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Kreissparkasse Ahrweiler

Herbert Ritterrath

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Herbert Ritterrath (* 17. Januar 1952 in Andernach) war von 1998 bis April 2015 Pfarrer in Heimersheim, Ehlingen, Lohrsdorf, Heppingen, Kirchdaun und Gimmigen.


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Vita

Herbert Ritterrath wurde am 17. Januar 1952 in Andernach geboren, wuchs dann aber als echter Westumer Junge in einem gut katholischen Elternhaus an der Krechelheimer Straße auf und erhielt insbesondere durch seine Mutter erste Impulse, Priester zu werden. Zuerst jedoch erlernte er bei der Rekofa in Walporzheim den Beruf des Industriekaufmanns. Am erzbischöflichen Abendgymnasium in Neuss legte er später das Abitur ab. Ab 1973 studierte er in Trier, Würzburg und Bonn Theologie und Philosophie. 1978 wurde er zum Diakon geweiht. Noch vor seiner Priesterweihe arbeitete er ein Jahr lang als Diakon in Heiligenwall.

Am 3. Februar 1980 wurde Ritterrath von Bischof Dr. Bernhard Stein im Dom zu Trier zum Priester geweiht. Am 10. Februar 1980 feierte er in seinem Heimatort Westum Primiz. Zwölf Jahre lang war er Pastor in Löf an der Mosel, bevor er 1998 zurück nach Heimersheim kam.

Herbert Ritterrath ist ehemaliger Aktiver des Männergesangvereins „Eintracht“ Westum 1877 e.V..

Herbert Ritterrath war Präses der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heimersheim 1928 e.V. und 2009/10 Schützenkönig von Heimersheim.

Nach der Umstrukturierung der Pfarrgemeinden im Jahr 2011 war Ritterrath neben Dechant Jörg Meyrer und Moderator Pastor Peter Dörrenbächer einer von drei Pastoren der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Zum 30. April 2015 wurde Ritterrath von Bischof Stephan Ackermann in den Ruhestand versetzt – aus gesundheitlichen Gründen und auf ärztliches Anraten, wie die Rhein-Zeitung (RZ) am 16. Januar 2015 berichtete. „Ich kann die Ansprüche an einen Pfarrer nicht mehr erfüllen“, verriet Ritterrath der RZ. Ritterrath werde dann von Heimersheim nach Bad Bodendorf umziehen, für Gottesdienste in seinen alten Wirkungsorten aber weiterhin zur Verfügung stehen. Weil auch Pfarrsekretärin Astrid Etten mit dem Pfarrbüro umzieht, werde das Pfarrhaus in Heimersheim leerstehen. Seinen Ruhestand wolle er unter anderem dazu nutzen, Bücher zur Geschichte der Päpste und zu aktueller Wirtschaftspolitik zu lesen, verriet Ritterrath dem RZ-Reporter Jochen Tarrach. In guter Erinnerung behalten werde er die Messfeiern nach der tridentinischen Liturgie zu den mittelalterlichen Weinfesten in Heimersheim und die vielen Kontakte zum damaligen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann aus Mainz. 2007 sei gemeinsam mit Lehmann in Heppingen die Christmette und anschließend Weihnachten gefeiert worden.[1]

Mit einem feierlichen Hochamt in der Katholischen Pfarrkirche St. Mauritius Heimersheim und einem anschließenden Empfang im Gemeindesaal wurde Pastor Herbert Ritterrath am Sonntag, 26. April 2015, aus dem aktiven Dienst als Seelsorger verabschiedet. „Gesundheitliche Gründe und das daraus resultierende Anraten der Ärzte sind es, die den langjährigen Pfarrer der Gemeinden in Heimersheim, Ehlingen, Lohrsdorf, Heppingen, Kirchdaun und Gimmigen zwingen, bereits im Alter von 63 Jahren sein aufreibendes Amt als Seelsorger aufzugeben“, berichtete die Rhein-Zeitung tags darauf, „mit großem Pflichtbewusstsein als Priester wird er deshalb in der Pfarreiengemeinschaft auch weiterhin in Vertretung den einen oder anderen Gottesdienst halten.“ In seine Zuständigkeit fiel unter anderem auch die Trägerschaft der Pfarrgemeinde des Alten- und Pflegeheims „St. Vinzenz“ Heimersheim.[2] Der General-Anzeiger berichtete über den Empfang:

Da wurden Erinnerungen geweckt an den Neubau der Orgel in Heimersheim, die Wallfahrten zur Landskrone und das Engagement Ritterraths zum Erhalt der Kapelle auf dem Bergrücken. Sein offener Umgang mit den Menschen kam hier zur Sprache, sei es beim Schützenfest, dem Tänzchen auf der Straße mit der Weinkönigin, den vielen Begegnungen bei den Pfarrfesten oder den Auftritten beim Seniorenkarneval.[3]

Beim Patronatsfest der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heimersheim 1928 e.V. mit anschließender Jahreshauptversammlung am 21. Januar 2017 ernannten die Schützen Herbert Ritterrath zum Ehrenpräses auf Lebenszeit. 1999 war Ritterrath aktives Mitglied der Bruderschaft geworden. Seiner Bitte, einmal König der Bruderschaft zu sein, wurde mit der Änderung der Regularien zum Königsschießen 2008 entsprochen. 2009 wurde Ritterrath dann König der Bruderschaft, die er im Laufe seines Jahres als Schützenkönig bei etwa 30 Veranstaltungen vertrat. Während seiner Amtszeit als Schützenkönig stiftete er der Bruderschaft ein neues Königszepter, das die Könige seither bei sämtlichen Anlässen präsentieren.[4]

Fußnoten

  1. Quellen: u.a. Jochen Tarrach: Seelsorger blickt auf erfülltes Berufsleben - Pastor Herbert Ritterrath aus Heimersheim geht in den Ruhestand, in: Rhein-Zeitung vom 16. Januar 2015
  2. Quelle: Jochen Tarrach: Seelsorger verlässt das Kirchenschiff - Pastor Herbert Ritterrath geht in den vorzeitigen Ruhestand – Er übernimmt Vertretungen, in: Rhein-Zeitung vom 27. April 2015
  3. Quelle: Pastor Herbert Ritterrath verabschiedet – Dank für 17 Jahre, general-anzeiger-bonn.de vom 29. April 2015
  4. Quellen: Rhein-Zeitung vom 19. Januar 2017 und vom 27. Januar 2017