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Schulsporthalle Bad Bodendorf

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Ein möglicher Standort für die geplante Halle: der bereits seit dem Schulbau in den 1960er Jahren für eine mögliche Schulerweiterung vorgesehene Acker zwischen Grundschule und Gartenstraße.
Baubeginn mit symbolischem ersten Spatenstich am 17. Oktober 2019

Über den Bau einer Schulsporthalle oder einer Mehrzweckhalle in unmittelbarer Nähe zur Grundschule "St. Sebastianus" wird in Bad Bodendorf seit vielen Jahren diskutiert. Jetzt aber sei der Weg zum Bau der Halle frei, sagte Ortsvorsteher Alexander Albrecht während einer Ortsbeiratssitzung im September 2017. Im Idealfall werde das Bauprojekt mit 40 Prozent vom Land gefördert. Die Einfeldsporthalle mit einem Grundriss von 15 mal 27 Metern und einer Höhe von 5,5 Metern würde sich neben dem Schulsport auch für andere Sportarten wie Gymnastik, Gardetanz oder Tischtennis eignen und könnte so auch außerhalb der Schulzeiten genutzt werden.[1]


Standort

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Chronik

Seit zwei Jahren stehen, wie die Rhein-Zeitung am 15. Februar 2017 unter der Überschrift „Bad Bodendorfer Schulsporthalle rückt näher“ berichtete, 100.000 Euro für die Planung einer solchen Halle als Erweiterungsbau der Grundschule im Haushalt der Stadt Sinzig. Die Planung solle nun rasch in Auftrag gegeben werden. „Die Halle würde den Sportunterricht im gesamten Stadtgebiet entlasten, da die großen Sporthallen A und B in der Kernstadt ausgelastet sind“, sagte Ortsvorsteher Alexander Albrecht.

Bei einer Sitzung des Bauausschusses der Stadt Sinzig im März 2017 wurde ein erstes Plankonzept für eine Halle präsentiert. Dieses Konzept lehnt sich an eine im Jahr 2009 in Daun in Holzständerbauweise gebaute Einfeldsporthalle an. Die Halle in Daun verfügt über Umkleide-, Sanitär- und Duschräume sowie einen großen Geräteraum. 1,3 Millionen Euro habe die Dauner Halle gekostet, wie Ralf Billigen, der Planer dieser Turnhalle, dem Bauausschuss sagte. Die Halle wäre nicht nur für den Schulsport, sondern beispielsweise auch für Gymnastik, Gardetanz und Tischtennis außerhalb der Schulzeiten geeignet. Das Raumklima in der Turnhalle sei gut. Außerdem gehe von der Turnhalle keine Lärmbelästigung für die Anlieger aus. Das bislang unbebaute Grundstück westlich der Grundschule befindest sich im Eigentum der Stadt Sinzig. Sämtliche Weichen seien gestellt, berichtete general-anzeiger.de am 15. März 2017: „Im Haushalt der Stadt sind bereits die Planungskosten eingestellt, das Verfahren zur Herstellung des Baurechts wurde erfolgreich abgeschlossen.“ Erste Beratungen mit dem Ortsbeirat, mit der Leitung der Grundschule, dem Schulträger und den kommunalen Aufsichtsbehörden seien geführt worden. Billigen rechnete vor, dass in Bad Bodendorf mit einem Investitionsvolumen von 1,6 bis 1,7 Millionen Euro zu rechnen sein. Der Bauausschuss empfahl dem Stadtrat, das Planungsbüro Billigen mit der Betreuung des Bauprojekts zu beauftragen.[2]

Im April 2017 vergab der Stadtrat Sinzig den Planungsauftrag für die Halle an das Büro Billigen aus Daun. Ein Zuschussantrag an das Land soll gestellt werden. Die Halle ist als reine Sporthalle für den Schulsport und die Vereine geplant, eine Mehrzwecknutzung ist ausdrücklich nicht vorgesehen.[3]

Im Mai 2018 informierte Ralf Billigen vom gleichnamigen Planungsbüro den Bauausschuss der Stadt Sinzig über den Sachstand. Neben dem Schulsport werde sich die geplante Halle auch für andere sportliche Aktivitäten – Gymnastik, Gardetanz und Tischtennis etwa – eignen. Eine darüber hinaus gehende multifunktionale Nutzung sei jedoch ausdrücklich nicht vorgesehen. Eine erste Kostenschätzung habe im Jahr zuvor bei 1,67 Millionen Euro gelegen. Für diesen Preis sei die Halle aber wohl nicht mehr zu realisieren. Dennoch sprach sich der Bauausschuss für die Fortführung des Projektes aus und empfahl dem Stadtrat, die weiteren Planungsleistungen an das Planungsbüro Billigen zu vergeben.[4]

Der Stadtrat Sinzig votierte Ende Mai 2018 einstimmig für den Bau der Sporthalle. Die Rhein-Zeitung berichtete:

Die neue Halle eignet sich neben dem Schulsport auch für Gymnastik oder Gardetanzübungen, aber nicht für Wettkampfsport – sie verfügt über keine Zuschauertribüne. Die Kosten liegen bei 1,7 Millionen Euro.'[5]

Ratsherr Klaus Hahn (Bündnis 90/Die Grünen) beantragte bei den Beratungen für den Stadthaushalt 2019, auf dem Hallendach eine Photovoltaik- und Solarthermie-Anlage zu installieren. „CDU, FWG und FDP lehnten den ihrer Meinung nach allzu plötzlichen Vorstoß der Grünen ab“, berichtete der General-Anzeiger (GA) am 19. Januar 2019. „Wir sind inhaltlich nicht gegen den Antrag gewesen“, sagte Franz Hermann Deres (CDU) dem GA auf Anfrage. Allerdings sei der Antrag der Grünen „aus der Hüfte geschossen“ plötzlich in der Sitzung vorgebracht worden, ohne dass es zuvor – wie sonst üblich – die Möglichkeit einer Vorberatung gegeben hätte.[6]

Eine Bodenuntersuchung zwischen Schul- und Saarstraße ergab Unerfreuliches, was die geplante Sporthalle betrifft: Der Untergrund besteht bis zu einer Tiefe von 2,80 Metern aus nicht tragfähigen Auenlehmschichten. Erst darunter befindet sich belastbarer Kies. Die Halle soll deshalb auf Beton-Stelzen gestellt werden, die bis zur Kiesschicht hinunterreichen. Voraussichtliche Mehrkosten: etwa 125.000 Euro. Wegen der allgemeinen Preisentwicklung im Bausektor muss außerdem mit einer Preissteigerung von 6,5 Prozent gerechnet werden, wie es bei einer Sitzung des Bauausschusses der Stadt Sinzig hieß. Der Preis für die Realisierung des Bauvorhabens würde deshalb von rund 1,9 auf 2,1 Millionen Euro steigen. Ortsvorsteher Alexander Albrecht sagte bei einer Ortsbeiratssitzung am 29. April 2019, er hoffe auf einen Baubeginn im Herbst 2019.

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich wurde am Donnerstag, 17. Oktober 2019, der Baubeginn für die seit Jahrzehnten herbeigesehnte Sporthalle eingeleitet. Eigentlich sollte der Spatenstich in ganz kleinem Kreis vorgenommen werden - lediglich mit Bürgermeister, Ortsvorsteher und Landrat, mit den Fachbereichsleitern Marco Schreiner und Andreas Braun sowie Büroleiter Christian Weidenbach, mit Architekt Ralf Billigen, Schulleiterin Claudia Mercer und den Grundschülern. Aber irgendwo gab es wohl eine undichte Stelle, sodass sich die Kunde vom bevorstehenden Bauauftakt wie ein Lauffeuer im Dorf ausgebreitet hatte - mit dem Ergebnis, dass sich auch ehemalige und heutige Mitglieder von Ortsbeirat und Stadtrat ebenso wie interessierte Einwohner auf dem Feld neben der Grundschule einfanden. Der Hallenbau im Mai 2018 einstimmig vom Sinziger Stadtrat beschlossen worden. Nachdem im Dezember desselben Jahres die schulbaubehördliche Genehmigung und im Februar 2019 auch die Baugenehmigung der Kreisverwaltung vorlagen, konnten die Ausschreibungen für den Bau der Halle, die eine Grundfläche von 15 mal 27 Meter einnehmen soll, beginnen. Trotzdem waren am Donnerstag noch nicht alle davon überzeugt, dass es mit dem Bau nun tatsächlich losgeht: „Wir glauben das erst, wenn der Bagger anrollt“, formulierte es ein Besucher. Bürgermeister Andreas Geron sagte beim anschließenden Umtrunk im Grundschul-Foyer: „Die sportliche Betätigung von Kindern ist gerade in unserer digitalen Zeit ein wichtiger Baustein für eine gesunde Zukunft.“ Und er freute sich, dass es, sobald die Halle fertig sei, auch keine Platznot in der Rudi-Altig-Sporthalle in Sinzig mehr gebe. Denn bis dahin werden die Grundschüler aus Bad Bodendorf noch regelmäßig mit Bussen zum Turnunterricht nach Sinzig gefahren. Die Gesamtkosten der Einfeld-Sporthalle lägen bei voraussichtlich 2,1 Millionen Euro, hieß es aus dem Rathaus. Der Kreis Ahrweiler zahlt gemäß Schulgesetz zehn Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, also 137.900 Euro. So hat die Stadt Sinzig noch ein Eigenanteil von 1,4 Millionen Euro zu tragen. Bullaugenfenster an den Seiten der 5,5 Meter hohen Halle und Öffnungen in der länglich verlaufenden Glaskuppel würden eine Be- und Entlüftungsanlage überflüssig machen, hieß es. Sie allein hätte schon rund 150.000 Euro gekostet. Dank 24 Zentimeter dicker gedämmter und gefachter Holzbauwände sollen auch die Lärmschutzvorgaben erfüllt werden. Heizung und Solaranlage sind in den Baukosten nicht enthalten. Voraussichtliche Bauzeit: 15 Monate. Wie lange gibt es in Bad Bodendorf wohl schon Bestrebungen zum Bau einer Sporthalle? Ortsvorsteher Alexander Albrecht meinte sich erinnern zu können, dass dieser Wunsch vor etwa 25 Jahren, während der Amtszeit seines Vorvorgängers Karl-August Seel, erstmals formuliert wurde. Ein anderer Teilnehmer datierte die ersten Bestrebungen zum Hallenbau gar bis in die 1960er Jahre zurück.[7]

Mediografie

140.000 Euro für neue Schulsporthalle in Sinzig-Bad Bodendorf, Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 8. August 2019

Fußnoten

  1. Quelle: Judith Schumacher: Bau der Schulsporthalle kann beginnen – In Ortsbeiratssitzung wurde außerdem zum Beispiel der Umbau des Spielplatzes besprochen, in: Rhein-Zeitung vom 15. September 2017
  2. Quelle: Victor Francke: Pläne für Bad Bodendorf: Weichen für Turnhallenbau gestellt, general-anzeiger-bonn.de vom 15. März 2017
  3. Quelle: Bernd Linnarz: Stadtrat in Sinzig: Neues Feuerwehrhaus für Sinzig, general-anzeiger-bonn.de vom 9. April 2017
  4. Quelle: Bernd Linnarz: Sinziger Bauauschuss hat getagt – Schulsporthalle für Bad Bodendorf, general-anzeiger-bonn.de vom 9. Mai 2018
  5. Quelle: Judith Schumacher: Weg frei für die Sinziger Mensa – Der Rat gibt auch grünes Licht für die Kleinfeldsporthalle in Bad Bodendorf, in: Rhein-Zeitung vom 27. Mai 2018
  6. Quelle: Stadtrat lehnt Solaranlagen für Schulsporthalle ab – Grüne sind enttäuscht. Anlagen könnte umweltfreundlich Warmwasser und Strom erzeugen, in: General-Anzeiger vom 19. Januar 2019
  7. Quellen: Anton Simons: Spatenstich: Bau der Einfeld-Sporthalle in Bad Bodendorf beginnt, general-anzeiger-bonn.de, 18. Oktober 2019, und Judith Schumacher: Spatenstich erfolgt: Bau der Schulsporthalle in Bad Bodendorf kann losgehen, rhein-zeitung.de, 17. Oktober 2019