Festausschuss Karneval Bad Neuenahr-Ahrweiler 1997 e.V.

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Der Festausschuss Bad Neuenahr-Ahrweiler 1997 e.V.(FAK) hat sich zum Ziel gesetzt, den Karneval in Bad Neuenahr und Ahrweiler unter einen Hut zu bringen. Ein Ergebnis dieser Bemühungen ist die Hutsitzung des Festausschusses Karneval Bad Neuenahr-Ahrweiler 1997 e.V., die Jahr für Jahr von Vereinsmitgliedern, ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren am Weiberdonnerstag auf die Beine gestellt wird.


Mitglieder

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Gründung und Entwicklung

Ende der 1980er Jahre reifte nicht nur während der 5. Jahreszeit in Karnevalskreisen, sondern auch bei den dem Karneval nahestehenden Narren bei geselligen Gesprächen der Wunsch nach einer gemeinsamen Karnevalsveranstaltung aller Gesellschaften von Bad Neuenahr-Ahrweiler, die das heimische Brauchtum repräsentieren. Dabei diskutierten Sitzungspräsidenten mit Geschäftsleuten, Vorsitzende von Karnevalsgesellschaften mit Vertretern der Stadt, kleine Jecken mit großen.

Bei einem Empfang der Karnevalsgesellschaften am Dienstag 7. Februar 1989, ging diese Saat auf. Auf ihrer ersten Seite berichtete die Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler zwei Tages später:

Traditionsgemäß nutzten die Karnevalisten der Stadt den Dienstagsempfang auch zur Bekundung geheimer Wünsche und Ärgernisse. Der Bürgermeister wurde bei vielen Veranstaltungen vermisst, was einerseits gekonnt karnevalistisch verpackt geäußert wurde, andererseits aber auch Horst Felten von der Bad Neuenahrer KG zu einer unverblümten Attacke auf die SC-07-Fernsehsitzung bewegte, die mehr Prominenz im Saal versammelte als der „vaterstädtische“ Karneval.

An diesem für den Festausschuss historischen Tag überraschte der Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft „Närrische Landskroner“ Heimersheim, Günther Odenkirchen, die Narren im Rathaus Bad Neuenahr-Ahrweiler mit dem Vorschlag: „Wir sollten eine große gemeinsame Sitzung aller Karnevalsgesellschaften des Stadtgebiets über die Bühne bringen.“ Dieser Gedanke wurde von Manfred Kolling und Friedhelm Schnitzler aufgegriffen und gemeinsam mit den Vorsitzenden der Karnevalsgesellschaften realisiert.

Am 23. Februar 1990 war es dann soweit. Unter dem Motto „Alle Jecken haben Mut, gemeinsam unter einem Hut“ und mit dem Symbol des keck lachenden Hutes wurde die erste Sitzung auf die Bühne geschoben. Sinn ist seitdem, die besten karnevalistischen Aktionen aller Karnevalsgesellschaften einem großen Publikum in einem anmutendem Ambiente zu zeigen. Dazu wurde der Saal des Kurhauses Bad Neuenahr ausgewählt, weil er damals der einzige verfügbare Raum mit der entsprechenden Größe war.

Heute findet die Hut-Sitzung im Dorint-Parkhotel Bad Neuenahr statt. Sinn ist außerdem, den Erlös der Veranstaltung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Verfügung zu stellen, damit in Not geratenen Bürgern der Stadt unbürokratisch geholfen werden kann. Die gemeinsame Karnevalseröffnung am 11.11. ist normalerweise der Übergabetermin für diese Spende.

Während seiner Jahreshauptversammlung im Juni 2014 wählte der Festausschuss einen neuen Vorstand - mit Hardy Mies als Erstem Vorsitzenden, dem Zweiten Vorsitzenden Heribert Krahforst, Sitzungspräsidenten Franz-Josef Creuzberg und dessen Stellvertreter Markus Sebastian. Die ab 2013 vakanten Posten des Geschäftsführers sowie der Schriftführerin wurden mit Dr. Rainer Böhm und Martina Kulka besetzt; Dorothea Stieber übernahm das Amt der Kassiererin. Als Vereinsvertreter wurden Achim Assenmacher, Heribert Krahforst, Patrick Hartwig, Udo Willerscheid und Hardy Mies in den Vorstand gewählt.[1]

Bei einer Mitgliederversammlung der Karnevalsgesellschaft "Blau-Weiß" Neuenahrer Schinnebröder 1984 e.V. im April 2015 im Ringhotel "Giffels Goldener Anker" Bad Neuenahr, zu der 64 der 210 Mitglieder gekommen waren, wurde ein Antrag auf Austritt aus dem FAK mit großer Mehrheit abgeschmettert. Der General-Anzeiger berichtete:

Die Diskussion über einen möglichen Austritt aus dem FAK hatte der scheidende Vorstand angeleiert. Ein solches Szenario mit unabsehbaren Folgen sowohl für die Schinnebröder, als auch für den gemeinsamen kreisstädtischen Karneval mit seiner Hutsitzung als Höhepunkt schwebte wie ein Damoklesschwert über der Versammlung ... Schließlich kamen die Fakten, die zu einer solchen Abstimmung führen sollten, noch einmal auf den Tisch: Die Schinnebröder fühlten sich bei der Hutsitzung links liegen gelassen, weder Tanzcorps noch Spielmannszug durften auftreten. Dafür erhielt ein städtischer Spielmannszug, der zwar eine andere KG begleitet, aber ein eigenständiger Verein und auch nicht Mitglied des FAK ist, Auftrittsrecht. Weitere Vorwürfe wurden laut, die schließlich in einem Brief an den FAK gipfelten ... Selbst bei einem klärenden Gespräch unter der Moderation von Bürgermeister Guido Orthen konnten die verhärteten Fronten nicht aufgeweicht werden. Dass man durchaus eigene Fehler gemacht habe und dass das Tanzcorps nicht die Qualität der übrigen städtischen Funkencorps habe, wurde in der Diskussion angesprochen. ... Die Töne aus dem Plenum klangen jedenfalls sehr moderat, hier wurde das Gespräch innerhalb des FAK angeregt, und auch der gemeinsame Tanz aller Funkencorps auf der Hutsitzung solle wieder präsentiert werden. Auch die Tatsache, dass mit Neuenahrs Ex-Prinz Wolfgang Schnitzler ein Schinnebroder die Hutsitzung ins Leben gerufen hat, und das durch Karl-Heinz Conradt ausgesprochene Bekenntnis des Hauptsponsors Wittich-Verlag zur Hutsitzung führten letztendlich dazu, dass sich 83 Prozent der Mitglieder für den Verbleib im FAK aussprachen.[2]

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 11. Juni 2014
  2. Quelle: Thomas Weber: Heribert Krahforst kandidierte nicht mehr - Schinnebröder bleiben im FAK, general-anzeiger-bonn.de vom 16. April 2015