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Kreissparkasse Ahrweiler

5. Landesgartenschau Rheinland-Pfalz 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler

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Logo der Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler
4,3 Millionen Euro will die Stadt im Vorfeld der Laga in den Kurpark und in den Dahliengarten investieren.
Das Maskottchen der Landesgartenschau an der Ahr heißt „Ahrvin“.
Eine halbe Million Euro soll für die Sanierung der Wallanlagen und des Ahrtors in Ahrweiler aufgewendet werden.
Auf Einladung von Bürgermeister Guido Orthen wurde am 21. September 2016 hinter dem Rathaus die Entscheidung der Landesregierung für Bad Neuenahr-Ahrweiler als Laga-Austragungsort gefeiert.
Hinweis am Ahrtor in Ahrweiler
Das ursprüngliche Motto der Laga 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler lautete: „Das blühende Leben“.

Am Dienstag, 20. September 2016, gab die rheinland-pfälzische Landesregierung ihre Entscheidung bekannt, dass die Landesgartenschau im Jahr 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler veranstaltet wird. Die Kreisstadt des Landkreises Ahrweiler hatte sich im Vorfeld zum dritten Mal um die Ausrichtung einer Landesgartenschau beworben. Am Montag, 30. November 2015, hatte der Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler den Auftrag erteilt, die notwendigen Unterlagen für eine Bewerbung um die Ausrichtung im Jahr 2022 zu erstellen. Zu den Interessenten gehörten zu diesem Zeitpunkt auch Betzdorf, Kirchen und Wissen im Westerwald, die über eine gemeinsame Bewerbung nachdachten, sowie Bitburg, Neuwied und Neustadt an der Weinstraße. Detlev Koch, Erster Beigeordneter der Kreisstadt, sagte, Bad Neuenahr-Ahrweiler werde „eine standort- und marketingorientierte Bewerbung auf den Weg zu bringen, die die Nutzung der bereits umfangreich vorhandenen städtischen Grün- und Tourismusstrukturen in den Vordergrund rückt.“ Ein solches Konzept werde deutlich kostengünstiger sein, als „eine komplett neue Gartenschauplanung auf der Grünen Wiese.“[1] Das LaGa-Gelände erstreckt sich über 6,5 Kilometer Länge von der Ahrtalbrücke (Autobahn 61) unterhalb von Bad Neuenahr bis zum Kalvarienberg in Ahrweiler. Im Laufe der sechs bis sieben Monate laufenden Schau werden zwischen 800.000 und eine Millionen Besucher erwartet. An 180 LaGa-Tagen sollen den Besuchern täglich fünf bis zehn mehr oder weniger große Veranstaltungen angeboten werden. Einschätzungen von Experten zu Folge, werden im Zuge der Landesgartenschau rund 60 Millionen Euro in die Stadt und ihre Infrastruktur investiert.


Kontakt

Landesgartenschau 2022 gGmbH Bad Neuenahr-Ahrweiler

Chronik

2003 bewarb sich Bad Neuenahr-Ahrweiler - gemeinsam mit Sinzig - erstmals um die Ausrichtung der Landesgartenschau - für das Jahr 2008. Die gesamte Ahr zwischen der Mündung oberhalb von Kripp und Bad Neuenahr sollte zum Gartenschaugelände gehören. Der Zuschlag ging damals jedoch an Bingen.

2013 und 2014 bewarb sich die Kreisstadt um die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2018, die jedoch nicht stattfindet, weil der rheinland-pfälzische Landtag die Schuldenbremse beschlossen und sich für das Jahr 2022 als nächsten Termin entschieden hatte.

Laga 2022: Die Würfel fallen für Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler wird Standort der 5. rheinland-pfälzischen Landesgartenschau im Jahr 2022. Das gaben Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing nach einem entsprechenden Beschluss des Ministerrats am Dienstagnachmittag, 20. September 2016, im Rahmen einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei in Mainz bekannt. „Wir freuen uns auf die Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Entscheidung ist dem Ministerrat nicht leichtgefallen. Alle vier Bewerberstädte waren als Standort für die Landesgartenschau grundsätzlich geeignet und haben stimmige, teils sehr unterschiedliche Konzepte vorgelegt“, sagten Ministerpräsidentin Dreyer und Wirtschaftsminister Wissing. Das Konzept von Bad Neuenahr-Ahrweiler sehe vor, den Strukturwandel vom Kur- und Heilbad zu einem zeitgemäßen Gesundheits- und Erholungsstandort auch im Stadtbild nachzuvollziehen. Punktuelle städtebauliche Maßnahmen mit dem Schwerpunkt Familien- und Mehrgenerationenwohnen, inklusive Wohnformen sowie die teilweise Neugestaltung des Freiraums sollten die touristische Attraktivität unterstreichen. Mit verhältnismäßig geringem Mitteleinsatz könne die Attraktivität von Bad Neuenahr-Ahrweiler deutlich gesteigert und ein Impuls für die ganze Region gesetzt werden. Der Ministerrat beauftragte die beteiligten Ministerien (Wirtschaft, Innen, Umwelt und Finanzen) sowie die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, ein tragfähiges Finanzierungskonzept zu entwickeln und bis Jahresende vorzulegen. Das Bewerbungsverfahren zur Ausrichtung der fünften rheinland-pfälzischen Landesgartenschau im Jahr 2022 wurde auf Grundlage eines umfangreich überarbeiteten Konzeptes zur Planung und Durchführung von Landesgartenschauen realisiert. Dabei wurden erstmals ein Bewertungsbeirat, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von elf verschiedenen Institutionen und Organisationen, sowie eine Auswahlkommission, bestehend aus den Staatssekretären der für eine Förderung in Frage kommenden Ressorts (MdI, FM, MUEEF und MWVLW), unter Vorsitz des MWVLW eingesetzt.[2]

Guido Orthen, Bürgermeister von Bad Neuenahr-Ahrweiler, sagte am 21. September 2016, nach Bekanntgabe der Entscheidung der Landesregierung für die Kreisstadt als Austragungsort der Laga 2022, die Entscheidung des Landes habe er mit „großer Begeisterung und mit großem Stolz aufgenommen“. Bad Neuenahr-Ahrweiler habe sich in einen sportlichen Wettkampf mit drei gleichwertigen Mitbewerbern begeben und gewonnen. Orthen weiter: „Damit werden wir in den nächsten Jahren für Bad Neuenahr-Ahrweiler und die ganze Region wichtige Impulse setzen und nachhaltige Strukturen schaffen können.“ Der Zuschlag sei nicht nur das Ergebnis der Arbeit des Stadtrates und der Verwaltung, vielmehr sei es Ausdruck eines gemeinschaftlichen Wollens aller Bürger. Bad Neuenahr-Ahrweiler habe während der Bewerbung eindrucksvoll demonstriert, dass Bürger, Wirtschaft, Vereine, Politik und Verwaltung zusammenstehen können. Die Kreisstadt wolle das Bundesland Rheinland-Pfalz im Jahr 2022 in all seinen Facetten vertreten: von der Südpfalz bis zum Westerwald, von der Eifel bis nach Rheinhessen. „Wir wollen Brücken bauen, nicht zuletzt, weil wir als Tourismus-Destination Anziehungspunkt für die Benelux-Staaten und die Metropolregionen Rhein-Main und insbesondere Rhein-Ruhr sind“, so Orthen weiter. Eine Gartenschau im 21. Jahrhundert müsse klimaneutral sein. „Zur Kompensation der klimaschädlichen Auswirkungen der Landesgartenschau werden wir mit zahlreichen Maßnahmen diese Auswirkungen bereits im Vorfeld überkompensieren“, so Orthen. Fern- und Nahwärmenetze, Solarthermie oder auch die Modernisierung der Verbraucher von elektrischer Energie seien nur einige Beispiele dieser nachhaltigen Maßnahmen, die sich zum Teil bereits in der Umsetzung befänden. Orthen sah in der Landesgartenschau eine einmalige Gelegenheit, die Stadtentwicklung voranzubringen: „Städtebau ist für uns zugleich ein wesentliches Moment und eine wesentliche Antwort auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung. In einer wachsenden Mittelstadt, die demografisch ihrer Zeit voraus ist, geben wir mit unserer Bewerbung auch eine Antwort für die Zukunft einer älter werdenden Gesellschaft.“[3]

Geschätze Gesamtkosten: 18,4 Millionen Euro

Die Landesgartenschau 2022 wird voraussichtlich 18,4 Millionen Euro kosten. Bad Neuenahr-Ahrweiler rechnet dabei mit einer Unterstützung durch das Land in Höhe von 11,2 Millionen Euro. Weitere Einnahmen werden aus Eintrittsgeldern (geschätzt acht Millionen Euro), Erlösen durch Werbeeinnahmen, Sponsoring, Merchandising (geschätzt 1,2 Millionen Euro), Parkgebühren (geschätzt 400.000 Euro) und durch die Verpachtung von gastronomischen Einrichtungen (geschätzt 500.000 Euro) erwartet. Eine Finanzierung über Kredite will die Stadt allerdings vermeiden. Für die Laga sind Investitionen in nahezu sämtliche Parks und Grünflächen der Kreisstadt geplant – 3,4 Millionen Euro in den Kaiser-Wilhelm-Park Bad Neuenahr, 2,8 Millionen in den Lenné-Park Bad Neuenahr, 4,3 Millionen Euro in den Kurpark Bad Neuenahr und in den Dahliengarten. Rund 1,15 Millionen Euro sollen in neue Fuß- und Radwegeverbindungen investiert werden, eine Million Euro will sich die Stadt die Sanierung von Alleen und der Ahr-Promenade Bad Neuenahr kosten lassen. 400.000 Euro sollen in einen Skate- und Jugendpark, 800.000 Euro in einen Sport- Spiel- und Freizeitpark in Ahrweiler investiert werden. Eine halbe Million Euro soll für die Sanierung der Wallanlagen in Ahrweiler und des Ahrtors aufgewendet werden. Darüber hinaus sollen Themengärten entstehen – „Lern- und Entdeckergärten“, „Gärten der Genüsse“, Obst- und „heilende“ Gärten sowie gärtnerische Hallenschauen. Für junge Laga-Besucher sind Wasserspielplatz oder auch ein Kletterpark an der Ahr geplant. Darüber hinaus soll ein Verkehrskonzept auswärtige Besucher vernünftig an das Gartenschaugelände lotsen und ausreichende Pkw- und Busparkplätze vorsehen. Im Bereich des Krankenhauses "Maria Hilf" Bad Neuenahr soll ein Parkdeck mit 500 Stellplätzen gebaut werden. Ein weiteres Parkhaus wird in Ahrweiler gebaut, nur wenige Meter von der Ahr entfernt. Eine Hop-on/Hop-off-Buslinie soll die einzelnen Ausstellungsbereiche innerhalb der Stadt miteinander verbinden. Elektrobusse sollen dazu in einer Endlosschleife die gesamte Innenstadt bedienen. Nach dem Ende der Laga soll diese Buslinie als Stadtbuslinie erhalten bleiben. Zur Vorbereitung und Durchführung der Laga 2022 gründet die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler mit der Projektgesellschaft Landesgartenschau Rheinland-Pfalz mbH eine Durchführungsgesellschaft.[4]

Ahrtalbrücke soll illuminiert werden

Mitte November 2016 stellte Bürgermeister Guido Orthen auf Einladung der Bad Neuenahrer CDU die Pläne für die Landesgartenschau (LaGa) vor, zu der 800.000 Besucher erwartet würden. So solle die Ahrtalbrücke „illuminiert werden, damit dem Besucher schon von der Ferne deutlich wird, dass er nun die Stadt betritt, die sich den Slogan „gesunde Stadt, gesundes Leben“ auf die Fahne geschrieben hat“, wie der General-Anzeiger (GA) berichtete. Zu den Plänen für die LaGa hieß es im GA weiter:

Ein neues Hotel neben dem Bad Neuenahrer Bahnhof, ein weiterer Bahnhaltepunkt zwischen Bad Neuenahr und Ahrweiler in Höhe der Weinbergstraße, ein Scaterpark für Jugendliche, eine neue Brücke über die Ahr, ein neues Hotel in der Nähe des Kurparks, Parkdecks am Apollinarisstadion, am Krankenhaus und in Ahrweiler, ein begehbares Ahrtor, Gärten der Vielfalt, „schwebende und heilende Gärten“, Lern- und Entdeckergärten, ein ständig durch die Stadt fahrender elektrischer Shuttlebus, eine Grundschule, in der man auch wohnen kann: Was die Stadt an der Ahr zur Landesgartenschau so alles vorhat, würde nicht nur zukunftsweisend sein und aufwertend, sondern nachhaltige Impulse freisetzen, von der künftige Generationen noch profitieren würden.[5]

Weiter schwebe den LaGa-Planern vor, „gleich am ohnehin bis dahin völlig neu gestalteten Kreuzungsbereich der Nordzufahrt in Höhe des Gummiwegs und des Apollinarisstadions ein großes Parkdeck zu bauen.“ Auf der Fläche des Max-Maier-Parks sei ein Inklusionshotel geplant. Am LaGa-Entré am Apollinaris-Stadion sollen, so Orten, „Willkommens-Gärten“ angelegt werden. Von dort aus werde der Weg zu „Gärten der Vielfalt“ im Kaiser-Wilhelm-Park führen. Dort solle auch eine barrierefreie Ahr-Brücke gebaut werden. Eine Furt mit hochgelegten Steinen solle es aber auch möglich machen, durch die Ahr zu waten. Auf dem obersten Deck des City-Parkhauses an der Spielbank sollen „schwebende Gärten“ entstehen. Im Kurpark sei das Anlegen von „heilenden Gärten“ geplant. Am Rand des Parks, im Bereich [[Oberstraße/Hochstraße]], werde ein weiteres Hotel gebaut. Staunen bei den Zuhörern rief Orthen auch mit den Plänen für die Zukunft der Grundschule hervor. Der GA berichtete:

Einmalig in Deutschland wäre ein weiteres Projekt, das den Stadtplanern in Bad Neuenahr vorschwebt: eine neue Grundschule, in der man auch wohnen kann. Die bisherige Schule in der Innenstadt ist stark sanierungsbedürftig und einfach zu klein. Ein Neubau ist anvisiert. Orthen: „Denkbar ist, einen Bau zu errichten, der multifunktional genutzt werden kann. Unten Schule, oben stadtnah wohnen.“

Ein weiteres Parkhaus soll am Alten Wasserwerk gebaut werden. Von dort aus sollen die „Lern- und Entdeckergärten“ bequem zu erreichen sein, die sich bis zur St. Pius-Brücke erstrecken sollen. Dort sei der Bau eines weiteren Parkdecks geplant. Gleich gegenüber, in Bachem, seien Obstgärten geplant. Weitere Parkplätze sollen, so Orthen, rund um die Stadtmauer von Ahrweiler entstehen. Um den Blick auf die Mauern nicht zu stören, sollen diese Stellplätze tiefer ins Erdreich gelegt werden. Orthen rechnete mit Gesamtkosten für die LaGa in Höhe von 18,5 Millionen Euro. Hinzu kämen Ausgabe für städtebauliche Maßnahmen. Bund und Land würden sich mit voraussichtlich elf Millionen Euro beteiligen. 6,4 Millionen Euro sollen die Eintrittsgelder einbringen. Zudem sei mit Einnahmen aus Standgebühren, Vermietungen, Verpachtungen und Sponsoring zu rechnen. Völlig offen sei noch, ob Teile des LaGa-Geländes eingezäunt werden.

Die Laga 22 werde sich von der Berufsbildenden Schule des Landkreises Ahrweiler östlich von Bad Neuenahr über sechseinhalb Kilometer bis zum Kalvarienberg südlich von Ahrweiler an der Ahr entlangziehen, sagte Bürgermeister Guido Orthen bei einer Veranstaltung des CDU-Ortsverbands Ahrweiler am Mittwoch, 1. Februar 2017, in der Zehntscheuer. Kalvarienberg und Ahrtalbrücke würden während der Laga illuminiert. Sobald im März 2017 im Stadtrat die Durchführungsgesellschaft gegründet wurde, werde die Arbeit so richtig losgehen. Die Schau selbst werde 150 bis 180 Tage dauern. Rund 800.000 Besucher solle die Schau in die Kreisstadt locken, hatte es bei der Bewerbung geheißen. „Ich gehe davon aus, dass es eine Million werden“, sagte Orthen. Bei einer Veranstaltungsdauer von 180 Tagen würde das mehr als 5500 Gäste täglich bedeuten. Um sich die gesamte Schau anzusehen, werde ein Tag nicht reichen. Deshalb rechne er damit, dass viele Gäste ein zweites Mal nach Bad Neuenahr-Ahrweiler kommen oder sich für zwei oder mehrere Tage in Hotels oder Pensionen einmieten. Auf der Richtung Bad Neuenahr gelegenen Seite der St.-Pius-Kirche sollen Mehrgenerationen-Wohnraum und ein Kindergarten geschaffen werden. Gegenüber, neben der Pius-Wiese, seien Niedrigenergiebauten geplant. Für dieses neue Quartier sei auf dem Pius-Parkplatz der Bau eines Parkhauses vorgesehen. Auch am Bauhof der Stadt werde ein Parkhaus gebaut. Und der Obertor-Parkplatz werde durch eine Tiefgarage ergänzt. In der Nähe des Jüdischen Friedhofs an der Schützenstraße werde ein Wohnmobil-Parkplatz gebaut – aber nur für die Zeit der Laga; anschließend werde die Fläche bebaut.[6]

Gästeführer aus Ahrweiler regten im Frühling 2017 beim CDU-Ortsverband Ahrweiler, in den Brückenpfeilern im Adenbachtal eine Hängeseilbrücke einzuhängen – nach dem Vorbild der im Jahr zuvor freigegebenen Brücke „Geyerlay“ im Hunsrück. Der CDU-Vorsitzende Peter Diewald sagte, dass auf diese Weise möglicherweise ein weiteres Highlight für die Landesgartenschau geschaffen werden könne. Bei einem Ortstermin wurde ein möglicher Brückenverlauf vom Vorplatz am Tunnel hinüber über die „Schwurfinger“ zur Winzerkapelle besprochen. Ahrweiler und der Rotweinwanderweg würden so um eine Attraktion für alle Altersklassen reicher.[7]

Durchführungsgesellschaft gegründet

Im Mai 2017 wurde die Landesgartenschau 2022 gGmbH Bad Neuenahr-Ahrweiler als Durchführungsgesellschaft gegründet. Jens Heckenbach und Thomas Schwager-Guillemenet wurden als Geschäftsführer berufen. Seit dem Frühjahr 2017 fanden außerdem wöchentlich Koordinationstermine zwischen städtischen Fachabteilungen und Landesgartenschau-Gesellschaft statt. Hier wurden insbesondere Fragen zur exakten Flächenabgrenzung und -nachnutzung sowie städtebauliche Zielstellungen im Hinblick auf den Planerwettbewerb abgestimmt.

Stählerne Stelen aufgestellt

Mitarbeiter des Betriebshofs der Stadt stellten im Juni 2017 im Lenné-Park in Bad Neuenahr und vor dem Ahrtor in Ahrweiler zwei Stelen aus rostendem Eisen mit dem Schriftzug „Das Blühende Leben“ auf, die auf die bevorstehende Landesgartenschau hinweisen sollen. An beiden Standorten wurden auch die Beete, die die Stelen umgeben, neu gestaltet. „Wir wollen mit den Stelen in den namengebenden Stadtteilen zugleich ein Zeichen für das Miteinander setzen“, sagte Bürgermeister Guido Orthen; denn die Landesgartenschau sei ein Projekt der gesamten Stadt.[8]

Alexander Schweitzer (MdL) zu Besuch

Anfang Juli 2017 informierte sich Alexander Schweitzer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Mainzer Landtag, vor Ort über den Stand der Planungen zur Landesgartenschau. Detlev Koch, Beigeordneter der Stadt, sagte bei diesem Besuch: „Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler steht mit der Ahrweiler Klinik Ehrenwall in Verhandlung, dass auch der Park der zur Klinik gehörenden Villa Sophia in die Landesgartenschau einbezogen wird.“ Dieser Park sei bislang erst zweimal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.[9]

Anlieger-Petition gegen geplante Tiefgarage

Im August 2017 wehrten sich Einwohner von Ahrweiler mit einer Sammelpetition gegen den geplanten Bau einer Tiefgarage an der Alveradisstraße. Die Garage soll – auch mit Blick auf die Landesgartenschau 2022 – für zusätzliche Parkplätze sorgen. Das Parkdeck sollte eine unterirdische sowie eine auf dem heutigen Niveau liegende Parkebene bekommen. Der Blick auf die Stadtmauer bliebe hierbei unverändert erhalten. Die neun Unterzeichner der Petition befürchteten weitere Belastungen durch Abgasemissionen und weiteren Fahrzeuglärm, die „zu erheblichen Beeinträchtigungen der Wohn- und Lebensqualität der Anwohner führen“. Die Tief- und Hochbaumaßnahmen würden zudem während der gesamten Bauphase eine große Beeinträchtigung auch für die Patienten der benachbarten Dr. von Ehrenwall’schen Klinik mit sich bringen. Außerdem sei mit Umsatzeinbußen für ansässige Gastbetriebe zu rechnen, langfristig auch mit einer Abwertung der Wohnqualität. Das Parkhaus werde neben einem zusätzlichen Fahrzeugaufkommen das historische Stadtbild nachhaltig negativ beeinflussen. Saisonal bedingt sei außerdem über längere Zeiträume ein Leerstand der Parkdecks zu erwarten. „Die Gefahr, dass im dortigen Freiraum nicht bestimmungsgemäße Aktivitäten und unerlaubte Zutritte stattfinden, die ein potenzielles Sicherheitsrisiko für die Region darstellen, zudem ein Ziel für Vandalismus und zusätzliche Lärmquellen darstellen“, sei nach Auffassung der Petitionsunterzeichner vorhanden. Die zu dieser Zeit vorhandenen Parkflächen und Tiefgaragen im und um die Altstadt von Ahrweiler herum seien außerhalb der Saisonwochenenden bestenfalls zu 50 Prozent ausgelastet. Deshalb sei es nicht notwendig, weiteren Parkraum zu schaffen.[10]

GA-Redakteur Victor Francke schrieb in einem Kommentar zum Thema, zusätzlicher Parkraum sei in Ahrweiler mit Blick auf den Wochenend-Tourismus schon jetzt dringend erforderlich. „Nicht zuletzt, um eine städtebauliche Ordnung zu schaffen und den ruhenden Verkehr sinnvoll zu organisieren, ist der Bau eines Parkdecks in Ahrweiler längst überfällig“, meinte Francke. Planungen, die Situation zu verbessern, wären allerdings auch ohne eine Landesgartenschau vonnöten. Angesichts von mindestens 800.000 LaGa-Besuchern sei die Verwaltung in jedem Falle gefordert, sich Gedanken um zusätzliche Parkplätze sowohl in Bad Neuenahr als auch in Ahrweiler zu machen. Ahrweiler habe bislang von privaten Stellplätzen an Supermärkten profitiert – etwa an der Aldi- und an der Penny-Filiale. Die jedoch seien nicht mehr gewillt sind, ihre Parkplätze für Nicht-Kunden und Ausflügler zur Verfügung zu stellen. In dem Meinungsbeitrag heißt es weiter:

Wenn schon jetzt wegen eines kleinen, ebenerdigen Parkdecks Petitionen von Anliegern eingereicht werden, was erwartet die Stadt dann in der heißen Bauphase der Landesgartenschau? Rund 60 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in Bad Neuenahr-Ahrweiler verbaut, um die Stadt zu entwickeln, sie zukunftsfest zu machen, sie zu verschönern und aufzuwerten. Das geht nicht über Nacht und per Zauberhand. Natürlich wird es vorübergehende Beeinträchtigungen und mit den Bauvorhaben verbundene Belästigungen geben. Das ist der Preis für eine Stadt, in der man gerne lebt und wohnt. Den Anliegern sei gesagt: Augen zu und durch. Alles wird gut.[11]

Das Herz der Laga soll im Kurpark schlagen

Der viereinhalb Hektar große Kurpark Bad Neuenahr solle das Herz der Landesgartenschau 2022 werden, berichtete der General-Anzeiger (GA) im September 2017. Darin sei sich die Politik in der Kreisstadt einig. Das Gesicht des Kurpark solle jedoch bis zur Laga verändert werden. Dazu werde die Stadt im Herbst 2017 einen Realisierungswettbewerb ausschreiben. „Gefragt sind aber nicht einfach schöne Pläne, sondern realistische Vorstellungen, die sich für 3,386 Millionen Euro netto umsetzen lassen“, schrieb GA-Redakteur Günther Schmitt. Ziel sei dabei, „eine langfristig tragfähige Sanierung der Parkanlage zu erreichen, wobei die Landesgartenschau als temporäre Veranstaltung mit dem für den Kurpark in der Bewerbung formulierten Thema „Heilende Gärten“ zusätzlich nachvollziehbar umzusetzen ist“, schreibt Schmitt. Der Kurpark solle künftig noch mehr Möglichkeiten zur Erholung, Therapie und Prävention in naturnaher Umgebung bieten. Entscheidend sei, „dass die prägenden Kurparkstrukturen nicht verloren gehen, sondern als Potenzial erkannt und ausgebaut werden.“ Eine Rückbesinnung auf die historische Verbindung des formalen mit dem landschaftlichen Teil des Parks sowie sowie ein Dreiklang von Wasser, Naturerleben und Musik sollen dabei das Gerüst für die vorgesehenen Anpassungen bilden. Im Zuge einer Grundlagenermittlung soll dabei die historische Entwicklung des Kurparks seit dem 19. Jahrhundert von der Grundplanung von Peter Joseph Lenné über architektonische Maßnahmen von der Gründerzeit über die 1920er und 1930er Jahre unter dem Essener Architekten Hermann Weiser bis in die Gegenwart aufgearbeitet werden. Hinzu sollen Bestandsaufnahmen von Pflanzen- und Tierwelt sowie der Infrastruktur von Wegen bis Wasserläufen und -flächen kommen. Die Wettbewerbsteilnehmer sollen als Grundlage auch Einblick in die Bebauungsplanentwürfe für Kurgarten- und Oberstraße erhalten. Für die Kurpark-Randbebauung soll es einen weiteren Wettbewerb geben.[12]

Grünes Licht für den Gestaltungswettbewerb

Der Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler gab am 25. September 2017 grünes Licht für die Veröffentlichung des Gartenschau-Wettbewerbs. Dazu wurde der „Freiraumplanerische Realisierungswettbewerb mit dem Ideenteil Landesgartenschau 2022 Bad Neuenahr-Ahrweiler“ im Amtsblatt der EU ausgelobt. Ergänzend zu den zeichnerischen Plangrundlagen beauftragte die Durchführungsgesellschaft den Fotografen Dominik Ketz damit, das Planungsareal auf 6,5 Kilometern Länge zwischen Ahrtalbrücke (Autobahn 61) und Kloster Calvarienberg mit einem Multikopter Schrägluftaufnahmen zu erstellen. Die Fotos sollen es den Landschaftsarchitekten erlauben, die am EU-weiten Wettbewerb teilnehmen, sich rasch ein Bild von den Gegebenheiten im Herzen der Kreisstadt zu machen. „Ziel des Verfahrens ist die Umsetzung der Daueranlagen und die Erstellung eines Ausstellungskonzepts“, so Thomas Schwager-Guillemenet, der als Technischer Geschäftsführer für Planung und Bau des Gartenschaugeländes zuständig ist. die teilnehmenden Teams aus Landschaftsarchitekten am 12. Dezember eingeladen sind, sich vor Ort zu informieren. „Die Wettbewerbsteilnehmer können das vorgesehene Gelände besichtigen und bei einem Kolloquium Antworten auf ihre Fragen erhalten“, so Schwager-Guillemenet. Bei der Erstellung der Auslobungsunterlagen wurden neben technischen und vergaberechtlichen Aspekten auch Anregungen der Preisrichter und Vertreter der grünen Berufsverbände einbezogen. So fand am 21. September eine erste Besprechung und Besichtigung des Geländes im Kreis der Wettbewerbsjury statt. Beiträge zu dem Wettbewerb können bis zum 20. Februar 2018 eingereicht werden.[13]

Förderverein soll 2018 gegründet werden

Ähnlich wie im Vorfeld der Bundesgartenschau im Jahr 2011 in Koblenz soll im Jahr 2018 ein Verein der Freunde der Landesgartenschau in Bad Neuenahr-Ahrweiler gegründet werden. Die Vereinsmitglieder seien dann „so etwas wie Botschafter der Landesgartenschau, sie sind von Anfang an dabei, also über fast fünf Jahre, nicht nur über sechs bis sieben Monate“, erläuterte der Technische Geschäftsführer Thomas Schwager-Guillemenet im November 2017. Dabei solle der Verein nach der Schau bestehen bleiben.[14]

Die Auslobung des Gestaltungswettbewerbs ist veröffentlicht

Seit dem Frühjahr 2017 trafen sich Fachabteilungen der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler und Landesgartenschau-Gesellschaft wöchentlich zu Koordinationstermine. Dabei wurden insbesondere Fragen zur genauen Abgrenzung der Laga-Flächen und deren anschließende Nutzung sowie städtebauliche Ziele im Hinblick auf den Planerwettbewerb abgestimmt.[15]

Am 21. September 2017 gab es dann eine erste Besprechung und Besichtigung des Geländes durch die Wettbewerbsjury. So konnten beim Zusammenstellen der Auslobungsunterlagen neben technischen und vergaberechtlichen Aspekten auch Anregungen der Preisrichter und von Vertretern der grünen Berufsverbände einbezogen werden.

Am 25. September 2017 gab der Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler grünes Licht für die Veröffentlichung des Gartenschau-Wettbewerbs. Ergänzend zu den zeichnerischen Plangrundlagen beauftragte die Durchführungsgesellschaft den Fotografen Dominik Ketz, das Planungsareal zwischen A 61-Brücke und Kloster Calvarienberg mit seiner Drohne Schrägluftaufnahmen zu erstellen. Sie sollten es den Landschaftsarchitekten, die am europaweiten Wettbewerb teilnehmen, ermöglichen, sich rasch ein Bild vom „gelebten” Gelände im Herzen der Kreisstadt zu machen.

Am 31. Oktober 2017 wurde die Auslobung zum Freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil „Landesgartenschau 2022 Bad Neuenahr-Ahrweiler“ im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Am 12. Dezember 2017 besichtigten dann Landschaftsarchitekten aus ganz Europa das für die Laga vorgesehene Gelände. Und bei einem anschließenden Kolloquium hatten sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Rhein-Zeitung berichtete aus diesem Anlass:

Auf dem Weg zur Landesgartenschau 2022 hat die Stadt eine wichtige Etappe erreicht: die Auslobung des Freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil „Landesgartenschau 2022 Bad Neuenahr-Ahrweiler“ ist im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die Abgabefrist der Wettbewerbsbeiträge endet am 20. Februar 2018.

Nun gehe es darum, die Daueranlagen und ein Ausstellungskonzept für die Landesgartenschau 2022 zu entwickeln, sagte Thomas Schwager-Guillemenet, der Technische Geschäftsführer der geplanten Laga.

Der weitere Zeitplan[16]

  • Am 20. Februar 2018 endet die Abgabefrist für die Beiträge zum Gestaltungswettbewerb
  • Am 13./14. April 2018 tagt das Preisgericht in der Konzerthalle im Kurpark. Anschließend können die eingereichten Arbeiten in einer öffentlichen Ausstellung besichtigt werden.
  • Bis Sommer 2018 werden Honorarverhandlungen mit den Preisträgern des Wettbewerbs geführt.
  • Bis Herbst 2018 soll der Vorentwurf zu den Daueranlagen der Landesgartenschau vorliegen.
  • Anschließend kann die Durchführungsgesellschaft erste vorbereitende Arbeiten veranlassen.
  • Bis zum Frühjahr 2022 sollen die weiterführende Planung abgeschlossen und die Realisierung der Gartenschauanlagen abgeschlossen sein.
  • Im Frühjahr 2022 wird die 5. rheinland-pfälzische Landesgartenschau in Bad Neuenahr-Ahrweiler eröffnet.

Das Laga-Maskottchen

Von Anfang Dezember 2017 bis Ende Januar 2018 waren Einwohner und Freunde von Bad Neuenahr-Ahrweiler gebeten worden, sich Gedanken über ein Maskottchen für die Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 zu machen. 317 Maskottchen-Vorschläge gingen daraufhin ein. „Es sind fantastische Zeichnungen, entzückende Namen und euphorische Beschreibungstexte eingereicht worden“, hieß es in einer Pressemitteilung der Landesgartenschau 2022 gGmbH Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der jüngste Teilnehmer war sieben, die älteste Teilnehmerin 95 Jahre alt. Eine Jury wählt aus den Vorschlägen das Maskottchen für die Landesgartenschau aus. Als Entscheidungshilfe würden die Juroren, zu jedem Maskottchenvorschlag eine Reihe von Fragen zu beantworten, hieß es in der Pressemitteilung weiter: „Verkörpert das Maskottchen unsere Region? Passt es zur Landesgartenschau? Wie klingt der Name und bleibt er im Gedächtnis? Wie viel Kreativität liegt in dem Vorschlag? Ist das Maskottchen kinderfreundlich?“ Im Frühling 2018 soll das Maskottchen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.[17]

12 Architekturbüros entwarfen Pläne für die Neugestaltung der Grünanlagen[18]

Nach vorausgegangener Ausschreibung wurden im April 2018 in der Konzerthalle im Kurpark die eingereichten Wettbewerbsentwürfe zur Neugestaltung der städtischen Grünanlagen präsentiert. Zwölf Landschaftsarchitekten hatten ihre Arbeiten vorgelegt. Eine 27-köpfige Jury aus externen und lokalen Fachleuten – darunter Landschaftsarchitekten, Touristiker, Kommunal- und Landespolitiker – bewertete die Vorschläge. Ihnen war vor allem eine klare Linie im Entwurf wichtig. Aber auch Nachhaltigkeit spielte bei der Bewertung der Entwürfe eine wichtige Rolle. Kreisstadt-Bürgermeister Guido Orthen, selbst Mitglied der Jury, sagte: „Auf den ersten Blick war es schwierig, die Unterschiede zu erkennen. Zwölf Entwürfe – zwölf lange Bahnen Papier mit viel Grün darauf. Und das Können hat man bei allen eingereichten Wettbewerbsarbeiten gespürt.“ Der Landschaftsarchitekt Thomas Schwager-Guillemenet, Co-Geschäftsführer der Landesgartenschau 2022 gGmbH Bad Neuenahr-Ahrweiler und ebenfalls Jury-Mitglied, ergänzte: „Wir müssen uns bewusst machen, dass das, was wir umsetzen, auch nach der Landesgartenschau erhalten bleiben wird. Zu entscheiden, wer den ersten Preis bekommt, war wirklich eine schwierige Aufgabe.“

Der Vorschlag des Siegerbüros „bbz Landschaftsarchitekten“ aus Berlin wurde mit 45.000 Euro Preisgeld bedacht. Der Plan von Timo Hermann, der den Entwurf mit seinem insgesamt fünfköpfigen Architektenteam entwickelte, sieht vor, dass die einzelnen Parks von Bad Neuenahr besser miteinander verbunden werden. So sollen zwei der insgesamt 14 Sandplätze der Tennis-Anlage im Lenné-Park weichen, um die Verbindung zum Kaiser-Wilhelm-Park zu stärken. Hauptidee des Gewinnerentwurfs ist, die Ahr-Promenade zu stärken. Wichtig war den Architekten außerdem, dass Fußgänger und Radfahrer voneinander getrennt werden. Hermann erklärte: „Wir wollen außerdem den Mühlenteich freilegen. Er soll sichtbar werden, eine Ufervegetation und Retentionsflächen bekommen.“ Dabei sollen einzelne Parkfragmente zu einer großen Parklandschaft entlang der Ahr verbunden werden. „Es gibt hier so viele Perlen, die wir nun aneinanderreihen wollen“, sagte Hermann. Das Ahrufer solle „aktiver“ Teil der Planung werden – mit weiträumigen Treppen, Terrassierungen, Rampen, Stufenanlagen, Sonnenterrassen und Erlebniszonen an den optisch und funktional stark verbesserten Promenaden. „Dabei werden die vorhandenen Elemente nicht überformt, sondern in ihrer Besonderheit herausgearbeitet und gestärkt“, hieß es von Seiten der Jury.

Insgesamt fünf Arbeiten sind mit Preisen bedacht worden. Der fünfte Platz – ein Anerkennungspreis – wurde mit 10.000 Euro belohnt, auf Rang vier kam ein Bonner Büro, das 14.000 Euro erhielt. Die ersten drei Plätze (45.000, 30.000 Euro und 21.000 Euro) gingen allesamt an Landschaftsarchitekten in Berlin. Die Sieger-Planung gilt als Vorentwurf, der die grobe Richtung für die architektonische Gestaltung der Daueranlagen der Landesgartenschau vorgibt. Im Sommer 2018 sollen Vergabeverhandlungen mit den Preisträgern beginnen. Denkbar ist dabei auch, dass es in der Umsetzung zu einem Mix aus verschiedenen Ideen und Elementen der eingereichten Arbeiten kommt. Denn die Entwürfe der teilnehmenden Landschaftsarchitekten würden, so Bürgermeister Guido Orthen, viele Inspirationen und interessante Ideen enthalten. Entwürfe, die auf den hinteren Plätzen landeten, sahen zum Beispiel ein Café am Schwanenteich oder ein in Rheinland-Pfalz einmaliges Wasserspiel im Kurpark vor. Sämtliche Arbeiten werden bis zum 20. Mai 2018 in der Konzerthalle öffentlich gezeigt – täglich von 9 bis 21 Uhr. Mittwochs werden Führungen durch die Ausstellung angeboten - am 25. April und am 9. Mai ab 10 Uhr sowie am 2. und 16. Mai ab 18 Uhr. Treffpunkt ist der Kurpark-Eingang; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Für 2019 ist ein „Realisierungswettbewerb für die Ausstellungsflächen“ der Landesgartenschau geplant. Außerdem soll 2019 mit den Bauarbeiten begonnen werden; ihr Abschluss ist für den Winter 2021/2022 geplant - damit die Laga im Frühjahr eröffnet werden kann. Für den Winter 2022/23 sind der Rückbau der Ausstellungsanlagen und das Herrichten der Parks für die dauerhafte öffentliche Nutzung geplant.

„Ahrvin“ wird Laga-Maskottchen

Jens Heckenbach, Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH, stellte am Sonntag, 27. Mai 2018, „Ahrvin“ als Laga-Maskottchen vor. „Ahrvin wird zukünftig Veranstaltungen besuchen, um auf die Stadt und die Landesgartenschau in vier Jahren aufmerksam zu machen“, berichtete die Rhein-Zeitung von der Bekanntgabe. Geschaffen wurde „Ahrvin“ von Sandra Otto, die neben Urkunde und Blumenstrauß einen Scheck über 1500 Euro entgegennehmen konnte. „Maskottchen sind Glücksbringer, Erkennungszeichen für Marken, sind Sympathieträger, stehen für die gesamte Region und sollen lange im Gedächtnis bleiben“, sagte der Erste Beigeordnete der Stadt, Detlev Koch, der mit Heckenbach und Geschäftsführer Thomas Schwager-Guillemenet zur elfköpfigen Jury gehörte, die über das Maskottchen zu befinden hatte. 317 Vorschläge waren eingegangen. Der Name des Siegers Ahrvin stammt von Petra Schneider und Thomas Schauff (je 250 Euro). Zweitplatzierte mit dem Schmetterling „Florivin“ wurde Sarah Schmithülsen (1000 Euro), den dritten Platz holte Saskia Welter mit der Elfe „Dahrlia“ (500 Euro). Anneliese Ronge, die mit 95 Jahren älteste Teilnehmerin, Bewohnerin des Wohnstiftes Augustinum, erhielt von Assistentin Ellen Tappe einen Strauß Blumen. Sie hatte ein Gedicht eingereicht, „das einem Arbeitspapier für die Jury gleichkam“, wie Heckenbach sagte. Auch Kinder – der jüngste Teilnehmer war sieben – hatten Entwürfe eingereicht. Sie erhielten je eine Twin-Eintrittskarte. Und alle Erwachsenen, die sich beteiligt hatten, erhielten je eine Eintrittskarte für die Lebensart-Messe im Kurpark sowie „Ahrvin“-Aufkleber und -Postkarten.[19]

Der Claim das „Blühende Leben Bad Neuenahr- Ahrweiler“ aus der Bewerbungsphase zur Landesgartenschau 2022 wurde im Frühsommer 2018 verwandelt in „die blühende, herzliche Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, welche ihre Gäste mit offenen Armen und dem Slogan "Auf das Leben!" empfängt“, hieß es in einer Pressemitteilung der Landesgartenschau 2022 gGmbH Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die „Wort-Bild-Marke“ der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 sei „herzlich, modern, lebendig, vielfältig und frisch.“ Sie stelle „eine Verschmelzung aus Glas und Blütenkelch, Weinglas und Wasserglas, einem Herz und einer Blüte dar – die Gesamtkomposition wird jedoch als Blume wahrgenommen.“ Der neue Slogan „Auf das Leben!“ vermittele verschiedene Aspekte: „Lebensfreude, sich selbst neu erfinden, aktiv werden, aufblühen, den Moment erleben, sich selbst spüren, Teil der Natur sein, die Sonne genießen.“ Im Zusammenspiel mit der Bildmarke werde der Besucher aufgefordert: „Lass das Grün in dein Herz und fühle die üppige Fülle.“ Die drei Logo-Leitfarben Grün, Blau und Rot würden einen „harmonischen Farbklang“ bilden. Grün symbolisiere Naturverbundenheit, das Erleben der Naturräume im Ahrtal während der Landesgartenschau. Darüber hinaus stehe Grün für Harmonie und Gesundheit. Rot stehe für Ernergie, Lebensfreude, Aktivität und Geselligkeit. Als emotionale und fröhliche Farbe stehe Rot aber auch für den Rotwein von der Ahr und es unterstreiche den „Symbolcharakter des Herzens“. Blau, die Farbe des Wassers, stehe für Reinheit und Gesundheit. Als zentrales Farbelement bilde es „den Transfer zur Ahr und dem Heil- und Mineralwasser in Bad Neuenahr.“

Weitere Fotos

Laga-Feier hinter dem Rathaus am 21. September 2016

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Landesgartenschau 2022: Kreisstadt will die nächste Gartenschau, general-anzeiger-bonn.de vom 1. Dezember 2015
  2. Quellen: Landesgartenschau 2022 findet in Bad Neuenahr-Ahrweiler statt – Bad Neuenahr-Ahrweiler erhält den Zuschlag, blick-aktuell.de vom 20. September 2016, und Victor Francke: Entscheidung in Mainz: Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler, general-anzeiger-bonn.de vom 20. September 2016
  3. Quelle: Victor Francke: Landesgartenschau in Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Wir alle sind Laga 2022“, general-anzeiger-bonn.de vom 22. September 2016
  4. Quelle: Victor Francke: Landesgartenschau in Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Wir alle sind Laga 2022“, general-anzeiger-bonn.de vom 22. September 2016
  5. Quelle: Victor Francke: Viele Ideen zur Landesgartenschau: Die Ahrtalbrücke soll illuminiert werden, general-anzeiger-bonn.de vom 18. November 2016
  6. Quelle: Thomas Weber: Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler: Das Ahrtor wird dauerhaft begehbar, general-anzeiger-bonn.de vom 3. Februar 2017
  7. Quelle: Rhein-Zeitung vom 25. April 2017
  8. Quelle: Rhein-Zeitung vom 17. Juni 2017
  9. Quelle: Günther Schmitt: Ortstermin in Bad Neuenahr: Vor der Landesgartenschau gibt es viel zu tun, general-anzeiger-bonn.de vom 6. Juli 2017
  10. Quelle: Victor Francke: Petition gegen Tiefgarage: Anlieger in Ahrweiler wehren sich gegen Parkhaus, general-anzeiger-bonn.de vom 11. August 2017
  11. Quelle: Victor Francke: Kommentar zum Bau eines Parkhauses in Ahrweiler: Augen zu und durch, general-anzeiger-bonn.de vom 11. August 2017
  12. Quelle: Günther Schmitt: Planungen in Bad Neuenahr: Kurpark wird fit für die Landesgartenschau gemacht, general-anzeiger-bonn.de vom 20. September 2017
  13. Quellen: Landesgartenschau 2022 Bad Neuenahr-Ahrweiler – Landesgartenschau soll im Frühjahr 2022 ihre Pforten öffnen – EU-weiter Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb läuft - Ziel: Umsetzung der Daueranlagen und Erstellung eines Ausstellungskonzeptes (Pressemitteilung der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler), blick-aktuell.de vom 28. November 2017, und Marion Monreal: Landschaftsarchitekten in Bad Neuenahr-Ahrweiler – Drohnenbilder für Landesgartenschau 2022, general-anzeiger-bonn.de vom 29. November 2017
  14. Quelle: Thomas Weber: Bürgerbeteiligung in Bad Neuenahr: Eine Landesgartenschau ohne Vereine geht nicht, general-anzeiger-bonn.de vom 29. November 2017
  15. Quelle: Jetzt sind die Landschaftsarchitekten dran – Wettbewerb für die Gestaltung des Areals europaweit ausgeschrieben – Ideen sind gefragt, in: Rhein-Zeitung vom 13. Dezember 2017
  16. Quelle: Rhein-Zeitung vom 13. Dezember 2017
  17. Quelle: Ein Maskottchen für die Landesgartenschau 2022 – Das Maskottchen begeistert die Bevölkerung, blick-aktuell.de vom 9. Februar 2018
  18. Quellen: Victor Francke: Laga in Bad Neuenahr: Entwürfe für Grünanlagen zur Landesgartenschau vorgestellt, general-anzeiger-bonn.de vom 23. April 2018, und Celina de Cuveland: Die Gartenschau nimmt konkrete Formen an – Siegerentwurf für die Umgestaltung von Ahruferpromenade und Parkanlagen gekürt – Konzept ist nachhaltig – Neues zum Mühlenteich, in: Rhein-Zeitung vom 23. April 2018
  19. Quellen: Marion Monreal: Laga 2022: Bad Neuenahr-Ahrweiler kürt Maskottchen für Landesgartenschau, general-anzeiger-bonn.de vom 27. Mai 2018, und Jochen Tarrach: Das ist das Maskottchen der Gartenschau, rhein-zeitung.de vom 27. Mai 2018