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Freiwillige Feuerwehr Sinzig

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Die Freiwillige Feuerwehr Sinzig, eine Einheit der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Sinzig, ging im Jahr 1887 aus der St. Hubertus-Schützengesellschaft von 1836 e.V. Sinzig hervor.[1]


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Kinderbesuch am Sinziger Feuerwehrhaus.
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Das Gerätehaus wurde 1968 erbaut.

Anschrift und Standort des Gerätehauses

Friedrich-Ebert-Straße

53489 Sinzig

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Mitgliederzahl

2012: 50 Aktive

Geschichte

Die Sinziger Feuerwehr wurde im Jahr 1887 von Mitgliedern der St. Hubertus-Schützengesellschaft von 1836 e.V. Sinzig gegründet. 44 Männer meldeten sich zur Mitgliedschaft an. Der Vorsitzende der Schützenvereinigung, Otto Hattingen, wurde Wehrführer und Hauptmann. Die Stadt Sinzig rüstete die Männer mit Geräten und Uniformen aus.

Bis dahin war der Brandschutz Aufgabe der Gilden und Zünfte, die dazu eigens Mitglieder benannten und von der Bevölkerung unterstützt werden mussten. Bei Feueralarm wurden die mit Wasser gefüllten Eimer von dem Brandweiher auf dem Markt oder Auf der Maas (heute Ecke Rheinstraße/Koblenzer Straße) von den Einwohnern in einer langen Reihe von Hand zu Hand bis zur Brandstelle gereicht.

Am 5. Juni 1887 traten die Mitglieder der neuen Sinziger Feuerwehr erstmals öffentlich in ihren Uniformen auf. Bereits am 26. Juni 1887 hatten sie ihren ersten Einsatz: Am damaligen Rathausplatz brannten Scheune und Ställe des Anwesens von Engelbert Krahforst. Dank des raschen Eingreifens der Feuerwehr konnte der Brand auf seinen Herd beschränkt werden.[2]

Am 22. August 1888 brannte der Betrieb des Anstreichermeisters Hubert Schön an der Kaiserstraße. Farben, Lacke und Öle gaben dem Brand reichlich Nahrung, was die Wehrmänner vor erhebliche Probleme stellte.

Im Jahr 1903 wurden die St. Hubertus-Schützengesellschaft von 1836 e.V. Sinzig und die Feuerwehr organisatorisch voneinander getrennt und die Stadt Sinzig übernahm die Regie über die Feuerwehr.

Bei der Ahr-Hochwasserkatastrophe am 13. Juni 1910 hatte die Sinziger Wehr einen der härtesten Einsätze ihrer Geschichte. Mehr als 15 Stunden lang kämpften die Wehrmänner am unmittelbar an der Ahr gelegenen Elektrizitätswerk gegen die Fluten, um die Stromversorgung der Stadt sicherzustellen.

Am zweiten Weihnachtstag des Kriegsjahres 1944 zerstörte eine Fliegerbombe das Café Breuer in der Mühlenbachstraße. Dabei wurden 66 Menschen getötet. Die Sinziger Feuerwehr barg 28 Verletzte und war fast 30 Stunden lang im Einsatz.

Im Jahr 1968 wurde das heutige Gerätehaus an der Friedrich-Ebert-Straße eingeweiht.

Bürgermeister Wolfgang Kroeger und Wehrleiter Andreas Braun übergaben Ende Januar 2014 die Schlüssel für ein Mehrzwecktransportfahrzeug an den Sinziger Löschzugführer Alex Zogas. Das neue Fahrzeug ersetzte einen Gerätewagen aus dem Jahr 1979. Der katholischen Pastor Achim Thieser, der sich auch als Notfallseelsorger bei der Feuerwehr Sinzig engagiert, segnete das Fahrzeug im Beisein der evangelischen Pfarrerin Kerstin Laubmann ein. Zu den Gästen zählten neben Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Ortsvorsteherin Silvia Mühl und Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher auch Vertreter von DRK, THW und Rettungshundestaffel Ahrtal e.V.. An den Kosten von 120.000 Euro wolle sich das Land mit 26.000 Euro beteiligen, berichtete der General-Anzeiger. Die Kosten für die Rollcontainer und deren teilweise Beladung in Höhe von rund 10.300 Euro übernahm der Förderverein "St. Florian" Löschzug Sinzig e.V.. Der neue Lkw wird im Rollcontainer-System beladen und ergänzte das in den übrigen Fahrzeugen des Löschzuges bereits zuvor vorhandene Gerät. Löschzugführer Alex Zogas sagte: "So kommen die Gerätschaften sortiert genau dorthin, wo sie im Einsatz gebraucht werden."[3]

Siehe auch

Videos

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Wilhelm Knippler: Sinzig im 19. Jahrhundert, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1979
  2. Quelle: Bernd Linnarz: Erst löschten die Schützen - Die Sinziger Feuerwehr feiert ihr 125-jähriges Bestehen, in: General-Anzeiger vom 31. Mai 2012
  3. Quelle: Feuerwehr in Sinzig: Pastor Achim Thieser segnet das neue Mehrzweckfahrzeug ein, general-anzeiger-bonn.de vom 2. Februar 2014