Max-Maier-Park Bad Neuenahr
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Der nach dem Koch Max Maier benannte ehemalige Max-Maier-Park am Bahnhof Bad Neuenahr war am 10. November 2006 eröffnet worden. Ab Mai 2020 wurde das Gelände mit dem integrativen Hotel „Zum Weinberg“ bebaut.
Lage
Sonstiges
Das Parkgelände, das früher als Kuhweide diente, ist eng mit dem Schicksal der Familie des jüdischen Viehhändler Leopold Wolff und seiner Frau Henriette verbunden. Im Jahr 1904 kaufte Leopold Wolff von der verwitweten Auguste Pollack (geb. Stamm) das Hotel du Nord, das gegenüber dem Park an der Hauptstraße stand, sowie das Gelände auf der Nordseite der Straße. Den Park gab es damals noch nicht, wohl aber den 1880 seiner Bestimmung übergebenen Neuenahrer Bahnhof. Als Hotelier handelte Leonhard Wolff weiterhin mit Vieh. Auf dem Gelände des späteren Max-Maier-Parks ließ er bis zu seinem Tod im Jahr 1925 Kühe und Rinder grasen, die er für den Verkauf vorgesehen hatte. Wolff wurde nach seinem Tod auf dem jüdischen Friedhof in Beul beigesetzt, wo sein Grab noch heute existiert. Im Jahr 1935 gingen das Hotel du Nord und die Kuhweide in den Besitz der Kölner Handelsbank über, die die Immobilien später an einen Privatmann verkaufte. Dessen Erben veräußerten später Hotel und Weide. Auf dem Grundstück, auf dem einst das Hotel du Nord stand, steht heute ein Teil des Quellenhof-Centers Bad Neuenahr|Quellenhof-Centers. Leonhard Wolffs Witwe Henriette Wolff wollte bereits vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in die USA fliehen, starb aber im Jahr 1939 in Marseille, wo sie vermutlich einschiffen wollte. Ihr Sohn Sally Wolff gelang zwar die Flucht in die USA; aber er starb im Jahr 1953 im Alter von 50 Jahren in Vineland in New Jersey. Seine etwa 1901 geborene Schwester Lena Wolff ließ sich in Greenwich in Connecticut nieder.[1]
Während der Nazizeit erhielt die ehemalige Kuhweide den Namen „Adolf-Hitler-Park“Ö.
Nach der Nazizeit war der Park jahrzehntelang namenlos – bis er am Freitag, 10. November 2006 im Rahmen eines kleinen Festakts nach dem Koch Max Maier benannt wurde. Bei gleicher Gelegenheit wurde eine Schautafel aufgestellt, die an den Diätkoch und an den von ihm mitgegründeten Club der Köche Rhein-Ahr erinnerte. Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten Jürgen Lehmacher, Vorsitzender des Köcheclubs, der damalige Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe, Norbert Schürmann, Vorsitzender des Landesverbands West im Verband der Köche Deuschlands und Vorsitzender des Vereins der Köche Koblenz, Maria Fohr, die Landesschatzmeisterin des Landesverbands West im VKD, und Franz Wagner, Landesjugendwart des Landesverbands West im VKD. Festredner war Holger Wegmann aus Münster, Vizepräsident des Verbandes der Köche.
„Ein langjähriger Wunsch geht in Erfüllung. Es war schon immer unser Anliegen, Leben und Wirken des Pioniers der Köche zu würdigen", sagte Lehmacher in seiner Ansprache. Maîtrè Pâtissier Heinz Adams, der Max Maier noch persönlich kannte, gab einen Überblick über das Schaffen des von 1892 bis 1975 lebenden Kochs. Maier kochte einst für die Hochzeit von Heinz und Maria Adams. „Er war der Pionier der Diätküche", sagte Adams. Auch Franz Simon, der Maier in den letzten Jahren seines Lebens betreut hatte, erzählte Begebenheiten aus dem Leben des Geehrten.[2]
Noch vor der 5. Landesgartenschau Rheinland-Pfalz, die für 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler geplant war, sollte der städtische Park mit einem Inklusionshotel mit acht Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung und dem Namen Hotel „Zum Weinberg“ bebaut werden. Das Hotel an der Hauptstraße 62 war eines der Kernprojekte bei der Bewerbung in Mainz um die Landesgartenschau 2022. Bürgermeister Guido Orthen und Vertreter der von Bodelschwinghschen Stiftungen als Investor und Betreiber für zunächst 30 Jahre plus Verlängerungsoption auf 50 Jahre unterschrieben am Freitag, 23. August 2019, im Rathaus einen Erbpachtvertrag über das städtische Grundstück. Bethel hatte sich anlässlich der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes mit einem Wettbewerbsbeitrag zum geplanten Inklusionshotel beworben und den Zuschlag erhalten.
Vor Weihnachten 2019 begannen im Max-Maier-Park Rodungsarbeiten für den geplanten Hotelbau. Im Mai 2020 begannen die Arbeiten zum Bau des von der Neuwieder Architektin Nicole Berghaus geplanten Integrationshotels. Läuft alles nach Plan, könne das neue Hotel im Herbst 2021 in Betrieb gehen, hieß es bei Baubeginn noch. Wegen der Corona-Pandemie wurde dann die für 2022 geplante Landesgartenschau zunächst um ein Jahr verschoben. Nach dem Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 sind die Pläne für die Landesgartenschau dann nicht mehr umgesetzt worden. Das Hotel wurde am 15. Juni 2022 im Beisein von Malu Dreyer, der damaligen Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, eröffnet.
Fotos von der Eröffnung des Parks
Weitere Parks in Bad Neuenahr
- Dahliengarten Bad Neuenahr
- Kaiser-Wilhelm-Park Bad Neuenahr
- Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park Bad Neuenahr
- Kurpark Bad Neuenahr
- Lenné-Park Bad Neuenahr
- Rosengarten Bad Neuenahr
Fußnoten
- ↑ Quelle: Jochen Tarrach: Neues Hotel kommt auf geschichtsträchtigen Boden – Jüdischem Hotelier und Viehhändler gehörte einst der Max-Meier-Park, in: Rhein-Zeitung vom 26. September 2019
- ↑ Quelle: Rhein-Zeitung vom 13. November 2006






