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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Adenbachhut Ahrweiler

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Die Adenbachhut ist das nördliche der vier Stadtviertel innerhalb der Stadtbefestigung von Ahrweiler. Mit dem Hüten von Vieh haben und hatten die sogenannten „Huten“ von Ahrweiler nichts zu tun. Sie sind vielmehr Überbleibsel der ehemaligen Wehrgemeinschaften der Stadt. Denn die Verteidigung der Stadt war früher Sache der Bürger selbst. , und eingeteilt war sie eben auf die vier Bereiche Adenbachhut, Niederhut, Ahrhut und Oberhut. Innerhalb der Huten wiederum übernahmen Rotten den Wachdienst. Dabei bestand eine Rotte aus fünf oder sechs wehrfähigen Männern, manchmal auch Frauen, die den Wachdienst auf der Stadtmauer schoben. Als napoleonische Truppen im Jahr 1794 in die Stadt einzogen, setzten sie einen Schlusspunkt unter das alte Reich und unter diese Art der Stadtverteidigung. Die Huten aber blieben – „als lebendiges nachbarschaftliches Brauchtum und soziale Institution, vor allem im Bereich der Seniorenarbeit.“[1] Die Bewohner der Adenbachhut behaupten gerne scherzhaft, ihre Hut sei die vornehmste der vier Huten von Ahrweiler. Sie habe nämlich das kleinste Tor, weil die Männer der Adenbachhut die kräftigsten und deshalb besonders gefürchtet seien. Der Name "Adenbachhut" stamme vom lateinischen „adin“, was soviel wie „glückliches, zufriedenes Land“ bedeute. Tatsächlich stammt der Name der Hut vom Adenbach.[2]


Siehe auch

Weitere Bilder

Mediografie

Josef Müller: Lebendiges Brauchtum. Die Ahrweiler Huten und ihr Wirken heute, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1983

Fußnoten

  1. Quelle: Petra Ochs: Gut behütet: Leben im Mauerrund – Tourismus und Weinwirtschaft prägen den historischen Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler: Traditionen und Gemeinsinn werden bis heute liebevoll gepflegt, in: Rhein-Zeitung vom 27. April 2016
  2. Quelle: General-Anzeiger vom 4. Februar 2013