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Ahrtal-Jugendherberge Bad Neuenahr-Ahrweiler

Aus AW-Wiki
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Bronzetafel zur Erinnerung an die Eröffnung am 12. Oktober 1990

Die Ahrtal-Jugendherberge Bad Neuenahr-Ahrweiler, früher Jugendgästehaus Bad Neuenahr-Ahrweiler, wurde von Juni 1989 bis August 1990 erbaut, am 1. September 1990 inoffiziell eröffnet und am 12. Oktober 1990 offiziell vom damaligen Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Dr. Carl Ludwig Wagner, offiziell eröffnet. Rund 15.000 Gäste und mehr als 30.000 Übernachtungen werden jährlich in der Jugendherberge gezählt - vor allem Familien mit Kindern, Schulklassen und Sportvereine sowie Seminar- und Tagesgruppen.


Anschrift und Standort

St.-Pius-Straße 7

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Bachem)

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Kontakt

Betriebsleitung

Maria und Wolfgang Appel (seit der Eröffnung im Jahr 1990)

Ausstattung

Das Haus verfügt über 151 Betten in 44 Einzel-, Doppel- und Vierbett-Zimmern. Einige Zimmer sind behindertengerecht gebaut und einterichtet. Die Zimmer sind mit Dusche und WC ausgestattet. Neben zwölf Aufenthalts-, Tagesräumen und einem Kongresssaal für bis zu 180 Gäste verfügt das Jugendgästehaus über einen großzügigen Eingangsbereich, Speiseraum, Bistro, Café-Bar und Snackbereich. Für kleine Gäste gibt es ein Spielzimmer, außerdem stehen Tischtennisplatten zur Verfügung, und auf dem Außengelände besteht die Möglichkeit, Basketball zu spielen.

Erlebnisprogramm-Bausteine

Das Jugendgästehaus bietet insgesamt zehn buchbare Erlebnisprogramm-Bausteine an, darunter ...

  • Bogenschießen auf den Spuren von Robin Hood
  • Ausflüge in den Waldkletterpark Paradieswiese
  • Bowlingspiel für Schulklassen
  • Rätselknacker-Touren durch den Bachemer Wald. Insgesamt stehen für die Gäste zehn buchbare als Aktivitäten auf der Tagesordnung.

Preise

1997: ab 19,50 D-Mark

2009: 18,40 bis 42,50 Euro pro Einzelzimmer mit Vollpension

2010: ab 19,90 Euro

Vorgeschichte und Geschichte

Im Jahr 1909 wurde auf der Burg oberhalb der westfälischen Stadt Altena die erste deutsche Jugendherberge errichtet. 1911 gab es bereits 17 Jugendherbergen, 1921 etwa 1300 und 1928 rund 2200.[1]

In Ahrweiler wurde vor dem Ersten Weltkrieg eine Schülerherberge in der Kohlenhandlung Schlecht am Mühlenweg eingerichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg sind zwei Behelfsherbergen errichtet worden: Eine Herberge mit 80 Betten befand sich im Hinterhaus der damaligen Bäckerei Koch (Eingang Altenbaustraße), eine andere mit 14 Betten in einem Gebäude hinter der Synagoge Ahrweiler. Der Turnverein Ahrweiler 98 richtete 1929 in der Adenbachhut als erste richtige Jugendherberge das Rehfeldt-Becker-Haus ein. Herbergseltern waren Willi Kehrer, Turnwart des Turnvereins, und seine Ehefrau Maria. Das Haus verfügte über 80 Betten in sieben Schlafräumen. 12.000 Übernachtungen jährlich wurden damals gezählt. Im Jahr 1939 wurde dieses Haus geschlossen. In Heppingen gab es damals ebenfalls eine Jugendherberge. In der Chronik des Turnvereins Landskron 08 Heppingen heißt es:

1930 konnte durch die Initiative des damaligen Vorstandes eine neue Turnhalle eingeweiht werden, angegliedert war eine Jugendherberge... 1936 ging durch die Erfassung zum Arbeits- und Wehrdienst der Turnbetrieb zurück und wurde 1939 bei Ausbruch des 2. Weltkrieges vollständig eingestellt.

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges endete dieses erste Kapitel der Jugendherbergen in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Nach dem Krieg, im Jahr 1952, stellte die Stadt Ahrweiler dem Deutschen Jugendherbergswerk ein Gebäude zur Verfügung, das als HJ-Heim und nach dem Krieg als staatliches Forstamt gedient hatte. Im Mai 1953 übernahm der DJH-Landesverband Rheinland-Pfalz dieses Haus an der Peter-Friedhofen-Straße 2 als „Christoph-Strauck-Jugenherberge“. Die Jugendherberge erhielt diesen Namen in Würdigung der Verdienste des früheren Rektors Christoph Strauck als Schulleiter, Kreisjugendpfleger und Forderer des Jugendherbergsgedankens. Als erste Herbergseltern traten im August 1953 Karl und Karoline Appel ihren Dienst als Herbergseltern an. Weil das Gebäude durch Kriegseinwirkung und Fremdnutzung nicht in bestem Zustand war, ist dem Ehepaar Appel der Entschluss, die Herberge zu übernehmen, vermutlich nicht leicht gefallen. Es kam hinzu, dass die Einrichtung fast spartanisch war, die Gäste in großen Schlafsälen untergebracht waren und die Küche hinsichtlich Größe und Ausstattung unzureichend war. Das Haus verfügte über fünf Schlafräume mit insgesamt 78 Betten sowie zwei Tagesräume. Dennoch lag die Zahl der jährlichen Übernachtungen immerhin bei etwa 10.000 Übernachtungen. Im Zusammenwirken des Landesverbandes mit der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und dem Kreis Ahrweiler wurden 1970/71 eine neue Küche, zwei Leiterzimmer, Vorrats-, Büro-, Aufenthalts- und Trockenräume gebaut und eingerichtet sowie die Außenanlagen neu gestaltet. Trotzdem mussten die Herbergseltern mit einer Vielzahl von Unannehmlichkeiten zurechtkommen, die mit einem alten Haus verbunden sind.

Nach fast 30-jähriger Tätigkeit als Herbergselten wurden Karoline und Karl Appel zum Jahresende 1982 verabschiedet. Der damalige Landrat Dr. Egon Plümer lobte damals in seiner Abschiedsrede den unermüdlichen Einsatz der scheidenden Herbergseltern, die der Herberge eine Atmosphäre der Geborgenheit und des Wohlbefindens verliehen und den jungen Menschen Hilfe zur Persönlichkeitsentwicklung und Lebensbewältigung gegeben hätten. Von 1983 bis 1988 führten Marion und Joachim Löffler aus Boppard als Nachfolger das Haus. Anschließend wechselten sie zum Jugendgästehaus Mainz. Später wurde die Jugendherberge zwei Jahre lang von Christina Schumacher aus Ahrweiler geführt.

Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre erlebte die Christoph-Strauck-Jugendherberge mit mehr als 4000 Gästen und 12.000 bis 14.000 Übernachtungen jährlich ihre besten Zeiten. Danach gingen die Übernachtungszahlen kontinuierlich zurück, bis 1988 gerade noch 6325 Übernachtungen gezählt wurden. Die Ausstattung des Hauses war den gestiegenen Ansprüchen immer weniger gerecht geworden. Jugendherbergen sollten nun nicht mehr nur als Stätte der Übernachtung, sondern auch als Bildung- und Freizeiteinrichtung für Jugendliche und junge Familien dienen.

Symbolischer erster Spatenstich für den Bau des heutigen Jugendgästehauses in Bachem war am 9. Mai 1989.[2]

Am 12. Oktober 1990 gab es eine offizielle Eröffnungsfeier mit vielen Gästen – darunter der damalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Carl-Ludwig Wagner. In seiner Festrede lobte er das zweistöckige Gebäude am Ahrufer als „Flaggschiff“ des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH). Zwölf Millionen D-Mark hatte der Bau gekostet – zwei Millionen davon steuerte der DJH bei, der Rest kam von Stadt, Land und Bund. Nach 14 Monaten Bauzeit war die damals modernste Jugendherberge in Rheinland-Pfalz fertig. Jedes der Zwei- und Vier-Bett-Zimmer hatte ein eigenes Bad – bei einem Preis von 18,50 D-Mark für eine Übernachtung.

27.500 Übernachtungen wurden im Jahr 1992 gezählt. Zum fünfjährigen Bestehen überschritt die Einrichtung die Zahl von 30.000 Übernachtungen; im Jahr 2003 wurden 13.645 Gäste und 31 097 Übernachtungen registriert. Um den Standard zu halten, investierte das DJH im Jahr 2001 noch einmal 80.000 D-Mark in Renovierungen. Und als im Jahr 2006 die Industrie- und Handelskammer auszog, wurde der von ihr bis dahin als Außenstelle genutzte Gebäudeflügel zum Seminartrakt umgebaut und mit Tagungstechnik und beweglichen Wänden ausgestattet.

In einer Juni-Nacht des Jahres 2003 musste die Feuerwehr einen Schwelbrand im ersten Stock löschen und 130 Menschen aus dem Gebäude evakuieren. Der Sachschaden belief sich auf 20.000 Euro. Im Juni 2004 stahl ein Einbrecher Gegenstände im Wert von rund 4000 Euro, bei einen nächtlichen Überfall im Juli 2007 erbeutete ein junger Mann Bargeld.

Im Jahr 2012 wurden in dem Jugendgästehaus 29.546 Übernachtungen (Vorjahr 30.706) und Gäste 14.285 (Vorjahr 14.238) gezählt. Die Zimmerauslastung lag bei 69 Prozent (Vorjahr: 71 Prozent). Wolfgang Appel, Betriebsleiter des 154 Betten und 34 Mitarbeiter zählenden Hauses, sagte: „Durch die Steigerung bei der Zielgruppe Familien kommt es bei den Übernachtungen zu Rückgängen, denn Familien bleiben im Schnitt zwei Tage, Gruppen länger.“[3]

Im Jahr 2013 wurden im Jugendgästehaus 29.533 Übernachtungen gezählt (Vorjahr 29.546). Die Zimmerauslastung betrug bei 13.525 Gästen (14.285 in 2012) 69 Prozent.[4]

Bis zur 5. Landesgartenschau Rheinland-Pfalz 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler soll das Haus optisch herausgeputzt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende des Jugendherbergswerks Rheinland-Pfalz/Saarland, Jacob Geditz, im Januar 2018. Denn das Haus am Ahrufer steht quasi mitten auf dem Veranstaltungsgelände. Im Jahr 2017 wurden 12.649 Gäste und 25.760 Übernachtungen gezählt. Schulen sorgten dabei für 7351 Übernachtungen, Lehrgänge für 8590, Familien für 6788 und Kinderfreizeiten für 2488 Übernachtungen. Das bedeutete für die Einrichtung zwar für ein Plus von 100 Gästen, aber für ein Minus von 2000 Übernachtungen. „Das war der Erneuerung der Bäder von 26 Zimmern geschuldet, die sieben Wochen lang nicht genutzt werden konnten“, berichtete der General-Anzeiger. 200.000 Euro habe das Herbergswerk dafür investiert. Etwa die gleiche Summe werde auch 2018 aufgebracht, um auch die restlichen Zimmer mit neuen Bädern auszustatten.[5]

Weitere Fotos

Außen

Innen

Siehe auch

Mediografie

Weblink

jugendherberge.de: Jugendherberge Bad Neuenahr-Ahrweiler

Fußnoten

  1. Quelle: Hans Bick: Die Jugendherbergen in Bad Ahrweiler (bis 1990), in: Heimatjahrbuch für den Kreis Ahrweiler 2000, Ahrweiler 1999, S. 160
  2. Quelle: Hans Bick: Die Jugendherbergen in Bad Ahrweiler (bis 1990), in: Heimatjahrbuch für den Kreis Ahrweiler 2000, Ahrweiler 1999, S. 160
  3. Quelle: General-Anzeiger vom 10. Januar 2013
  4. Quelle: Jugendgästehaus der Kreisstadt - Herbergen sehen Klärungsbedarf bei der Gästekarte, general-anzeiger-bonn.de vom 10. Januar 2014
  5. Quelle: Günther Schmitt: Jugendherbergswerk zieht Bilanz: Mehr Gäste in den Jugendherbergen im Kreis Ahrweiler, general-anzeiger-bonn.de vom 17. Januar 2018