Eifelverein Adenau e.V.

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2016 auf dem 2611 Meter Hohen Burgstall in den Stubaier Alpen
2016 auf dem Stubaier Gletscher
2014 an der Nürburg
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Beim Festkommers anlässlich des 125-jährigen Bestehens im August 2014 in der Feuerwehrhalle Adenau übergab Landrat Dr. Jürgen Pföhler (l.) an den Vorsitzenden Peter Menches die Ehrenurkunde des Kreises Ahrweiler.
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Der 1889 gegründete Eifelverein Adenau e.V. ist eine der vier ältesten Ortsgruppen des Eifelvereins im Kreis Ahrweiler und mit mehr als 360 Mitgliedern - Stand: März 2015 - die zweitgrößte Ortsgruppe im Kreis.[1]


Mitgliederzahlen

  • Juli 2006: 361
  • März 2008: 353
  • April 2009: 376
  • März 2013: 363

Vorstand

Chronik

Bereits kurz nachdem der Eifelverein im Mai 1888 in Bad Bertrich gegründet worden war, bildete sich die Adenauer Ortsgruppe. Das Gründungsjahr 1889 ist durch Dokumente mehrfach belegt. So wurde 1889 für die bereits bestehenden 35 Ortsgruppen der erste „Eifelführer“ herausgegeben, in dem Adenau in der alphabetischen Auflistung an erster Stelle steht. Außerdem liegt die Endabrechnung der Ortsgruppe für das Rechnungsjahr 1889 vor. Der Ortsverein Adenau begann, gemeinsam mit dem Adenauer Verschönerungsverein, die Region um die Johanniterstadt für Wanderer attraktiv zu machen. Wanderwege wurden markiert, Ruhebänke aufgestellt und Schutzhütten gebaut.

Im August 1898 traf sich der Gesamtverein des Eifelvereins mit all seinen Ortsgruppen zur jährlichen Hauptversammlung in Adenau. Bei dieser Versammlung wurde unter anderem ein Spendenaufruf zum Bau eines Denkmals für den Eifelsvereins-Gründer Dr. Adolf Dronke beschlossen. Auf dem Mäuseberg bei Daun wurde später der heute noch stehende Dronke-Turm erbaut. In der Rhein-Zeitung vom 14. August 2014 hieß es:

Laut Satzung war es das erklärte Ziel des von Dronke gegründeten Eifelvereins, die Eifel für naturliebende Wandertouristen zu erschließen. Die wirtschaftlichen Bedingungen Ende des 19. Jahrhunderts waren in der Eifel denkbar schlecht. Zahlreiche Einwohner mussten auswandern, weil das karge Land ihre Familien nicht mehr ernährte. Gleichzeitig entwickelte sich in den Städten eine „Zurück-zur-Natur“ Bewegung. Die Menschen entdeckten die Freude am „Wandern in Gottes freier Natur“. Und in dieser Hinsicht hatte die Eifel einiges zu bieten. Man musste die herrlichen Landschaften nur etwas bekannter machen und für die Gäste ein Minimum an Service bieten. Dafür wollte der Eifelverein sorgen. Die Mitglieder machten es sich zur Aufgabe, den Fremdenverkehr in der strukturschwachen Eifelregion anzukurbeln und so den Einheimischen einen bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung zu ermöglichen.[2]

Im Jahr 1902 baute der Eifelverein Adenau mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Collignon auf der „Breiten Heide“ bei Adenau einen hölzernen Aussichtsturm und eine Schutzhütte. 1929 wurde das Holz des inzwischen stark verfallenen und deshalb für den Abbruch vorgesehenen Turms versteigert.

Im Mai 1976 wurde die vom Eifelverein Adenau erbaute Schutzhütte „Am Näsbachstein“ feierlich eröffnet. Außerdem kümmert sich die Ortsgruppe weiterhin um die Unterhaltung bestehender und um die Erschließung neuer Themen- und Rundwanderwege sowie um den Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Gipfel der Hohen Acht.

Rolf Lück, Renate Lück, Werner Schäfer (Adenau), Wolfgang Pantenburg, Günter Bömer und Gertrud Lau hatten die Anforderungen für das Deutsche Wanderabzeichen (DWA) zum dritten Mal erfüllt und wurden deshalb bei der Jahreshauptversammlung im März/April 2013 mit dem Silberne Abzeichen ausgezeichnet. Das DWA in Bronze erhielten Herbert Auel und Peter Koch für erstmaliges Erfüllen der Anforderungen. Marianne Schmitt konnte sich über das Bronze-Abzeichen für zweimaliges Erfüllen der Anforderungen freuen. Die Ausbildung zu zertifizierten Gesundheitswanderführern hatten Dr. Gerhard Aymanns und Willy Voepel bestanden. Für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft wurden Hans Beyer, Franz Josef Eich, Konrad Birkenbeul, Käthe Birkenbeul und Gottfried Stenz geehrt. Im Jahr 2012 fanden zwölf Ganztagswanderungen, 14 Halbtagstouren, fünf Ausflugsfahrten für Senioren sowie drei Mehrtageswanderungen statt. Bei 26 Sonntagstouren legten die Adenauer Wanderer 329,5 Kilometer zurück. 526 Teilnehmer wurden gezählt. Die Wanderfreunde Günter Bömer (260 Kilometer), Josef Hennes (224 Kilometer) und Werner Schäfer (Adenau) (223 Kilometer) erhielten Präsente.[3]

2014 - im Jahr ihres 125-jährigen Bestehens - zählt die Ortsgruppe 378 Mitglieder. Beim Festkommers anlässlich des 125-jährigen Bestehens im August 2014 in der Feuerwehrhalle Adenau übergab Landrat Dr. Jürgen Pföhler an Peter Menches, der zu dieser Zeit 15 Jahre Vereinsvorsitzender ist, die Ehrenurkunde des Kreises Ahrweiler.[4]

Anfang 2015 wurde die Ortsgruppe mit dem Sonderpreis 2014 über 2500 Euro aus dem Förderprogramm "Ländlicher Raum" des Kreises Ahrweiler ausgezeichnet. Das Preisgeld war für Erhalt und Pflege ortsbildprägender Bausubstanz im Ortskern bestimmt - eines der zentralen Ziele des Förderprogramms. Der Eifelverein hatte die Sanierung des St.-Josef-Heiligenhäuschens initiiert und gemeinsam mit dem Verein für Heimatpflege Adenau e.V. angegangen. Weil es von der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Johannes der Täufer" Adenau und vom Bistum Trier kein Geld gab, wurde die Maßnahme mit eigenen Mitteln und mit Hilfe von Spenden finanziert. Risse in der Natursteinmauer, Sockelschäden, Risse im Boden, Undichtigkeiten im Dach sowie Schäden an den Flügeltüren wurden beseitigt.[5]

Bei der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe im März 2015 zeichnete Landrat Dr. Jürgen Pföhler in seiner Eigenschaft als Bezirksvorsitzender des Eifelvereins drei Mitglieder für besondere Verdienste aus:

  • Monika Lohr, seit 1999 Vereins- und seit 2008 Vorstandsmitglied, überimmt als Wanderführerin die Organisation von Tageswanderungen. Sie wurde mit der Grünen Verdienstnadel ausgezeichnet.
  • Wilhelm Voepel ist seit 2001 Vereins- und seit 2008 Vorstandsmitglied der Ortsgruppe. Er betätigt sich als Wanderführer und hat sich zum Gesundheitswanderführer ausgebildet. Auch er wurde mit der Grünen Verdienstnadel ausgezeichnet.
  • Brigitte Skiba, seit ca. 1988 Vorstandsmitglied, wurde mit der Silbernen Verdienstnadel ausgezeichnet. Sie übernimmt bei Jahresfahrten die Reiseleitung.

Landrat Pföhler lobte bei der Versammlung auch das kulturelle Engagement der Ortsgruppe. Die Rhein-Zeitung berichtete:

Die Sanierung des baufälligen Heiligenhäuschens St. Josef in Adenau, eines Kleinods aus dem Jahre 1890, hat die Ortsgruppe mit weit mehr als 300 Stunden ehrenamtlicher Arbeit bewältigt. Das Spendenaufkommen, das die Ortsgruppe in eigener Regie bewirkt hatte, wurde durch den Kreis um 2800 Euro ergänzt. Für die Pflege Kleinods wurde die Ortsgruppe mit dem Sonderpreis 2014 für Engagement im ländlichen Raum „Ländlicher Raum“ belohnt. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert. Alle Fraktionen im Kreistag hatten die Preisvergabe einstimmig unterstützt. Landrat Pföhler gratulierte dem Vorsitzenden Peter Menches für die Ortsgruppe Adenau mit einer Urkunde.[6]

Der Vorsitzende Peter Menches sagte bei der Jahreshauptversammlung im März 2017, die Ortsgruppe Adenau habe 350 Mitglieder mit einem Durchschnittsalter von rund 67,5 Jahren. Nur vier Prozent seien jünger als 40 Jahre, 25 Prozent seien zwischen 41 und 60 Jahren und 71 Prozent älter als 61 Jahre (2015) alt. Werner Schäfer (Adenau), Rolf Lück, Hans Beyer, Gisela und Josef Falkenstein, Herbert Auel und Peter Menches wurden 2016 für besondere Dienste mit der Silberne Verdienstnadel des Hauptvereins ausgezeichnet – ebenso wie Wolfgang Pantenburg, der sich über viele Jahre in der Organisation und als Kulturwart engagierte. Die besten Wanderer waren Marianne Schmitt (282 Kilometer), Monika Lohr (276) und Arne Krüger (258). Hermann-Josef und Bernadette Romes sowie Trude Hüllen wurden für 25-jährige, Bernd und Monika Schiffarth für 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Als voller Erfolg wurde das Sommerfest 2016 gewertet, das erstmals in der und um die Komturei stattfand. Wegen der Stadtnähe war die Beteiligung deutlich größer als in den Vorjahren, in denen der Start ab der Eifelhütte erfolgte. 2016 gab es 16 Ganztags, zwölf Halbtags- und drei Mehrtagestouren, Besuche der Sektkellerei Deinhard in Koblenz und des bäuerlichen Weihnachtsmarktes in Borken-Marbeck sowie acht Gesundheitstouren mit Willy Voepel.[7]

Siehe auch

Mediografie

  • J. Degenhardt: 75 Jahre Eifelverein-Ortsgruppe Adenau, in: Jahrbuch der Stadt Adenau 1976
  • Der Eifelverein, in: Jahrbuch der Stadt Adenau 1982
  • Bernd Schiffarth: 100 Jahre Eifelverein Adenau, in: Jahrbuch der Stadt Adenau 1989

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 24. März 2015
  2. Quelle: Gabi Geller: Eifelverein begeistert früh in Adenau - Ortsgruppe in der Johanniterstadt zählt mit 125 Jahren zu den ältesten, in: Rhein-Zeitung vom 14. August 2014
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 6. April 2013
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 19. August 2014
  5. Quelle: Förderpreise für ehrenamtlichen Einsatz - Lantershofener und Adenauer Vereine für „Ländlicher Raum“ und Seniorenarbeit besonders ausgezeichnet, in: Rhein-Zeitung vom 8. Januar 2014
  6. Quelle: Werner Dreschers: Landrat ehrt verdiente Mitglieder des Eifelvereins Adenau - Zweitgrößte Ortsgruppe im Kreis gehört zu den ältesten, in: Rhein-Zeitung vom 24. März 2015
  7. Quelle: Eifelverein Adenau zieht Bilanz – Versammlung Treue Mitglieder geehrt und beste Wanderer ausgezeichnet, in: Rhein-Zeitung vom 22. März 2017