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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Bachem

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Bachem ist einer der 13 Stadtteile der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Kreis Ahrweiler. Der Ortskern befindet sich zehn Meter oberhalb der Ahr auf einer endmoränenartigen Geröll- und Kies-Terrasse.


Stadtteil Bachem.jpg
Wohnhaus im Dorfkern
Wohnhaus im Dorfkern
Diese Drei-Spindel-Kelter wurde im Jahr 1989 von der Bürgergemeinschaft Bachem 1977 e.V. gekauft und am Ortseingang aufgestellt.
Ingrid Kurth aus Bachem war 1973/74 Deutsche Weinkönigin.
Bachemer Fahne

Lage

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Einwohnerzahl

November 2014: 1285

Juni 2016: 1215

Bürgervertreter

Vereine

Veranstaltungen

Weinbergslagen

Kapellen

„Bachem ist ein heil'ger Ort, drei Kapellen stehen dort," heißt es in einem häufig zitierten Reim:

Sonstiges

Gewerbe

Straßen und Plätze

Gewässer

Bachemer Bach

Chronik

Spuren menschlicher Siedlungen sind in der Gegend um Bachem bis in die Steinzeit zurück nachzuweisen. Die eigentliche Geschichte des Orts beginnt aber erst in der Zeit der Völkerwanderung nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches. Das untere Bachemer Tal wurde während der nachrömischen Zeit von den Ripuariern, einem Stamm der Franken, besiedelt. Sie nannten den Ort „Bachheim“. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 869.[1]

Seit Gründung der Stadt Ahrweiler im Jahr 893 war Bachem ein Teil von Ahrweiler und gehörte damit zu Churköln. Um 1169 begründete Gottfried das Geschlecht der Ritter von Bachem, das viele Jahre lang zu den bedeutenden Adelsgeschlechtern im Rheinland gehörte. Unterhalb der heutigen St.-Anna-Kapelle, zwischen Bachemer Bach und St.-Pius-Straße, hatten sie ihre Burg gebaut. Nahezu 75 Mitglieder der Familie, die sich im 13. Jahrhundert in drei Zweige aufteilte, sind durch Urkunden namentlich bekannt. Im 15. Jahrhundert starben sämtliche Mitglieder der Familie der Ritter von Bachem aus. Ihre Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört.

Im Jahr 1410 kam es zu einem heftigen Streit mit den Bürgern des benachbarten Wadenheims, das politisch zur Grafschaft Neuenahr gehörte. Sechs Bachemer Wohnhäuser, dazu die Burg und die Marienkapelle, die heutige St.-Anna-Kapelle, standen auf der rechten Seite des Bachemer Baches.

Die Wadenheimer standen nun auf dem Standpunkt, dass der Bach die Grenze zwischen Bachem und Wadenheim darstelle und dass sämtliche Gebäude auf der rechten Seite des Baches nicht zu Churköln, sondern zur Grafschaft Neuenahr gehörten. Mehrfach wurden Urteile zugunsten der Bachemer gefällt; aber die Wadenheimer brachen immer wieder Streit vom Zaun. Die Gebäude auf der rechten Bachseite wurden mit Waffengewalt besetzt, Häuser aufgebrochen und Bürger durch Schüsse verletzt. Dieser Streit zog sich über 400 Jahre hin. Erst durch die Französische Landvermessung im Jahr 1804 wurde er beigelegt. So blieben die Bachemer Bürger der Stadt Ahrweiler, und auch die Finanzangelegenheiten der St.-Anna-Kapelle wurden weiter vom Stadtrat in Ahrweiler erledigt.

Einen schwarzen Tag erlebte der Ort bei einem Bombenangriff am 24. Dezember 1944, bei dem 14 Menschen getötet wurden. Die St.-Anna-Kapelle gehört heute zur Pfarrei St. Pius in der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler. Und die Einwohner von Bachem wurden bei der Gebietsreform von 1969 zu Bürgern der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: Frühburgunder als Markenzeichen – Schon die Ritter von Bachem bauten Wein an: Ein Stadtteil mit langer Geschichte, in: Rhein-Zeitung vom 29. Juni 2016