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Gewerbegebiet Brohltal-Ost (Niederzissen)

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Glees und Gewerbegebiet Brohltal-Ost
Autobahnraststätte Brohltal Ost und Autobahnraststätte Brohltal West, Gewerbegebiet Brohltal-Ost und Gewerbegebiet Brohltal-Ost sowie Bausenberg und Niederzissen

Das Gewerbegebiet Brohltal-Ost/Autobahn 61 bei Niederzissen an der Autobahn 61 entstand ca. im Jahr 2000. 16 Firmen aus Handwerk und Industrie haben sich dort bis Juli 2012 angesiedelt. Rund 320 Arbeitsplätze sind entstanden; 240 davon entfallen auf die AKRO-PLASTIC GmbH Niederzissen, die Kunststoffkomponenten herstellt. 2002 bezog die Firma der Feddersen-Gruppe ihre erste Produktionshalle; es war zugleich die Initialzündung für weitere Firmenansiedlungen. Zweitgrößter Arbeitgeber ist die Dr. Eckel GmbH Niederzissen, die mit biologischen Futtermittelzusatzstoffen handelt (23 Stellen). Getragen, verwaltet und vermarktet wird das Industriegebiet vom Zweckverband "Gewerbegebiet Brohltal Ost".[1]


Lage

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Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Brohltal

Angesiedelte Firmen

Chronik

Mit dem Verkauf der letzten beiden Grundstücke Anfang 2013 war der gesamte erste Bauabschnitt des Industriegebiets abgeschlossen. Der Zweckverband "Gewerbegebiet Brohltal Ost" beschloss im März 2013, die Erschließung des zweiten Bauabschnittes vorzubereiten und zu planen. Dort stehen weitere 30 Hektar Industriefläche zur Verfügung. Im ersten Schritt soll nur ein Teil erschlossen werden. Je nach Nachfrage ist man jedoch bereit, weitere Flächen zu erschließen. In dem mehr als zehn Hektar großen ersten Abschnitt haben sich bis März 2013 18 Unternehmen mit mehr als 270 Beschäftigten angesiedelt.

Am Samstag/Sonntag, 4./5. Mai 2013, wurde in dem Gewerbegebiet erstmals ein Frühlingsfest gefeiert.

Im Februar 2014 gaben die Vertreter des Zweckverbandes grünes Licht für einen zweiten Ausbauabschnitt mit einer Nettobaufläche von etwa 74.000 Quadratmetern. Das neue Areal schließt sich in östlicher Richtung an die bisherige Fläche an. Die Gesamtinvestition für den zweiten Bauabschnitt werde voraussichtlich 1,2 Millionen Euro betragen. Birgit Alt vom Ingenieurbüro Hartwig aus Wiesbaden stellte die Ausbaupläne während einer Verbandsversammlung vor. Die Kosten für die Entwässerung bezifferte sie mit 737.000 Euro, der Straßenbau werde mit 350.000 Euro zu Buche schlagen, für die Wasserversorgung seien weitere 95.000 Euro fällig. Mit einem einstimmigen Beschluss wurde die Verwaltung beauftragt, die Förderaussichten für den geplanten zweiten Erschließungsabschnitt zu prüfen. Die Verbandsumlage für die beteiligten Gemeinden blieben unverändert bei 204.000 Euro. In den Jahren zuvor waren bei den Zweckverbandsmitgliedern lediglich 150.000 Euro abgerufen worden. Der Haushaltsplan für das Jahr 2014 sah eine 50-prozentige Förderung durch die EU vor - mit jeweils 250.000 Euro für die nächsten beiden Jahre. Die verbleibenden 810.000 Euro sollten durch die liquiden Mittel des Verbandes in Höhe von 387.000 Euro sowie durch die Aufnahme eines 423.000-Euro-Kredits abgedeckt werden. Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal und Verbandsvorsteher, sagte, ohne das Gewerbegebiet Brohltal-Ost hätte die Verbandsgemeinde rund 750.000 Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen. Etwa 250.000 Euro davon würden in den Haushalt der Verbandsgemeinde Brohltal fließen. Ohne diese Einnahmequelle sei eine rund 1,5-prozentige Erhöhung der Verbandsgemeindeumlage nötig. Neben den Gewerbesteuereinnahmen müsse die große Anzahl von Arbeitsplätzen berücksichtigt werden, die durch das Gewerbegebiet in der Verbandsgemeinde geschaffen wurden.[2]

Die Erschließung des zweiten Bauabschnitts des Industriegebiets Brohltal Ost/A 61 habe kürzlich begonnen (Kosten: 2,1 Millionen Euro), berichtete die Rhein-Zeitung am 13. August 2014. Zu dieser Zeit seien 16 Firmen in dem Industriegebiet angesiedelt, die mehr als 300 Menschen Arbeit gäben. Laut Angaben der Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde (VG) Brohltal stehe diese zudem in konkretem Kontakt mit weiteren potenziellen Interessenten. VG-Bürgermeister Johannes Bell sagte: „Das Industriegebiet hat nach 14 Jahren eine Dynamik erhalten, die uns für die weitere Entwicklung der ansässigen Unternehmen aber auch für den Zweckverband positiv stimmt.“ Durch die begonnenen Arbeiten sollen 120 000 Quadratmeter erschlossen werden. Die Straße „Im Schülert“ wird in einer Länge von rund 380 Metern verlängert. Dabei werden die Versorgungsleitungen Abwasser, Wasser, Strom und Gas mitverlegt. Für die Erschließungsmaßnahmen entstehen Kosten von 2,1 Millionen Euro. Beim Land Rheinland-Pfalz sind EU-Mittel beantragt worden. Aufgrund der Bewilligung eines vorzeitigen Baubeginns konnten die Arbeiten im Sommer 2014 beginnen. Den Auftrag für die komplette Erschließung des Gebietes hat die Firma Rick aus Burgbrohl erhalten.

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke übergab am Samstag, 21. März 2015, im Industriegebiet Brohltal Ost im Beisein von Landrat Jürgen Pföhler und der beiden Landtagsabgeordneten Marcel Hürter (SPD) und Wolfgang Schlagwein (Grüne) einen Bewilligungsbescheid für eine Landesförderung in Höhe von 930.000 Euro an Verbandsgemeindebürgermeister Johannes Bell. Die Zuweisung war für die zu dieser Zeit laufende Erschließung einer Erweiterungsfläche von 121.000 Quadratmetern bestimmt, deren Gesamtkosten sich auf 2,1 Millionen Euro beliefen. Bürgermeister Bell sagte: „Der Zuschuss wird für eine Reduzierung des Kaufpreises eingesetzt. So können wir den Investoren weiterhin attraktive Konditionen für ihre Ansiedlung in unserem Gewerbepark bieten.“ Landrat Pföhler sagte, die Erweiterung des Gewerbegebietes direkt neben der Autobahn 61 sei für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Verbandsgemeinde Brohltal, aber auch für den Landkreis Ahrweiler wichtig. Bürgermeister Bell informierte, die Arbeiten zur Erweiterung hätten im Herbst 2014 begonnen und würden im Sommer 2015 abgeschlossen. Einige Firmen wollten noch im Jahr 2015 mit dem Bau von neuen Betriebsgebäuden beginnen. Bereits 50.000 Quadratmeter Fläche seien im Erweiterungsbereich nach Anfragen von Investoren geblockt und verplant. Die Flächen des kompletten zweiten Bauabschnitts mit einer Gesamtgröße von rund 300.000 Quadratmetern seien Eigentum des Zweckverbandes "Gewerbegebiet Brohltal Ost".[3]

Im Frühling 2020 wurde eine neue Erschließungsstraße im Gewerbegebiet Brohltal-Ost bei Niederzissen nach Klemens Jeub benannt. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Brohltal-Ost beschloss die Namensgebung im September 2019 einstimmig, wie die Rhein-Zeitung am 26. September 2019 berichtete. Mit der Benennung würden die Verdienste des langjährigen Ortsbürgermeisters gewürdigt, der in seiner 20-jährigen Amtszeit eine starke Triebfeder bei der Entwicklung des Gewerbeparks an der A 61 gewesen sei. „Mit dieser besonderen Ehrung werden die Verdienste des langjährigen Niederzissener Ortsbürgermeisters gewürdigt, der in den 1990er-Jahren die Initiative zur Ausweisung des Gewerbeparks ergriffen hatte, in dem für die Menschen in Niederzissen und im Brohltal bis heute rund 600 wohnortnahe Arbeitsplätze entstanden sind“, berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 6. Juni 2020. Damit sei „der Bezug zur Arbeit von Klemens Jeub noch dichter und sichtbarer dargestellt als mit einem Straßennamen in einem der beiden Niederzissener Neubaugebiete, die sich derzeit im Ausweisungsverfahren befinden und an denen der Geehrte logischerweise nicht mehr beteiligt war“, sagte Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal. Wegen der Corona-Beschränkungen konnte die Namensgebung nicht mit einem Festakt gewürdigt werden. Deshalb kamen neben dem zu dieser Zeit 87-jährigen Namensgeber lediglich Bürgermeister Johannes Bell, Ortschef Rolf Hans, sein Erster Beigeordneter Ralf Doll und VG-Wirtschaftsförderer Peter Engels am Rande des Gewerbegebiets zusammen, um auf die Ehrung anzustoßen. Als ideenreicher, weitsichtiger Impulsgeber habe Jeub „zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht, die noch Generationen von Niederzissenern zugutekommen werden – auch das Industriegebiet Brohltal-Ost“, berichtete RZ-Reporter Hans-Willi Kempenich. In dem Beitrag hieß es weiter:

Als nämlich die Flächen im gemeindeeigenen Gewerbegebiet Scheid damals restlos ausverkauft waren, machte Jeub sich auf die Suche nach neuen Ansiedlungsmöglichkeiten für Gewerbetreibende. Die Wahl fiel auf ein bis dahin landwirtschaftlich genutztes Areal östlich der beiden Autobahnraststätten. Damit lag auch schon der spätere Name des Gewerbeparks recht nahe. Doch bis es so weit war, musste der Initiator noch einige Klippen umschiffen.[4]

Entscheidende Hilfe habe ihm der damalige rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Rainer Brüderle geleistet, sagte Jeub. „Ich habe als SPD-Mann damals vor einer Landtagswahl auch Veranstaltungen anderer Parteien besucht, so auch eine der FDP mit Wirtschaftsminister Rainer Brüderle. Nachher habe ich Brüderle auf die Möglichkeiten zur Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes angesprochen.“ Dem Minister habe die hervorragende Lage der Gemeinde direkt an der Autobahn 61 gefallen, und er habe zugesagt, die Pläne zu unterstützen. Dennoch sei das Genehmigungsverfahren schwierig gewesen, sagte Jeub weiter. Auch im Niederzissener Gemeinderat habe es keine Einigkeit gegeben – und das über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg. Die Kreisverwaltung Ahrweiler als Aufsichtsbehörde habe vor allem Bedenken wegen der Dimension der Pläne gehabt: Das Vorhaben sei ihr für eine Gemeinde wie Niederzissen zu groß erschienen. Deshalb fasste Klemens Jeub eine Beteiligung der angrenzenden Gemeinden Burgbrohl, Glees und Wehr ins Auge. Der inzwischen verstorbene VG-Bürgermeister Hermann Höfer schlug dann vor, sämtliche Gemeinden der Verbandsgemeinde mit ins Boot zu holen. Ein Gespräch bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord habe daraufhin den Durchbruch gebracht. Lediglich das Vorhaben, eine direkte Autobahnanbindung für das Gewerbegebiet zu schaffen, habe keine Chance gehabt. Wegen des damit entstehenden Gefahrenpotenzials, aber auch wegen der Kosten, die damals auf sechs Millionen Mark geschätzt wurden.

Weitere Fotos

Siehe auch

Mediografie

Weblink

http://www.alle-moeglichkeiten.de

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 3. August 2012
  2. Quelle: Hans Willi Kempenich: Industriegebiet Brohltal-Ost wächst weiter - Grünes Licht für zweiten Bauabschnitt mit 74.000 Quadratmetern Fläche, in: Rhein-Zeitung vom 17. Februar 2014
  3. Quelle: Hans-Willi Kempenich: Land fördert Erweiterung von Brohltal Ost - Die 930.000 Euro sollen für eine Reduzierung des Kaufpreises eingesetzt werden, in: Rhein-Zeitung vom 24. März 2015
  4. Quelle: Hans-Willi Kempenich: Besondere Ehrung: Auf der Spur von Klemens Jeub – Straße in Industriegebiet nach langjährigem Oberbürgermeister benannt, in: Rhein-Zeitung vom 6. Juni 2020