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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Ahr-Hochwasserkatastrophe am 13. Juni 1910

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Die Ahr-Hochwasserkatastrophe am 13. Juni 1910 ist die größte historische bezeugte Hochwasserkatastrophe im Ahrtal.


Adenau am Tag des Hochwassers
Alte Ansichtskarte: "Wetterkatastrophe im Ahrtal 13. Juni 1910 - die Opfer der Katastrophe werden auf dem Friedhofe zu Schuld durch Pioniere in einem Gemeinschaftsgrabe bestattet."
Gemälde von Matthias Bertram
Der Straßenzug rund um das damalige Hotel »Halber Mond« in Adenau ist den Fluten des Adenauer Baches ausgesetzt.
Zerstörte Brücke am Bahnhof Mayschoß

Sonstiges

Starke Gewitterregen in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni in der Region Adenau - Antweiler - Müsch führten zu einem heftigen Anschwellen der Ahr, die einen großen Teil des Baumaterials der gerade in Erweiterung befindlichen Ahrtalbahn-Anlagen sowie einige Behelfsbrücken mit sich riss. Schon Wochen vorher hatte es ständig geregnet. Der Wasserstand in den Bächen war bereits ungewöhnlich hoch, und das Erdreich war gesättigt. Die sonst friedlich plätschernden Gewässer Nohner Bach, Trierbach, Ahbach und Adenauer Bach waren zu reißenden Flüssen geworden, die sich nun in die Ahr ergossen. Baumaterial, Brückentrümmer und weiteres Treibgut stauten sich an den festen Brückenbauten, die meist dem Druck nicht lange standhielten. Es kam so zusätzlich zu meterhohen Flutwellen. In Müsch, Antweiler und Schuld wurden Bahnarbeiter von den Fluten überrascht, und 52 von ihnen fanden den Tod. Den Sterberegistern zufolge waren die meisten der tödlich verunglückten Arbeiter Deutsche, einige waren Italiener und Kroaten. Viele kamen aus dem Ruhrgebiet. Darüber hinaus gab es umfangreiche Zerstörungen in Schuld und Müsch, und fast das gesamte Baumaterial der Eisenbahnbaustellen zwischen Antweiler und Dümpelfeld war weggeschwemmt worden. Mehr als 20 Ahrbrücken wurden innerhalb weniger Stunden zerstört.

Weitere Bilder

Siehe auch

Mediografie