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Kreissparkasse Ahrweiler

Wadenheim

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Wadenheim, ein Stadtteil von Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Kreis Ahrweiler, ist - neben Beul und Hemmessen - einer der drei kleinen Orte, aus denen im Jahr 1875 die Gemeinde Neuenahr gebildet wurde. Die Bürgergesellschaft Wadenheim und der von ihr veranstaltete Wadenheimer Sommerklaaf zeigen, dass es auch heute noch eine Wadenheimer Identität gibt.


1025 Jahre Wadenheim – Veranstaltungsplakat der Bürgergesellschaft Wadenheim
Wadenheimer Straße.jpg
Wadenheimer Platz.jpg

Vereine

Veranstaltungen

Wadenheimer Sommerklaaf

Chronik

Im Jahr 1992 wurde das der 1000-jährige Bestehen gefeiert, im Jahr 2017 das 1025-jährige. Beide Male wurde nicht die Gründung, sondern die erste urkundliche Erwähnung gefeiert: Der deutsche Kaiser Otto III. war erst zwölf Jahre alt, als er im Jahr 992 eine Urkunde unterzeichnete, mit der er einen Wildbann am rechten Ahrufer bei Vuadenheim vergab. Auf diesem Stück Pergament ist die Existenz eines Dorfes mit dem Namen „Wadenheim“ erstmals urkundlich vermerkt. „Eine Ansammlung elender Hütten und Zelte hat es hier vermutlich schon vorher gegeben“, sagte Hans-Jürgen Ritter in seinem Festvortrag anlässlich des 1025-Jährigen am 20. Mai 2017 vor 80 Gästen im Sitzungssaal des Rathauses Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für die Herkunft des Namens Wadenheim präsentierte Ritter eine neue Erklärung: Der Name „Wadenheim“ habe seinen Ursprung darin, dass römische Legionäre einige Häuser an einer Furt durch die Ahr als „prope vadum“, also als „nahe an der Furt“, bezeichneten. Daraus sei dann Wodem und schließlich Wadenheim entstanden. Eine Furt durch die Ahr habe es wohl gegeben, durch die ein Nord-Süd-Weg hin zur nahen Aachen-Frankfurter Heerstraße geführt habe. Bürgermeister Guido Orthen überreichte Wilfried Sommer, dem Vorsitzenden der Bürgergesellschaft Wadenheim e.V., die Ehrenurkunde der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, mit der das große bürgerschaftliche Engagement der Wadenheimer Bürger gewürdigt wurde. Blicke in die Geschichte seien notwendig, sagte der Bürgermeister, aber diese sollten nicht zur Glorifizierung der Vergangenheit dienen, sondern helfen, das Heute zu verstehen. Mit dem Festakt wurde eine Ausstellung „1025 Jahre Wadenheim“ eröffnet. In Bilderrahmen und Vitrinen wurden dort Stücke aus dem Wadenheimer Leben vor allem der jüngeren Vergangenheit gezeigt. Die alte Junggesellen-Fahne und das „Heulesbuch“ der Junggesellen waren ebenso zu sehen wie der Philipp-Büchler-Pokal, der verdienten Wadenheimern in den ersten Jahren der Bürgergesellschaft verliehen wurde. Auf alten Fotos waren die mondänen Neuenahrer Hotels aus der Blütezeit des Kurbetriebs zu sehen, ebenso die 1938 zerstörte Synagoge Bad Neuenahr, der Winzerverein und der 1879 fertiggestellte Bahnhof mit der Elektrischen gleislose Bahn davor, die bis 1917 Bad Neuenahr, Ahrweiler und Walporzheim miteinander verband.[1]

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quellen: Thomas Weber: Festakt und Vernissage – Eine Ansammlung elender Hütten im Bad Neuenahrer Rathaus, general-anzeiger-bonn.de vom 22. Mai 2017, und Jochen Tarrach: Wadenheim wird 992 erstmalig erwähnt – Ein Grund zum Feiern: Vor 1025 Jahren taucht das Dorf im Herzen von Bad Neuenahr auf einer Urkunde auf, in: Rhein-Zeitung vom 23. Mai 2017