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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Annemarie Müller-Feldmann

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Annemarie Müller-Feldmann (* 27. September 1927 in Ulm), Inhaberin des Antiquariats Annemarie Müller-Feldmann in Bad Neuenahr, ist als Vertreterin der FDP-Fraktion des Stadtrats Bad Neuenahr-Ahrweiler Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Namen des Bürgervereinss Synagoge Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. bietet sie Führungen über den jüdischen Friedhof Ahrweiler und über den jüdischen Friedhof Beul an. Im November 2010 wurde Müller-Feldmann als Beisitzerin in den Vorstand der Werbegemeinschaft "Aktivkreis Bad Neuenahr-Ahrweiler" e.V. gewählt. Müller-Feldmann wurde 2009 vom Staddtrat in den Bauausschuss der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gewählt.


Annemarie Müller-Feldmann auf dem jüdischen Friedhof Ahrweiler.
In der Bibliothek der Synagoge Ahrweiler

Anschrift und Kontakt[1]

Telegrafenstraße 21/San.-Rat-Dr.-Niessen-Straße 8

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Bad Neuenahr)

Telefon 02641 206151 und 02641 25523

E-Mail Mueller-Feldmann@web.de

Vita

Annemarie Müller-Feldmann wurde am 27. September 1927 in Ulm geboren. In Ulm wuchs sie auch auf, bevor sie in Bonn Ägyptologie studierte. Nach ihrer Heirat im Jahr 1948 wanderte sie mit ihrem Mann nach Israel aus. 1952 wurde dort Sohn Schmulik geboren. Dank der Vermittlung durch die Unesco arbeitete sie bis 1962 als Pressefotografin in Israel. Als Annemarie Müller-Feldmann später mit ihrem zweiten Mann Israel besuchte, wurde das Paar von Mosche Dajan empfangen.

1967 eröffnete sie ihr Antiquariat an der Poststraße in Bad Neuenahr.

Anfang der 1990er Jahre inventarisierte und dokumentierte Annemarie Müller-Feldmann zusammen mit Astrid Lohmiller den jüdischen Friedhof Ahrweiler, den jüdischen Friedhof Beul, den jüdischen Friedhof Dernau und den jüdischen Friedhof Gelsdorf. Dabei forschte sie auch nach den Lebenswegen der dort Beigesetzten. Außerdem leitet sie seit Jahren Führungen über diese Friedhöfe.

Frau Annemarie Müller-Feldmann ist Mäzenin des Ägyptischen Museums der Universität Bonn; durch mehrere Schenkungen hat sie die Sammlung bereichert.

Bei der Verabschiedung von Annemarie Müller-Feldmann im Juni 2014 überreichte Bürgermeister Guido Orthen der zu dieser Zeit 86-jährigen aus dem Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler ausscheidenden Bundesverdienstkreuzträgerin eine Dankurkunde - und sagte: „Sie sind in ihrem Herzen und Handeln immer jung geblieben.“[2]

Nominierung

Mandate und Mitgliedschaften

Annemarie Müller-Feldmann ist Mitglied des Fördervereins für Archäologie und Museumskultur Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. und im Partnerschaftskomitee Bad Neuenahr-Ahrweiler - Brasschaat Bad Neuenahr-Ahrweiler. Außerdem ist sie stellvertretende Vorsitzende des Bürgervereins Synagoge Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., den sie 1978 mit gründete.

Darüber hinaus ist sie Europabeauftragte des Kreises Ahrweiler und FDP-Mitglied im Landesfachausschuss Europa.

Feldmann ist Mitglied der FDP-Fraktion des Stadtrats Bad Neuenahr-Ahrweiler. Außerdem ist sie Mitglied folgender Gremien:

Auszeichnungen

Für ihre langjährigen Verdienste um die Gedenk- und Erinnerungsarbeit und wegen ihres Engagements für die Aufarbeitung der Geschichte der Juden in der Region wurde die zu dieser Zeit 85-jährige Annemarie Müller-Feldmann am 12. September 2013 im Auftrag von Bundespräsident Joachim Gauck von Kulturstaatssekretär Walter Schumacher im Mainzer Kultur- und Bildungsministerium mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Der General-Anzeiger (GA) berichtete anlässlich der Auszeichnung über Annemarie Müller-Feldmann:

Seit Jahrzehnten setzt sich die Bad Neuenahrer Bürgerin ehrenamtlich dafür ein, dass die verbliebenen Zeugnisse jüdischen Lebens erhalten bleiben, gepflegt und verstanden werden. Sie gab den jüdischen Menschen, die in der Kreisstadt und Umgebung lebten und im Nationalsozialismus ausgegrenzt, deportiert und ermordet wurden durch ihre Nachforschungen ein Gesicht. Indem sie Kontakt zu noch lebenden Juden beziehungsweise deren Nachfahren aufbaute, leiste sie einen Beitrag zur Versöhnung. Annemarie Müller-Feldmann ist einer jener beharrlichen Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Erinnerung an den Holocaust wach zu halten.[4]

Weiter berichtete der GA über die Ausgezeichnete:

Obwohl sie beruflich und durch ihren Mann, einen Ägyptologen, viel von der Welt gesehen hat, hat sie sich ihr bodenständiges Naturell und die Freude am Austausch mit anderen Menschen bewahrt. Dies und das vielfältige Engagement brachten ihr in der Region Sympathien und Respekt ein.

Veröffentlichung

Annemarie Müller-Feldmann ist Mitautorin des Buches von Hans Warnecke (Hg.): Zeugnisse jüdischen Lebens im Kreis Ahrweiler, Bad Neuenahr-Ahrweiler 1998

Fußnoten

  1. Quelle: Website der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler
  2. Quelle: General-Anzeiger vom 30. Juni 2014
  3. Quelle: Hellmut Meinhof führt Liste der FDP an - Liberale treten für „vorsichtiges Vorgehen und vernünftige Lösungen“ in der Kreisstadt ein, in: General-Anzeiger vom 4. März 2014
  4. Quelle: Hildegard Ginzler: Ehrung für Bürger aus Bad Neuenahr: Bundesverdienstkreuz für Annemarie Müller-Feldmann, general-anzeiger-bonn.de vom 12. September 2013