Felden aus der Biergasse in Niederbreisig zu erforschen und Bücher zu schreiben. Dazu recherchierte er ungezählte Stunden im Landeshauptarchiv Rheinland-Pfalz in Koblenz.

In einem Beitrag der Rhein-Zeitung anlässlich des 100. Geburtstages von Carl Bertram Hommen am 1. August 2013 hieß es:[1]

Mit Leidenschaft und in schmerzlicher Erinnerung an seinen deportierten Freund und Klassenkameraden, den Sohn einer jüdischen Familie aus Sinzig, setzte er alles daran, um die 1979 nach Errichtung eines Zaunes um den Schlossberg Rheineck entfernten Grabsteine des Friedhofs der jüdischen Gemeinde Breisig zu retten. Nach Diskussionen mit dem Schlossbesitzer und mithilfe der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz gelang es ihm, dass die am Kesselberg zwischengelagerten Grabmonumente nach alten Aufzeichnungen wieder am einstigen Ort aufgestellt wurden.

Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahr 1991 lebte Hommen in einem Seniorenheim in Remagen.

Auszeichnungen

Für seinen Einsatz und sein Lebenswerk wurde Carl Bertram Hommen im Jahr 1989 vom damaligen Landrat Joachim Weiler mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet.

Veröffentlichungen

Carl Bertram Hommen ist Autor zahlreicher Beiträge im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler. Außerdem veröffentlichte er die folgenden Monografien:

  • Von Hexen, Schiffern und Papiermachern an Rhein, Ahr und Eifel, Bad Breisig 1991
  • Geliebte Heimat zwischen Laacher See und Goldener Meile, Bad Breisig 1989
  • Die Grabmale von Rheineck – zur Geschichte des ehemaligen Ländchens Breisig und der früheren Herrschaft Rheineck, 1983, Neuauflage 2010
  • Das Breisiger Ländchen – Geschichte und Geschichten aus 2000 Jahren Vinxtbach- und Brohltal
  • Die Geschichte von Sankt Viktor Oberbreisig - 950 Jahre Mutterkirche von Breisig, 1988

Weblink

kreis.aw-online.de: Beiträge von Carl Bertram Hommen im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler

Fußnoten

  1. siehe auch: Günther Schmitt: Carl Bertram Hommen: Heimatforscher und Journalist wäre am Donnerstag 100 Jahre alt geworden, general-anzeiger-bonn.de vom 1. August 2013